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    Dalburg könnte bald gesichert sein -  Meditationspunkt auf dem Hildegardweg geplant

    Frisches Brot aus dem Gemeindebackes und Met, traditionelles Handwerk und authentische Rittergewänder gehörten zum Angebot beim Tag des offenen Denkmals auf der Dalburg. Nach der Hiobsbotschaft im Frühjahr, als der innere Burghof wegen Einsturzgefahr gesperrt werden musste, brachte Landrätin Bettina Dickes als kleinen Lichtblick die Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro zum Burgfest mit.

    Ein Ritter musste schon recht kräftig gebaut sein, um sich auch in voller Montur noch flink bewegen zu können. David Cornish (rechts) legt einem Burgfestbesucher die gewichtige Ausrüstung an. 
    Ein Ritter musste schon recht kräftig gebaut sein, um sich auch in voller Montur noch flink bewegen zu können. David Cornish (rechts) legt einem Burgfestbesucher die gewichtige Ausrüstung an. 
    Foto: Christine Jäckel

    Diesen Grundstock für die insgesamt veranschlagten 477 000 Euro, die für die Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, nahm Ortsbürgermeister Dirk Ballhorn gern an. Er verband dies mit der Hoffnung, dass weitere Mittel von Bund und Land kommen.

    Da er wegen der Vorbereitungen zum Burgfest nicht an der Eröffnung des Hildegardwegs am Vortag hatte teilnehmen können, hatte ihm Dickes zudem eine Flasche Hildegard-Wein mitgebracht. Die Dalburg ist mit dem neuen Pilger- und Wanderweg verknüpft, denn in der vom Einsturz bedrohten Antoniuskapelle soll ein Meditationspunkt entstehen. Die Ortsgemeinde hat bereits einen Architekten beauftragt, der mit einem Sachverständigen die Burgruine begutachtet hat. Danach wurden die Kosten für die Sicherung geschätzt.

    „Eine solche Summe kann die 230-Einwohner-Gemeinde Dalberg natürlich nicht stemmen“, sagte Ballhorn der darauf hofft, dass man auch die Deutsche Stiftung Denkmalpflege mit ins Boot holen kann. Den bei Bundes- und Landesmitteln müsste die Gemeinde einen für ihren Etat utopischen Eigenanteil aufbringen.

    Etwa um die Zeit, als die Nonne und Magistra Hildegard vom Disibodenberg aufbrach, um mit ihrer Gemeinschaft in Bingen ein neues Kloster zu gründen, ließ Godebold von Weyersbach die Dalburg im Gräfenbachtal errichten. Im 14. Jahrhundert übernahmen die Kämmerer von Worms die Burg, die fortan den Namenszusatz von Dalberg trugen. Heute ist sie im Besitz der Familie von Salm.

    Damit der geplante Meditationspunkt des Hildegardwegs in der Antoniuskapelle der Dalburg eingerichtet werden kann, sind Sicherungsarbeiten nötig. Derzeit sind Teile der Anlage wegen Einsturzgefahr gesperrt.
    Damit der geplante Meditationspunkt des Hildegardwegs in der Antoniuskapelle der Dalburg eingerichtet werden kann, sind Sicherungsarbeiten nötig. Derzeit sind Teile der Anlage wegen Einsturzgefahr gesperrt.
    Foto: Christine Jäckel

    Vor der Außenmauer der äußeren Burg hatten David Cornish und Jan Eckart von den Freien Rittern vom Soonwald ihr Lager aufgeschlagen. Als Schwertbruder David von Argyll half Cornish neugierigen Besuchern gern beim Anlegen von Kettenhemd und Helm, um sich in einen Ritters zu versetzen, der in die Schlacht zieht. 45 bis 50 Kilo wiegt so eine Montur einschließlich Waffe.

    Bei Korbmacher Helmut Georg aus Sankt Katharinen durften große und kleine Festgäste ausprobieren, wie man aus Weiden einen „Himmelsstürmer“ flicht. Die Chorinitiative Bad Sobernheim unterhielt die Besucher, die sich die deftigen und süßen Spezialitäten aus der Burgküche schmecken ließen.Wer das Backesteam in Aktion erleben will, sollte am 26. September „Hierzuland“ im SWR einschalten.

    Von unserer Reporterin Christine Jäckel

    Bad Kreuznach
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