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Fürfeld

Erst 24 und schon Chef: Daniel Wenk ist der jüngste Wehrführer in der Geschichte Fürfelds

Mit seinen 24 Jahren ist Daniel Wenk der jüngste Wehrführer in der Geschichte der Feuerwehr Fürfeld. Im Juni offiziell vereidigt, hatte Wenk bereits im Februar die Leitung der Wehr kommissarisch übernommen und den bisherigen Amtsinhaber Thomas Klein abgelöst, „der nach 17 Jahren an der Spitze einfach etwas kürzertreten wollte“, wie Wenk berichtet.

Nicht nur das technische Gerät voll im Griff hat Daniel Wenk, der mit 24 Jahren der jüngste Wehrführer in der Geschichte des Ortes ist.
Nicht nur das technische Gerät voll im Griff hat Daniel Wenk, der mit 24 Jahren der jüngste Wehrführer in der Geschichte des Ortes ist.
Foto: Jens Fink

Schon als Kind sei er von der Feuerwehr fasziniert gewesen, erzählt er. Da es im Ort keine aktive Jugendwehr gab, konnte er seinen Traum, Feuerwehrmann zu werden, erst im Alter von 16 Jahren erfüllen. Damals war praktisch sein ganzer Freundeskreis bereits in die aktive Wehr eingetreten. „Das waren damals rund zehn Leute, und da hat das natürlich von Anfang an viel Spaß gemacht“, erinnert sich Wenk. Besonders die bei der Feuerwehr eingesetzte Technik und die Möglichkeit, mit schwerem Gerät verantwortungsvoll umzugehen, hätten ihn gereizt. „Außerdem macht es mir Spaß, anderen Menschen zu helfen, und bei der Feuerwehr kann ich in meiner Freizeit einfach etwas Gutes tun“, bekennt Wenk, der sich zum Truppführer ausbilden ließ und verschiedene technische Lehrgänge absolvierte.

Neben der Atemschutzgeräteausbildung absolvierte er einen speziellen Lehrgang für Pkw- und Lkw-Rettung sowie für den richtigen Gebrauch hydraulischer Rettungsscheren. Nach einem Gruppenführerlehrgang wurde er schließlich zum Brandmeister befördert. „Technik liegt mir generell“, bekennt Wenk. Schon als Kind habe er gern Spielzeuge aus Holz gebastelt und sich als Jugendlicher seinen eigenen Rodelschlitten zusammengezimmert. Für die Arbeit bei der Feuerwehr sei ihm sicherlich seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker zugutegekommen, meint Wenk, der anschließend jedoch seine Berufsrichtung wechselte und nun beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Bad Kreuznach tätig ist.

Nach seiner Ausbildung zum Rettungsassistenten lässt sich Wenk derzeit noch zum Notfallsanitäter ausbilden. „Zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten gibt es viele Schnittstellen, und da hilft es schon, wenn man beide Seiten gut kennt“, weiß der junge Wehrführer, der bereits vor seiner Berufung Dienstpläne erstellt und auch Übungsszenarien entworfen hatte. Wie etwa 2016, als vier Wehren der VG einen schweren Verkehrsunfall mit drei Pkw und einigen Verletzten simulierten. „Da haben wir die Rettung von Personen auf engstem Raum geprobt“, berichtet Wenk. Seit er im Amt ist, musste die örtliche Wehr zu sieben Einsätzen ausrücken. Ein kleiner Flächenbrand und eine Unfallsicherung mit dem Beseitigen von Ölspuren sind unter anderem angefallen. Seinen bislang spektakulärsten und persönlich prägendsten Einsatz als Feuerwehrmann hatte Wenk im Mai 2014, als am Ortseingang von Fürfeld gleiche mehrere Schuppen in Flammen standen. „Schon von Weitem haben wir die riesige Rauchsäule gesehen.

In den Schuppen hatten Traktoren und mehrere Kraftstoffbehälter Feuer gefangen, von denen einige auch explodiert sind. Da haben wir ganz schön unter Adrenalin gestanden“, erinnert sich Wenk. Sein Amt als Wehrführer wolle er auf jeden Fall fortführen, betont der 24-Jährige. „Wir haben ein gut eingespieltes Team, und da macht die Arbeit einfach Spaß.“

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