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Simmertal

Erst der Radtag, dann der Radweg: Im Kellenbachtal kommt was ins Rollen

Der Kampf um einen Radweg durchs landschaftlich reizvolle Kellenbachtal geht weiter. Jetzt haben sich die Anrainergemeinden aus den Verbandsgemeinden Kirn-Land, Simmern, Kirchberg und Rheinböllen zu ihrer turnusgemäßen Tagung getroffen und sind dabei nahe zusammen gerückt.

Am Simmertaler Kreisel fordert ein großes Plakat den Radwegbau durchs Kellenbachtal ein. Am Kreisel werden dann auch die Radwege nach Hochstetten-Dhaun und Martinstein „verteilt“. Derzeit ist der Kreisel für Fußgänger und Radler ein Gefahrenpunkt. So wie die B 421 durchs Kellenbachtal als beliebte Motorrad- und LKW-Ausweichstrecke für Radler gefährlich ist.   Foto: Armin Seibert
Am Simmertaler Kreisel fordert ein großes Plakat den Radwegbau durchs Kellenbachtal ein. Am Kreisel werden dann auch die Radwege nach Hochstetten-Dhaun und Martinstein „verteilt“. Derzeit ist der Kreisel für Fußgänger und Radler ein Gefahrenpunkt. So wie die B 421 durchs Kellenbachtal als beliebte Motorrad- und LKW-Ausweichstrecke für Radler gefährlich ist.
Foto: Armin Seibert

Eine Verbandsgemeinde-übergreifende informative Zusammenarbeit zwischen diesen Nachbargemeinden wollen sie herbeizuführen und diese fest installieren. In der Jugendherberge in Sargenroth ging es vor allem um das Thema Radweg im Kellenbachtal und um den Raderlebnistag zwischen Simmern und Simmertal am 15. Juli 2018.

Zunächst wurde herausgestellt, dass der angedachte Radweg Kellenbachtal ein unverzichtbarer Lückenschluss eines Radwegenetzes vom Schinderhannes-Radweg von Emmelshausen bis Gehlweiler, dann bis Simmertal und weiter über Kirn zur Nahe und in die Pfalz sei. Die Anwesenden forderten ein, dass die involvierten und zugleich federführenden vier Verbandsgemeinden des Gesamtvorhabens zeitnah gemeinsam die weiteren Planungen und Durchführungsvorgaben mit den jeweiligen beteiligten Ortsgemeinden durchzuführen.

Seit dem vergangenen Jahr wird die Forderung nach einem Radweg durch große Plakate im Kellenbachtal unterstrichen. Simmertals Ortsbürgermeister Werner Speh gehört zu den eifrigsten Befürwortern des Radwegs. Er sagte auf Anfrage: „Die Machbarkeit des Radwegs ist erwiesen. Es gibt Pläne, und Bundesgelder für den Radwegebau gibt es mehr als genug.“ Jetzt sei auch der Landesbetrieb Mobilität gefordert, für den Ausbau des Radwegenetzes im Nahe-Glan-Gebiet zu sorgen. Zur Erinnerung: Der LBM hatte die Planung für einen 6,2 Kilometer langen Abschnitt von Kellenbach nach Simmertal mit einem Kostenvolumen von rund vier Millionen Euro vorgelegt (wir berichteten).

Speh hat die Radweginitiative im Kellenbachtal mit begründet und den Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Nahe-Kellenbachtal-Soonwald mit ins Boot geholt. Über 1000 Unterschriften für den Radweg wurden gesammelt und an Innenminister Roger Lewentz übergeben. Beim Radtag im Juli soll die Straße von Simmertal bis Simmern für Autos gesperrt werden. Alle Ortsgemeinden sollen in das Fest eingebunden werden. Ein wichtiger Anlaufpunkt soll Königau sein, wo am 15. Juli das Dorfbrunnenfest gefeiert wird.

Neue Perspektiven in Sachen Radwegebau hatte kürzlich auch Kirns Bürgermeister Kilian angedeutet. Im Großbachtal parallel zur Landesstraße 182, könnte in Verlängerung des Kellenbachradwegs über Hochstetten-Dhaun und Kirn, mit Zuschüssen aus dem Umweltministerium ein Radweg leichter als bisher angenommen realisiert werden. Knackpunkt dort ist die Anbindung eines Großbachradwegs an den Naheradweg: Eine Brücke über die Nahe in Höhe der MTB-Tankstelle wäre dafür ideal.

Der Radwege-„Lückenschluss“ zwischen dem Simmertaler Kreisel und Hochstetten wird jetzt im Zuge der Hochstetten-Dhauner Umgehungsstraße mit angepackt.

Armin Seibert

Kirn
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