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    BretzenheimFarbschmierereien und Zerstörungen: "Feld des Jammers" erneut verwüstet

    Zum wiederholten Mal haben unbekannte Täter in der Nacht zu Montag das Mahnmal „Feld des Jammers“ in Bretzenheim mit Farbe beschmiert und die Blumendekorationen zerstört. Zudem beschädigten sie Pflanzkübel und Grablichter, die sie auf dem Acker hinter dem Mahnmal ebenso verstreuten wie die verwendeten Spraydosen. Überdies schlugen die Vandalen die Scheibe der Informationstafel ein. Wolfgang Spietz, Leiter der Dokumentationsstelle Kriegsgefangenenlager Bretzenheim, zeigte sich „traurig und zornig darüber, dass hier eine Gedenkstätte wegen politischer Ideen beschädigt wurde“.

    Das Bretzenheimer Mahnmal wurde am Sonntag erneut Opfer unbekannter Schmierfinken, die auf Wände und Kreuz mit Farbspraydosen sinnfreie Schriftzüge sprühten. Außerdem wurden Blumenkübel entleert und Grableuchten beschädigt. Die Polizei ermittelt.
    Das Bretzenheimer Mahnmal wurde am Sonntag erneut Opfer unbekannter Schmierfinken, die auf Wände und Kreuz mit Farbspraydosen sinnfreie Schriftzüge sprühten. Außerdem wurden Blumenkübel entleert und Grableuchten beschädigt. Die Polizei ermittelt.
    Foto: Jens Fink

    Ob die Sachbeschädigungen mit dem am vorigen Wochenende abgehaltenen Aufmarsch von Personen aus der rechtsradikalen Szene in Zusammenhang stehen, ist derzeit noch unklar. Jedenfalls habe er Strafantrag gestellt, berichtet der Erste Beigeordnete der Gemeinde Bretzenheim, Hardy Hollinka, dem Oeffentlichen Anzeiger.

    Ebenso wie Spietz weist Hollinka darauf hin, dass das Mahnmal bewusst „allen in Gefangenschaft gestorbenen deutschen Soldaten gewidmet“ sei und hier nichts verherrlicht werde, wie anscheinend manche Zeitgenossen glaubten. „Diese haben den Sinn dieses Mahnmals nicht verstanden“, meint Hollinka. Bewusst hätten die Initiatoren seinerzeit für die Gestaltung des Mahnmals ein christliches Kreuz mit einer integrierten Dornenkrone als Symbol des Friedens gewählt. „Die jungen Leute hatten damals gar keine andere Wahl, als in den Krieg zu ziehen. Sonst wären sie sofort erschossen worden“, betont Spietz und verweist auf die zahllosen sehr jungen Soldaten, die im Krieg und schließlich hier im Gefangenenlager selbst zu Opfern geworden seien. Nicht unerheblich sei natürlich der materielle Schaden der Beschädigungen, den wohl wieder die Gemeinde und damit letztlich der Steuerzahler bezahlen müsse, betont Hollinka. spg

    Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 0671/8811-100.

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