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    Frei-Laubersheim

    Ein Höhepunkt jagte den Nächsten

    Fast das ganze Dorf war am Wochenende auf den Beinen, um 1250 Jahre Frei-Laubersheim zu feiern. Hierfür hatten die Organisatoren, insbesondere das Ehepaar Regina und Georg Gerten, ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das drei Tage lang eigentlich nur starke Punkte bot. Dabei kamen Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten. Da war es schade, dass Innenstaatssekretär Günter Kern eher eine Allerweltsrede hielt und gar nicht auf die Besonderheiten der rheinhessischen Gemeinde einging. Es mag nur ein Versprecher gewesen sein, aber als er dann statt Frei-Laubersheim die Gemeinde Waldlaubersheim nannte, war die Irritation groß.

    Das Wetter spielte anfangs nicht mit. Am Freitagabend gab es Dauerregen, und erst am Sonntag strahlte wieder die Sonne. Doch die Verantwortlichen hatten mit der Aufstellung eines großen Festzeltes vorgesorgt. Das Besondere: Das Festzelt erhob sich über den Röhrenbrunnen, der plötzlich mitten im Raum stand.

    Zum Auftakt des Festes gab es – typisch für die Weinbaugemeinde – Wein aus dem Fass. Danach wurden die Ausstellungen mit den historischen Fotos im Rathauskeller und im Obergeschoss des Rathauses die Fotoausstellung mit zeitgenössischen Fotos eröffnet. In seiner kurzen Begrüßung zum Festakt dankte Ortsbürgermeister Heinz Bergmann allen Verantwortlichen für ihr großes Engagement rund um das Jubiläum. Neben dem Ehepaar Gerten hatte insbesondere Ehrenbürger Ossi Stumpf manches erst finanziell möglich gemacht.

    Schon im Jahre 767 müssen die Frei-Laubersheimer großzügig gewesen sein, denn nur durch eine Frei-Laubersheimer Schenkung tritt die Gemeinde aus dem Dunkel der Geschichte hervor. Wie sich das vor 1250 Jahren abgespielt haben mag, zeigten der örtliche Spiel- und Unterhaltungsverein und Chorale Augustiniense aus Pfaffen-Schwabenheim.

    Weit in die Zukunft blickte Bürgermeister Peter Frey. „Ich hoffe, dass in 1250 Jahren ein Bürgermeister ebenso stolz auf Frei-Laubersheim blicken kann.“ Der Bürgermeister steht aber auch mit beiden Füßen in der Gegenwart und sieht Frei-Laubersheim mit seinen Einrichtungen wie Kita und Grundschule als idealen Ort für junge Familien an.

    Natürlich konnte Moderatorin Regina Gerten mit Weinkönigin Katharina Schrauth auch den Hochadel des Weins begrüßen. Begeistert von der rheinhessischen Gemeinde zeigte sich Landrätin Bettina Dickes: „Frei-Laubersheim ist ein Dorf, das lebt – der Ort ist ein Traum.“

    Umrahmt wurde der Festabend von Musik und Kabarett. Gerd Kannegieser strapazierte die Lachmuskeln, während Carmen Gabriel mit ihrer tollen Stimme begeisterte. Begleitet wurde sie dabei von Hans Schulze-Hartung. Zudem traten die „illuminierten Tanzgruppen“, Günter Jung, Marlies Malz und die ungarische Gruppe aus Nagyesztergár auf. Einer der Höhepunkte war am Sonntag der große Umzug mit 35 Zugnummern, bei dem die Geschichte der Gemeinde deutlich wurde und sich die örtlichen Vereine präsentierten. Aber auch das Feuerwerk am Samstagabend und die Auftritte der Showband Hunsrücker Spitzbuwe sowie der Gruppe Spontan begeisterten die Gäste. Am Sonntag standen die kleinen Besucher im Mittelpunkt. Unter anderem konnten sie Gesichter bemalen, den Röhrenbrunnen nageln, klöppeln oder Seile drehen.

    Die etwas Größeren vergnügten sich beim Fassanstich-Wettbewerb. Im Hof Zeiler konnte die Ausstellung von 17 farbigen Zeichnungen aus dem handgeschriebenen Rechenbuch von Johann Peter Gerlach betrachtet werden. Zudem gab es dort eine Powerpoint-Präsentation über die fast ausgestorbene Frei-Laubersheimer Birne.

    Im Dorfmuseum wurden Kaffee und Kuchen angeboten. Weiterhin hatte der Hof Markus Weber seine Tore geöffnet, wo Skulpturen zu sehen waren. Pünktlich zum Fest präsentierte Georg Gerten die Dorfchronik, die umfassend über die Geschichte der Gemeinde informiert (Hierzu folgt ein gesonderter Bericht).

    Von unserem Reporter Josef Nürnberg

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    Beim Umzug am Sonntag durch Frei-Laubersheim erinnerten Mitglieder der Theatergruppe (großes Foto) an die erste urkundliche Nennung der Gemeinde im Jahre 767. Ob schon damals zünftig gefeiert wurde wie die Dame mit Zylinder (Bild oben rechts) oder die Mitglieder des Spießbraten-Vereins (unten links) ist nicht bekannt. Die Frei-Laubersheimer Jugend genoss das Treiben auf der Gasse sichtlich.

    Fotos: Josef Nürnberg
    Bad Kreuznach
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