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Bingen

Boom in der Automatenbranche: 6200 Betriebe werben um Azubis

Er ist einer der jüngsten Ausbildungsberufe: Erst seit 2008 gehört Automatenfachmann/-frau zu den staatlich anerkannten Ausbildungen mit IHK-Abschluss. Bundesweit gibt es dafür nur sechs Berufsschulen – eine in Bingen.

Foto: picture alliance

Was macht diesen Ausbildungsberuf so außergewöhnlich? Der Zutritt zu Spielhallen ist erst ab 18 erlaubt – und das gilt auch für Azubis. Sie sind bei Ausbildungsstart in der Regel volljährig. „Deshalb beginnen diese Ausbildung überdurchschnittlich häufig Jugendliche, die keinen ,geraden' Lebenslauf haben und erst mit 18 ihren beruflichen Weg finden“, erklärt der Dachverband Deutsche Automatenwirtschaft. „Aus schulschwächeren Jugendlichen werden oft starke Azubis“, so der Verband.

Er wirbt um Nachwuchs in einer „zukunftssicheren“ Branche, die seit 2008 mehr als 900 Azubis hervorgebracht hat. Die Karrieremöglichkeiten seien vielfältig, und das nicht nur in der Glücksspielbranche: Der Beruf befähige, mit jeglicher Automatenart, wie Getränke-, Fahrkarten oder Passbildautomaten, zu arbeiten. 2017 gab es laut Bundesagentur für Arbeit keinen einzigen arbeitslosen Automatenfachmann/-frau, erklärt der Dachverband.

Deutschlandweit würden Azubis gesucht. Und weil Automaten im Trend lägen und zu den knapp 2 Millionen Geräten aller Art immer mehr hinzukämen, seien die Übernahmechancen gut.

Die Automatenbranche zählt laut Dachverband über 6200 mittelständische Unternehmen, wovon mehr als 5000 auf die drei Ebenen (Industrie, Großhandel, Automatenaufstellung) mit rund 90.000 Beschäftigten. Davon entfallen auf die gewerbliche Unterhaltungsautomatenwirtschaft 70.000 Mitarbeiter (davon 75 Prozent Frauen).

Die Gesamtumsätze der gewerblichen Unterhaltungsautomatenwirtschaft auf allen drei Ebenen betrugen 2017 netto rund 6,777 Milliarden Euro. Insgesamt setzte die Automatenbranche 2017 mehr als 12 Milliarden Euro um.

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