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    Bad Kreuznach

    Das Salinental: Probleme und Perspektiven –  Diskussion über Kombibad ist verstummt

    Im Frühjahr 2018 soll der Bau des Kombibades im Salinental beginnen. Die Entwürfe liegen vor, der Streit darüber ist längst verstummt. Für Carsten Pörksen, SPD-Stadtrat und Aufsichtratsmitglied der Badgesellschaft, kam es schon überraschend, dass die Diskussion so schnell „abgeebbt, völlig weg ist“. „Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen erwarten, dass endlich etwas passiert“, vermutete er bei einem Vororttermin der Kreuznacher SPD.

    Die Bad Kreuznacher Sozialdemokraten befassten sich vor Ort mit der weiteren Entwicklung des Salinentals. GuT-Geschäftsführer Michael Vesper (2. von links) übernahm die Führung.  Foto: Harald Gebhardt
    Die Bad Kreuznacher Sozialdemokraten befassten sich vor Ort mit der weiteren Entwicklung des Salinentals. GuT-Geschäftsführer Michael Vesper (2. von links) übernahm die Führung.
    Foto: Harald Gebhardt

    Mit einer Tour durchs Salinental beendeten die Sozialdemokraten – Mitglieder der Partei, des Stadtverbandsvorstandes und der Ratsfraktion – ihre Sommerpause. „Nach ein paar Wochen ohne Politik wollen wir das Ganze wieder zum Laufen bringen“, erklärte Fraktionschef Andreas Henschel. Als Einstieg bot sich das Salinental an. Dort wird es in den nächsten Jahren einige Veränderung geben. Nicht nur der Bad-Neubau hat Auswirkungen auf das Salinental, so Henschel, es geht auch um die Perspektiven für den Tourismus.

    Michael Vesper, Geschäftsführer der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, übernahm die Führung. Für den Tourismus und die Naherholung ist das Salinental von zentraler Bedeutung, machte er klar. „Gott sei Dank kommt nun ein zeitgemäßes neues Bad. Für die Attraktivität des Mittelzentrums ist das entscheidend. Es ist aber keine ferntouristische Einrichtung.“ Als „weißer Fleck“ stellt sich für ihn momentan noch die Außengestaltung um das Kombibad dar. „Ein Konzept fehlt da noch. Und das muss zeitnah entwickelt werden“, fordert er. Für Pörksen ist das Bad und seine Architektur ein Gewinn. Der Platz vor dem Eingang wird größer, die terrassenförmige Gestaltung bezieht das Wasserrad mit ein. Auch die Bäume bleiben alle erhalten.

    „Passt in die Landschaft wie ein Chamäleon“, findet Bürgermeister und Kämmerer Wolfgang Heinrich. Das Modell der Architekten Krieger Velberter bekam den Zuschlag. Markant: Der Knick in der Dachkonstruktion im Bereich des Hallenbades.  Visualisierung: Badgesellschaft
    „Passt in die Landschaft wie ein Chamäleon“, findet Bürgermeister und Kämmerer Wolfgang Heinrich. Das Modell der Architekten Krieger Velberter bekam den Zuschlag. Markant: Der Knick in der Dachkonstruktion im Bereich des Hallenbades. Visualisierung: Badgesellschaft
    Foto: Marian Ristow

    Pörksen ist auch fest davon überzeugt, dass das Freibad zwei Jahre geschlossen werden muss. Zu der Großbaustelle parallel ein Bad zu betreiben, hält er für schwierig, weil man, abgesehen vom Sicherheitsaspekt, auch die Technik vorhalten muss. Ziel ist, dass das neue Kombibad Ende 2019 fertig ist. „Wenn es aber Frühjahr 2020 wird, dann ist es eben so“, bleibt er gelassen.

    Durch das zusätzliche Hallenbad werden nach Auffassung von Pörksen nicht mehr Parkplätze im Salinental benötigt, gleichwohl bleibt die Verkehrssituation dort schwierig. Ideen gibt es zwar, wie eine Stärkung des ÖPNV (so fehlen Busparkplätze), ein Schwimmbad-Ticket oder Tempo 30. Doch: Ob und was davon umgesetzt wird, ist offen. Zumal nicht die Stadt für den ÖPNV zuständig ist, sondern eine private Gesellschaft.

    Das Salinental hat auch ohne die Neubauprojekte noch andere Baustellen: So ist es nur von Bad Münsterer Seite barrierefrei zu erreichen. An einem barrierefreien Zugang von der Bad Kreuznacher Seite und einem „Rollweg“ (für Rollstuhlfahrer geeignet) wird noch gearbeitet. Aus dem Programm Tourismus für alle gibt es dafür Fördermittel bis zu 80 Prozent, so Vesper. Nur müsse man dafür bald in die Gänge kommen. Das Ganze gestaltet sich aber eher mühsam, auch weil viele Behörden mit im Boot sind, so Vesper – Wasserbehörde, Naturschutz etwa oder der Denkmalschutz. Zu einer barrierefreien Verbindung von Kurpark zur Kurpark gehören auch Beleuchtung, Beschilderung sowie öffentliche Toiletten und ein Behinderten-WC. Diese sollen nun am neuen Kombibad gebaut werden.

    Ein weiterer Punkt aus dem Masterplan Salinental, der auf Vespers Wunschliste ganz oben steht, ist ein Naheuferweg am Freibad entlang. Dafür müsste man aber einen neuen Weg schaffen, der wiederum aus Naturschutzgründen nicht im Schilf liegen darf. Derzeit ist eine Arbeitsgruppe dabei, ein Konzept zu entwickeln. „Genial realisieren“ ließe sich nach seiner Auffassung auch ein Wasserspielplatz auf der frei gewordenen Fläche der früheren Kleingärten. Das würde das Salinental gerade auch für Familien attraktiv machen. Schließlich steht die Sanierung von drei Gradierwerken im Zeitraum von fünf Jahren an, die zm Denkmalschutzensemble gehören und deren Betonwannen schwer beschädigt sind. Die Gesamtkosten liegen bei 2 Millionen Euro.

    Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

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