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    Bad Kreuznach

    Betretungsverbot: Bausch sieht Randale-Problem gelöst

    Der fürs Ordnungsamt zuständige Stadtbeigeordnete Udo Bausch geht davon aus, dass die mit dem Aufenthaltsverbot für drei Grünanlagen in Bad Kreuznach eingekehrte Ruhe nicht trügerisch ist: „Das wird so bleiben, da bin ich zuversichtlich“, betonte Bausch auf Anfrage des Oeffentlichen Anzeigers.

    Die neuen Verbotstafeln wurden inzwischen angebracht.  Foto: Stumpf
    Die neuen Verbotstafeln wurden inzwischen angebracht.
    Foto: Stumpf

    Sein Optimismus gründet sich auf das mit dem Verbot ausgesandte Signal: „Bad Kreuznach hat deutlich gemacht: Es gibt hier null Toleranz gegenüber Leuten, die hierher kommen, um andere zu stören, zu belästigen oder zu schädigen.“ Im Vorfeld habe sich die Lage zugespitzt, blickt Bausch zurück. Die Grünanlagen hatten sich nach seinen Angaben zunehmend zu einem Treffpunkt von Migranten entwickelt, von denen einige zuletzt sogar aus Baden-Württemberg und Hessen angereist seien. Es sei zu befürchten gewesen, dass es immer mehr werden. „Je mehr aber an einem Standort zusammenkommen, desto schwieriger wird es, das in den Griff zu bekommen“, weiß der Beigeordnete.

    Da man nicht fortwährend ein großes Aufgebot an Polizei einsetzen könne und wolle, sei die Platzsperre das richtige und angemessene Signal zum richtigen Zeitpunkt gewesen: Schlosspark, Kirschsteinanlage und Fischerplatz dürfen seit 25. Juli von 22 bis 6 Uhr nicht betreten werden. Die Zwangsmaßnahme ist vorerst bis Ende Oktober befristet.

    „So etwas macht man ungern, weil nicht nur die Täter, sondern auch viele andere Unbeteiligte betroffen sind“, räumt der Dezernent ein. „Aber wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, muss man handeln.“ Sonst leide letztlich auch der Ruf von Bad Kreuznach als Kur- und Gesundheitsstadt. Die Initiative dazu sei von der Polizei ausgegangen, die in diesem Bereich die Hoheit habe, mit der das Ordnungsamt aber in engem Kontakt stehe.

    Schon in den ersten Tagen hat sich laut Bausch gezeigt, dass die Maßnahme richtig gewesen sei. Auch nach Einschätzung von Kripochef Roland Maurer hat sich die Platzsperre bewährt: „Seit dem Verbot ist dort Ruhe“, hatte er im Gespräch mit unserer Zeitung wie Bausch eine positive Zwischenbilanz gezogen (siehe Interview in der Samstagsausgabe: „Kripochef Roland Maurer: Platzsperre hat gefruchtet“). Zuvor hatte es neben erhöhtem Alkoholkonsum Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Auseinandersetzungen, Körperverletzungen und Widerstand gegen Polizeibeamte gegeben. Ausgangspunkt war oft die Kirschsteinanlage. Wenn dort kontrolliert wurde, zog die Gruppe in Richtung Fischerplatz oder Schlosspark weiter.

    Polizeistreifen überwachen jetzt nachts regelmäßig, dass das Aufenthaltsverbot eingehalten wird. Man habe die Situation im Griff, sind sich Polizei und Beigeordneter einig. Die Sicherheitslage in Bad Kreuznach bewertet Bausch als insgesamt gut. „Es gibt keinen Anlass zu besonderer Sorge.“

    Von Kurt Knaudt

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