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Bad Kreuznach

Comedian Matthias Jung erinnert an kleine Sophia

Ein Matthias Jung wie er leibt und lebt, begeisterte auf Einladung der im Februar 2017 in Bad Kreuznach gegründeten Sophia-Kallinowsky-Stiftung Montagabend sein Publikum im Gewölbekeller der Rotlay-Mühle mit seinem aktuellen Programm „Generation Teenietus – Pfeifen ohne Ende?!“.

Comedian Matthias Jung hatte alles im Griff. Er begeisterte mit seinem aktuellen Programm „Generation Teenietus“. Foto: Josef Nürnberg
Comedian Matthias Jung hatte alles im Griff. Er begeisterte mit seinem aktuellen Programm „Generation Teenietus“.
Foto: Josef Nürnberg

Dieser Abend dürfte den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben. Zum einen erlebten die Besucher den in Bad Kreuznach geborenen Autor, Komiker und Comedian Matthias Jung in bestechender Form. Zum anderen – und das war für manchen Gast vielleicht noch beeindruckender – mit Alexandra und Karsten Kallinowsky ein Stifterehepaar, dass trotz allen Leides um ihre verstorbene Tochter Sophia Stärke ausstrahlt und genau weiß, dass ihre Aufgabe darin liegt, dass Kindern mit der Diagnose Krebs in Zukunft vielleicht besser geholfen werden kann.

Dass das Paar nach vorne schaut, das spürten die Besucher auch in der Begrüßung von Karsten Kallinowsky. Der versprach einen tollen Abend im Rahmen der Rotlay Open und dankte allen Ehrenamtlern, die diesen Abend möglich gemacht hatten. Schließlich sollte am Ende ein guter Batzen Geld für die Stiftung übrig bleiben. Zu denen, die mit dazu beitrugen, dass einiges für die Stiftung abfiel, gehörte auch der Künstler selbst, der an diesem Abend als Schirmherr fungierte. Als Jung dann die Bühne betrat, zündete er ein Feuerwerk des Humors. Zunächst einmal bekamen die Männer ihr Fett weg, denn sie, so die Meinung des Künstlers – der schließlich auch Mann ist – kämen nie aus dem Teenie-Alter heraus.

Danach verriet er den Zuhörern gleich etwas über sich und warum er nicht Lehrer geworden sei. Zwar gäbe es zwei Gründe, Lehrer zu werden – nämlich die Ferienmonate Juli und August, aber denen stünden unüberwindbar die Problemkinder Kevin und Olivia gegenüber. Auch dem Internet konnte er Positives abgewinnen. Denn nun brauchen Eltern ihre Kinder nicht mehr zum Essen rufen, sondern müssen nur noch ihr WLAN anschalten. Jung wusste vom Anstieg badender Väter in der Nahe zu berichten, weil ihre pubertierenden Kinder das Bad nicht freigeben, und hegte die Furcht, dass die Pubertät irgendwann so früh beginnt, dass Jungs mit Bärten auf dem Bobbycar sitzen.

Auch mit dem Schulwissen ist es nicht mehr weit her. Immerhin wusste Jung, dass bei der Schlacht im Teutoburger Wald zwei Jägermeister beteiligt waren, die jedoch vom Weinbrand Mariacron besiegt wurden. Ein wenig Pech hatte da ein Teenager in der zweiten Reihe, der stets für alle Jugendsünden herhalten musste. Enttäuscht zeigte sich Jung von denen, die die Pubertät scheinbar überstanden haben. So von seinem Bruder, der so angepasst ist, dass er sonntags immer Tatort schaut und bei Rosamunde-Pilcher-Fimen Tränen in die Augen bekommt.

Doch Comedy war nur ein Teil eines hochinteressanten Abends im Gewölbekeller der Rotlay-Mühle. So wurde das Programm genussvoll mit Fingerfood von David Meinhard sowie von Weinen des Winzenheimers Steffen Meinhard, darunter auch der stiftungseigene Wein und Secco, abgerundet. Am Ende war es ein toller Abend, dessen Erlös der Sophia-Kallinowsky-Stiftung zufließt. Josef Nürnberg

Bad Kreuznach
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