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    Bad Sobernheim

    Bombendrohung legt Sobernheimer Polymer-Chemie lahm

    Sie ging Dienstagabend telefonisch ein: die Bombendrohung, die den Mitarbeitern der Polymer-Chemie einen gehörigen Schrecken einjagte. Am Ende erwies sich alles als Finte.

    Der Komplex der Polymer-Chemie (untere Bildhälfte) am Bad Sobernheimer Gefach: Mit einer Bombendrohung legte ein Unbekannter die Produktion des Spezialkunststoffe herstellenden Unternehmens lahm; betroffen waren die Hallen 3 (auf der anderen Bahnseite neben dem Kfz-Zulieferer Hay) und 4.
    Der Komplex der Polymer-Chemie (untere Bildhälfte) am Bad Sobernheimer Gefach: Mit einer Bombendrohung legte ein Unbekannter die Produktion des Spezialkunststoffe herstellenden Unternehmens lahm; betroffen waren die Hallen 3 (auf der anderen Bahnseite neben dem Kfz-Zulieferer Hay) und 4.
    Foto: Polymer GmbH

    Doch bis dahin waren Teile des Spezialkunststoff-Komponenten produzierenden Unternehmens über Stunden blockiert.

    Der Anruf kam um 23.45 Uhr: Er habe eine Bombe im Werk platziert, so der Unbekannte, nach dem Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei seither fieberhaft fahnden.

    Die Verantwortlichen der Polymer-Chemie reagierten, ohne zu zögern. Sie schickten die 50 Mitarbeiter der beiden Hallen 3 (PVC-Lohnfertigung) und 4 (Polyblend) nach Hause – und schalteten die Maschinen allesamt ab. Eine Unterbrechung, die fünf Stunden dauern sollte.

    Danach war es an neun Polizisten aus Kirn, Bad Kreuznach und Mainz, beide Produktionshallen zu durchsuchen. Die anfängliche Annahme, es seien auch Spürhunde der Polizei eingesetzt worden, erwies sich später als falsch. „Die Tiere bewegen sich am Boden, womit wir nur einen kleinen Teil der sehr hohen Gebäude abgedeckt hätten", erklärte der Bad Kreuznacher Kripo-Chef Stephano Borrero Wolff am Mittwochmorgen auf Anfrage des „Oeffentlichen" den Verzicht auf den Einsatz der ausgebildeten Vierbeiner.

    Am Ende der intensiven Durchsuchung stand das erleichternde Ergebnis: nichts gefunden, alles nur eine Drohung, mehr nicht. Wären die Polizisten tatsächlich auf eine Bombe gestoßen, hätten Experten des Landeskriminalamts Mainz den Sprengkörper entfernt, so Borrero Wolff weiter; bei Kriegsbomben rücke ein Munitionsräumkommando an, das aber nicht zur Polizei gehöre.

    Keiner sagt es, doch jeder denkt es: Hut ab vor den Beamten, darunter auch Familienväter, die die beiden bombenbedrohten Hallen über Stunden hinweg durchsuchten. In deren Haut will in solchen Fällen niemand stecken, weil man ja nie weiß, ob nicht doch ein Sprengkörper deponiert ist. „Das ist nun mal leider unser Berufsrisiko", meinte Stephano Borrero Wolff.

    Schwierig ist der Umgang mit dem Thema Bombendrohung auch für Polymer-Geschäftsführer Dr. Gerald Hauf. Egal, was er dazu gesagt hätte: Immer besteht die Gefahr, dass ein Nachahmer aktiv wird und das Unternehmen erneut mit einer Drohung belastet. So äußerte sich Dr. Hauf gestern Nachmittag auch nur sehr zurückhaltend zu diesem Vorfall: Der Polymer-Chemie sei ein „überschaubarer Schaden" entstanden.

    Sollte der Bomben-Anrufer ausfindig gemacht werden, muss er die gesamten Kosten des Polizeieinsatzes tragen, ganz abgesehen von der Strafe, die ihn erwartet.

    Wer etwas weiß oder mitbekommen hat, sollte sich rasch melden: Telefon 0671/881 13 00 (Kripo Kreuznach) oder Telefon 06752/1560 (Polizeiinspektion Kirn).

    Stefan Munzlinger

    Kirn
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