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    Dorfspaziergang: Wunsch nach Verkehrsberuhigung ist groß

    Volxheim ist eine typische Weinbaugemeinde. Wie die gesamte Verbandsgemeinde Bad Kreuznach gehört Volxheim zum Anbaugebiet Rheinhessen und nicht zur Nahe. Rheinhessen tragen die Volxheimer im Herzen, folgerichtig tendiert der Ort im Zuge der Kommunalreform zur Fusion mit der Verbandsgemeinde Wöllstein. „Aber wir wollen im Kreis Bad Kreuznach bleiben“, betont Ortsbürgermeister Norbert Antweiler beim Dorfspaziergang mit dem „Oeffentlichen“.

    Volxheim - Volxheim ist eine typische Weinbaugemeinde. Wie die gesamte Verbandsgemeinde Bad Kreuznach gehört Volxheim zum Anbaugebiet Rheinhessen und nicht zur Nahe. Rheinhessen tragen die Volxheimer im Herzen, folgerichtig tendiert der Ort im Zuge der Kommunalreform zur Fusion mit der Verbandsgemeinde Wöllstein. „Aber wir wollen im Kreis Bad Kreuznach bleiben“, betont Ortsbürgermeister Norbert Antweiler beim Dorfspaziergang mit dem „Oeffentlichen“.

    Von Camilla Härtewig


    Der Rundgang startet mit einer Besichtigung des gemeindeeigenen Kindergartens – Antweilers ganzer Stolz. Noch vor drei Jahren besuchten den Kindergarten nur noch acht Mädchen und Jungen. Mittlerweile sind es wieder 36. Eine zweite Gruppe wurde eröffnet und Ganztagsbetrieb von 7.15 bis 16 Uhr eingeführt. Zudem können Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. 80 000 Euro wurden in die Umbaumaßnahmen investiert. Das alles und die guten pädagogischen Konzepte der Erzieherinnen haben die Attraktivität der Einrichtung gesteigert – auch Kinder von den umliegenden Gemeinden besuchen die Kita.
    Doch das ist nicht alles, was in Volxheim in jüngster Zeit investiert wurde: Auch das DSL-Netz ist für 10 000 Euro ausgebaut, ein Buswartehäuschen in der Kreuznacher Straße ist errichtet und mit der Sanierung des Marktplatzes ist begonnen worden. Gleichzeitig, so Antweiler, steigen die Schulden, Rücklagen sind keine da, und die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind nicht üppig. Denn das Gewerbegebiet sowie die ansässigen Firmen sind klein. Etwas Geld kam in die Kasse durch fünf gemeindeeigene Bauplätze, die innerhalb der letzten fünf Jahre verkauft wurden. Damit ist das Tafelsilber aber auch aufgebraucht. Doch die Gemeinde hat noch einiges vor der Brust.
    Sorgenkind Nummer eins ist der Sportplatz, der für 250 000 Euro saniert werden muss. In der Tat: Der Hartplatz ist in miserablem Zustand, überall wächst Gras. Vom Traum Kunstrasenplatz muss sich Antweiler verabschieden. „Der Spielbetrieb ist zu gering, da gibt es keine Zuschüsse.“ Mehrere Straßen müssen zudem erschlossen werden, und die Dachsanierung der Pausenhalle im Kindergarten ist für dieses Jahr eingeplant. Auch der Marktplatz mit de Freiheitslinde, eingerahmt von schmucken Fachwerkhäusern, soll weiter verschönert werden. Die beiden Kirchen der Gemeinde sind wahre Schmuckstücke des Barock, das katholische Gotteshaus hat gerade einen neuen Glockenturm bekommen.
    Antweiler geht weiter zur Kreuznacher Straße. Die lange Gerade zwischen Hackenheim und Wöllstein verführt geradezu zum Rasen. Ein Thema, das ihn schon lange umtreibt. Vor vielen Jahren sind hier ein Kind und ein Erwachsener umgekommen. „Wir brauchen hier dringend eine Verkehrsberuhigung“, betont er. Die Gefahr für Fußgänger, aber auch die Lärmbelastung für die Anlieger sieht er als unzumutbar an. Ortskundige nutzen die Strecke als Abkürzung und sparen sich einen vier Kilometer Umweg über die B 41. Lkw-Verkehr ist verboten, doch auch daran halten sich viele nicht. „Wir haben zwar eine Ampel bekommen, aber die steht immer auf Grün“, ereifert er sich. Sein Wunsch: Eine Kontaktschwelle. Fährt einer zu schnell, soll sie automatisch auf Rot umschalten. Das sei zu teuer, wurde ihm von den zuständigen Straßenbehörden signalisiert. Und das, obwohl die Gemeinde bereit ist, sich an den Kosten zu beteiligen. Und Beigeordnete Roswitha Basting-Göttelmann ergänzt bitter: „Dafür ist der Unfallschwerpunkt nicht groß genug, wurde uns gesagt.“ Radarkontrollen werden zwar ab und an durchgeführt. Helfen tut dies aber auch nicht.
    Vandalismus wird leider immer mehr zum Problem in Volxheim. Jüngst haben zwei Kinder Mülltonnen angezündet. Aber auch Scheiben werden eingeschlagen, Zäune zerstört, Mülltonnen umgeworfen und Spielplatzgerätschaften angesägt. Der Ortschef und seine Beigeordnete schütteln nur noch den Kopf. Die Kosten dafür muss die Gemeinde zahlen, letztlich aber die Einwohner.
    Im Ort hat der Bäckerladen vergangenes Jahr geschlossen, Arzt oder Apotheke sucht man vergebens. Aber ein kleines Lebensmittelgeschäft hält wacker die Stellung. „Gerade die älteren Mitbürger können dort das Nötigste einkaufen. Und wenn sie was nicht haben, dann besorgen sie es auch gerne auf Bestellung“, so der Ortschef. Die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten aber sind kein Hemmschuh. Wöllstein liegt in zwei Kilometer Entfernung, Bad Kreuznach ist auch schnell zu erreichen, Volxheim liegt verkehrsgünstig und hat seit den 1980er-Jahren mehrere Neubaugebiete erschlossen. So ist die Einwohnerzahl in den vergangenen 30 Jahren um mehr als 300 gestiegen.Obwohl der Großteil der 1100 Einwohner zur Arbeitsstelle pendelt, gibt es noch acht Vollerwerbswinzer und einige Feierabendwinzer im Ort.
    Alle sechs Jahre nimmt die Gemeinde am Weinfest der Verbandsgemeinde als Austragungsort teil. Gefeiert wird gerne in Volxheim – von der Kirmes und Tanz in den Mai über die die Oldie-Night, bis zu Tanzshows, meist finden diese Zusammenkünfte am Marktplatz oder in der Kultur- und Sporthalle statt. In letzterer trainieren und treffen sich auch die meisten der 16 Vereine und Verbände.

    Bad Kreuznach
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