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    Bad Kreuznach

    Dehoga-Chef vor Arbeitsgericht: Überstunden im Hotel nicht ausgezahlt?

    Ungemach bereiten derzeit zwei ehemalige Mitarbeiter von Haumanns Hotel am Park in Bad Münster am Stein-Ebernburg ihrem Ex-Chef Gereon Haumann. Die beiden Servicekräfte klagen vor dem Arbeitsgericht gegen den Hotelier und Präsidenten des Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Sie arbeiteten von Februar 2016 bis 31. Januar 2017 in dem 24-Zimmer-Hotel in der Kurhausstraße 6, zu dem auch eine Ferienwohnung gehört.

    Zwei ehemalige Mitarbeiter von Haumanns Hotel am Park klagen vor dem Arbeitsgericht gegen Inhaber Gereon Haumann.  Foto: Josef Nürnberg
    Zwei ehemalige Mitarbeiter von Haumanns Hotel am Park klagen vor dem Arbeitsgericht gegen Inhaber Gereon Haumann.
    Foto: Josef Nürnberg

    Bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Bad Kreuznach (Auswärtige Kammern des Arbeitsgerichtes Mainz) gab es gestern keine schnelle einvernehmliche Lösung. Die beiden Klagen werden separat verhandelt, die Ex-Mitarbeiter machen aber identische Ansprüche geltend.

    Hier strahlte er noch: Dehoga-Präsident Gereon Haumann beim Richtfest für den Neubau der neuen Dehoga-Zentrale in Bad Kreuznach mit (von links): Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, Staatssekretärin Daniela Schmitt und Landrätin Bettina Dickes. 
    Hier strahlte er noch: Dehoga-Präsident Gereon Haumann beim Richtfest für den Neubau der neuen Dehoga-Zentrale in Bad Kreuznach mit (von links): Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, Staatssekretärin Daniela Schmitt und Landrätin Bettina Dickes. 
    Foto: Marian Ristow

    Aus ihrer Sicht wurde ihnen von ihrem damaligen Arbeitgeber das Entgelt für rund 600 Überstunden jeweils nicht ausbezahlt, und sie machen eine Entschädigung für 16 Urlaubstage geltend, die ihnen noch zugestanden hätten, führte Rechtsanwalt Peter Kröll aus, der die ehemaligen Mitarbeiter von Haumanns Hotel vertritt.

    Die Kläger beanstanden die von ihrem Ex-Chef vorgelegte Abrechnung mit monatlich 50 Minusstunden als fehlerhaft. Ihr ehemaliger Arbeitgeber, der nicht an der Verhandlung teilnahm, sieht dagegen die Höhe der Überstundenrechnung, die ihm präsentiert wird, als „utopisch“ an. So formulierte es Rechtsanwalt Boris Maskow, der Haumann vertritt. Er trug dagegen vor, dass die Überstunden vom Arbeitgeber nie angeordnet wurden und, dass er sie auch weder geduldet, noch gebilligt hätte.

    Die beiden Mitarbeiter hätten zu Beginn der Arbeitsverhältnisse Stundenbücher erhalten, in die sie die geleisteten Arbeitsstunden eintragen sollten, erklärte der Anwalt. „Sie wurden aufgefordert, die Stundenbücher einzureichen. Das ist bisher nicht passiert“, so Maskow. Aus der Sicht seines Mandanten legen die beiden früheren Beschäftigten jetzt „wilde Zettelsammlungen“ vor, um ihre Ansprüche zu begründen. Anwalt Maskow räumte allerdings ein, dass eine Liste, in der die Arbeitsstunden der beiden Servicekräfte festgehalten wurden, „vielleicht“ von der Lebensgefährtin Haumanns erstellt und geführt wurde.

    Laut den Klägern hatte ihr Ex-Chef bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses diese Liste zunächst auch zurate gezogen, um eine einvernehmliche Lösung für eventuell noch bestehende Ansprüche zu finden. Dazu kam es allerdings nicht. Die ehemaligen Mitarbeiter wurden nach Tarif mit einem Stundenlohn von 9 Euro brutto entlohnt. Sie beanstanden auch die Abrechnungsmodalitäten für die betriebliche Altersversorgung und für Kost und Logis. In dem Hotel hatten sie ein Zimmer zur Übernachtung sowie die Verpflegung frei. Jetzt haben beide Seiten Zeit, ihre Ansprüche, beziehungsweise ihre Einwände gegen die Klage schriftlich darzulegen. Richterin Dorothee Feldmeier bestimmte einen weiteren Verhandlungstermin, der am Donnerstag, 18. Januar, um 10 Uhr stattfinden soll. Christine Jäckel

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