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    Bad Kreuznach

    Das Glenn Miller Orchestra lässt die Vierziger aufleben

    Zunächst wollte der Funke nicht so recht überspringen. Doch nach der Pause zeigte sich die Big Band um Wil Salden wie verwandelt - und riss das Publikum mit sich.

    Der Glenn-Miller-Sound im Parkhotel Kurhaus in Bad Kreuznach: Mit seinem 15 Mann starken Orchester und Sängerin Ellen Bliek begeisterte der niederländische Komponist Wil Salden (links) das Publikum vo
    Der Glenn-Miller-Sound im Parkhotel Kurhaus in Bad Kreuznach: Mit seinem 15 Mann starken Orchester und Sängerin Ellen Bliek begeisterte der niederländische Komponist Wil Salden (links) das Publikum vo
    Foto: Robin Brand

    Bad Kreuznach - Zunächst wollte der Funke nicht so recht überspringen. Doch nach der Pause zeigte sich die Big Band um Wil Salden wie verwandelt - und riss das Publikum mit sich.

    Ein 15 Mann starkes Orchester und dazu eine Sängerin – mehr braucht Wil Salden nicht, um den Sound und das Lebensgefühl der 40er-Jahre aufleben zu lassen. Bewiesen hat er das bei seinem Auftritt am Samstag im Parkhotel Kurhaus in Bad Kreuznach. „Mein Ziel ist es das Publikum mit dem Big Band Sound zu begeistern", formuliert Salden seinen Anspruch. Das Orchester, bestehend aus einem Schlagzeuger, einem Bassisten, vier Trompetern, vier Posaunisten und fünf Saxofonisten, interpretierte punktgenau bekannte Klassiker wie die „Moonlight Serenade" oder „Little Brown Jug". Dazwischen lockerte Salden die Setlist immer wieder mit weniger bekannten Stücken wie dem „V-Hop" auf. Ein Song, der vor allem live selten zu hören ist, da er für die meisten Big Bands einfach „zu schwer ist", wie Salden das Publikum nicht ohne Stolz wissen ließ. Warum das so ist, verstand spätestens nach Frank Jacobis halsbrecherischem Saxofon-Solo jeder. Auf nahezu 30 Jahre Bühnenerfahrung mit dem Glenn-Miller-Orchestra kann Wil Salden mittlerweile zurückblicken, über 4000 Konzerte in Europa – das hörte man. Auch bei den komplizierteren Stücken saß jeder Ton. Neben den Solisten und dem Zusammenspiel des Orchesters konnte auch Sängerin Ellen Bliek mit ihrer ausdrucksstarken Interpretation Ella Fitzgeralds überzeugen – und trotzdem wollte der Funke zunächst nicht so recht überspringen.

    Das lag vor allem am routinierten Auftritt des Ensembles: technisch perfekt, aber irgendwie emotionslos spielten die Interpreten ihren Part. Entsprechend war die Stimmung des Publikums zur Pause im gut zur Hälfte gefüllten Saal: den angetanen Gesichtsausdrücken standen ebenso viele ratlose gegenüber. Doch das sollte sich ändern. Vielleicht lag es an den neuen roten Fliegen – vor der Pause trugen Salden und Co. weiß – irgendetwas beflügelte die Band, als sie die Bühne wieder betrat. Zur technischen Perfektion gesellte sich nun auch Spielfreude und ungezwungene Interaktion mit dem Publikum. Die Ratlosigkeit im Saal war wie weggeblasen. Mit Standing Ovations verabschiedete das Publikum die Band, als diese den Auftritt gegen 22.30 Uhr beendete. Und so wurde Wil Salden zumindest mit der zweiten Hälfte des Konzerts seinem Anspruch gerecht. Er hinterließ ein begeistertes Publikum und bewahrte einmal mehr den Sound des legendären Komponisten Glenn Miller, der 1944 spurlos verschwunden war.

    Robin Brand

    Bad Kreuznach
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