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Bad Kreuznach

Decke im neuen Gerichtssaal abgestürzt: Pannenserie im Neubau reißt nicht ab

Christine Jäckel

Die Liste der technischen Mängel im neuen Justizzentrum an der John-F.-Kennedy-Straße 17 in Bad Kreuznach wird immer länger. Nachdem sich Anwälte und Besucher des erst im September vergangenen Jahres bezogenen Behördenhauses über völlig unzulängliche Mobilfunkverbindungen beschwert hatten, schwächelte bei zweistelligen Minusgraden im Außenbereich auch noch die Heizungsanlage im dritten Stock des Justizzentrums, in dem die Staatsanwaltschaft untergebracht ist.

Im Bad Kreuznacher Justizneubau werden immer neue Baumängel entdeckt. Nachdem bei Frost die Heizung teils versagte, stürzten jetzt Teile einer Deckenverkleidung herab. Verletzt wurde niemand.
Im Bad Kreuznacher Justizneubau werden immer neue Baumängel entdeckt. Nachdem bei Frost die Heizung teils versagte, stürzten jetzt Teile einer Deckenverkleidung herab. Verletzt wurde niemand.
Foto: Christine Jäckel

Auch bei der Bedienung der Lüftungs- und Lautsprecheranlagen in den Gerichtssälen gibt es immer wieder Probleme, und der Handlauf im öffentlich zugänglichen Treppenhaus hatte im ersten Anlauf gar nicht die vorgeschriebene Höhe und musste daher nachgebessert werden.

Wie der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung dem Oeffentlichen Anzeiger auf Anfrage bestätigte, gibt es nun auch noch Probleme mit der Deckenverkleidung in den Gerichtssälen. Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen hatte sich im Saal 8 ein Teil der hölzernen Deckenpaneele gelöst. Etwa ein bis anderthalb Quadratmeter Deckenverkleidung fielen daraufhin herab. Menschen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden.

Bei der anschließenden Überprüfung der gesamten Decken des neuen Justizgebäudes wurden an mehreren Stellen Verformungen an den Paneelen festgestellt, so im Schwurgerichtssaal und in drei weiteren Gerichtssälen. Betroffen sind allem Anschein nach ausschließlich die Verhandlungsräume im Erdgeschoss. Zur Absicherung hat eine Firma am Dienstag und am Mittwoch die Decken in allen vier Sälen durch eine Hilfskonstruktion gesichert. Als Verstärkung wurden Holzleisten an der Decke angebracht, um weitere Ablösungen der Paneele zu verhindern. Ob es sich um einen baulichen Mangel handelt, ist bislang noch nicht eindeutig festgestellt. Wie das Problem langfristig gelöst werden soll, wird nach Ermittlung der Mängelursache entschieden. Für den aktuellen Betrieb rechnet der LBB derzeit nicht mit weiteren Einschränkungen.

Für die mangelhafte Leistung der Heizungsanlage im dritten Stock des Gebäudes konnte bisher auch noch keine Ursache festgestellt werden. Ausgerechnet während der besonders frostigen Tage Ende Februar/Anfang März war in einem Teil der Büros, in den Toiletten und in einem Kopierraum im dritten Obergeschoss des Gebäudes ein Teil der Heizkörper nicht warm geworden. Nach Auskunft des LBB funktionieren die Heizkörper inzwischen zwar wieder. Warum allerdings die Wärmeversorgung zeitweise nicht funktionierte, ist noch nicht bekannt.

Von unserer Reporterin Christine Jäckel

Bad Kreuznach
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