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Simmertal

Bürger kritisieren Spehs Bürgerhaus

Braucht das Dorf ein Bürgerhaus? Wo soll es errichtet werden? Was wird es kosten? Gibt es Alternativen zu einem Neubau? Dies waren die vier zentralen Fragen der Bürgerversammlung zu diesem Thema. 50 Simmertaler und der Gemeinderat trafen sich im evangelischen Gemeindehaus.

Simmertal. Braucht das Dorf ein Bürgerhaus? Wo soll es errichtet werden? Was wird es kosten? Gibt es Alternativen zu einem Neubau? Dies waren die vier zentralen Fragen der Bürgerversammlung zu diesem Thema. 50 Simmertaler und der Gemeinderat trafen sich im evangelischen Gemeindehaus.

Ortsbürgermeister Werner Speh wies darauf hin, dass Räumlichkeiten fehlten, seitdem der Kindergarten auf vier Gruppen aufgestockt und der bisherige Sitzungssaal des Gemeinderats zum Turnraum umfunktioniert wurde – auch einigen Vereinen und dem Volksbildungswerk. Es bestehe akuter Handlungsbedarf. Speh berichtete, dass von 23 Vereinen und Gruppierungen im Dorf nur zwei eigenen Versammlungsraum hätten. Eine Gemeinde habe die Verpflichtung, das kulturelle Angebot zu bewahren.
Simmertal habe sich 2010 zur Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes entschlossen: „Wir können zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde sollte mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie das alte Feuerwehrhaus zum Bürgerhaus aus- und umbaue und durch Grundstückszukäufe die Parkplatzsituation entschärfe. Hierfür wurde bereits im Oktober 2010 ein inzwischen genehmigter Förderantrag ans Land gestellt. Speh hofft, dass andere Grundstückseigner im Ortskern dann auch mit Sanierungen beginnen. „Wir wollen keinen Luxus. Es soll ein zweckmäßiger Raum werden, der den nötigen Bedarf abdeckt“, steckte er die Marschroute ab.
Eine Alternative zum Feuerwehrhaus sei das evangelische Gemeindehaus. Mit Pfarrer Gunter Braun wurden bereits Gespräche geführt. Ergebnis: Eine gemeinsame Nutzung des Hauses an der Pfarrer-Raquot-Straße scheitere an Interessenkonflikten. Miete man die Keller an, sei dies ein Rückschritt, so Speh: Es gehe nicht, dass der Gemeinderat „noch mal 30 Jahre in Kellerräumen“, wie vorher denen des Kindergartens, tagen müsse.
Bürgermeister Werner Müller riet, das Projekt Bürgerhaus sofort auf den Weg zu bringen. Ein Kirner Architektenbüro habe Kosten von rund 650 000 Euro ermittelt, wovon man rund 312 000 Euro über Landesförderung erhalten würde. Weitere Zuschüsse aus dem Dorferneuerungstopf seien möglich. Die Neuverschuldung des Dorfes betrage dennoch nicht mehr als 85 000 Euro, rechnete VG-Kämmerer Theo Christ vor.
Die Bürger kritisierten, dass die Mitnutzung des evangelischen Gemeindehauses ungenügend geprüft worden sei und dass allgemein zu wenige Informationen zum Projekt vorlägen. Einige zeigten sich besorgt über eventuell steigende Baukosten. Speh legte sich schon fest: Nur ein Bürgerhaus im Feuerwehrhaus käme in Frage.

Am Montag, 28. Februar, diskutiert der Ortsgemeinderat um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus über den Bau des Bürgerhauses.

Kirn
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