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    Kreis Bad KreuznachBundestagswahl: KH-Kreis ist nur ganz schwach vertreten

    An Idar-Oberstein führt bei der Bundestagswahl am 24. September im Wahlkreis Bad Kreuznach-Birkenfeld kein Weg vorbei: Fünf der insgesamt acht Direktkandidaten kommen aus der Schmuckstadt. Wenn es um die Herkunft geht, sind es sogar sechs: Joe Weingarten (SPD), der in Bad Kreuznach geboren wurde und in Alsenz lebt, ist in Idar-Oberstein aufgewachsen – und zwar im Stadtteil Weierbach, in dem auch seine ärgste Konkurrentin Antje Lezius (CDU) ihre Wurzeln hat. Nur drei Bewerber wohnen nicht im Kreis Birkenfeld: Neben Weingarten sind das Herbert Drumm (Bad Kreuznach), der aber aus Baumholder stammt, und Nicole Höchst (AfD). Fazit: Der deutlich größere Kreis Bad Kreuznach ist extrem unterrepräsentiert.

    Lezius hatte bei der Wahl vor vier Jahren mit 41,4 Prozent der Stimmen überraschend das Direktmandat geholt und den favorisierten Fritz Rudolf Körper (37,6 Prozent) in den politischen Ruhestand geschickt. In dem befindet sich offenbar auch Einzelkämpfer Franz Jansen: Der bevorzugt in Militärmontur auftretende 81-jährige Stammkandidat aus Hoppstädten-Weiersbach hat sich diesmal nicht um die für eine Kandidatur notwendigen 200 Unterstützerunterschriften bemüht.

    Was Jansen bei früheren Wahlen locker gelang, hat ein Bewerber der Partei Die Einheit aus Birkenfeld bis zum Ende der Frist gestern um 18 Uhr nicht geschafft. So wird dem Kreiswahlausschuss in seiner Sitzung am Freitag, 28. Juli, um 17 Uhr in der Kreisverwaltung Birkenfeld nichts anderes übrig bleiben, als ihn abzulehnen. Mit ihm wären es wie vor vier Jahren neun Direktkandidaten gewesen, so sind es acht: Neben der Unternehmensberaterin Antje Lezius (57) und dem Abteilungsleiter im Mainzer Wirtschaftsministerium, Joe Weingarten (55), die den Sieg im Wahlkreis 201 unter sich ausmachen werden, gehen noch Studiendirektor a. D. Herbert Drumm (68/Freie Wähler), die Regierungsschuldirektorin Nicole Höchst (47/AfD), der Mineraloge Lothar Ackermann (63/FDP), die Verwaltungsfachangestellte Christiane Wayand (35/Grüne), die Renternin Manuela Holz (52/Linke) und der Altenpfleger Leander Hahn (21/ÖDP) auf Stimmenfang.

    Das Duell zwischen Lezius und Weingarten verheißt Spannung, auch wenn der SPD-Kandidat nicht mehr auf den Schulz-Effekt hoffen kann. Da beide keine sicheren Listenplätze haben, müssen sie den Wahlkreis gewinnen. Den aussichtsreichsten Platz für ein Ticket nach Berlin hat AfD-Kandidatin Höchst (Platz 4) – sofern die von einem gescheiterten Kandidaten angefochtene Landesliste gültig bleibt. Drumm steht gar auf Platz 1 der Landesliste: Er ist sicher drin, wenn die Freien Wähler die 5-Prozent-Hürde nehmen. Kreiswahlleiter ist turnusgemäß der Birkenfelder Landrat Matthias Schneider.

    Von Kurt Knaudt

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