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Bad Kreuznach

Bad Kreuznach: Neue Stadtfotografen sind hoch motiviert

Silke Bauer

Es waren einmal sieben Männer, die alle dasselbe wollten: die Nachfolge von Charlotte Eberwien anzutreten und ein Jahr lang ehrenamtlich als Stadtfotograf in Bad Kreuznach zu arbeiten. Eine sechsköpfige Jury bewertete die Arbeitsproben der Bewerber und entschied sich am Ende für den Hobbyfotografen Achim May sowie für den Profifotografen Steffen Henkel, beides gebürtige Bad Kreuznacher, die nun ein Jahr lang das Stadtleben mit ihren Kameras dokumentieren werden. Bei der offiziellen Vorstellung der Stadtfotografen am Montag im Beisein von Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann und Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer im Stadthaus konnte jedoch nur Achim May anwesend sein.

Ein Fotoschwerpunkt von Achim May ist die Architektur.  Foto: Silke Bauer
Ein Fotoschwerpunkt von Achim May ist die Architektur.
Foto: Silke Bauer

Der 65-Jährige fiel der Jury auf, da seine Sichtweise auf die Stadt eine ganz spezielle sei, sagt Blum-Gabelmann. May ist bekannt für seine farbenprächtigen Bilder, die er unter anderem mit der HDR-Technik bearbeitet, einer Art Lagentechnik, bei der unterschiedlich belichtete Fotos desselben Motivs übereinandergelegt werden, sodass ein fast gemäldeartiges Bild entsteht. Zu Mays Stil gehört es, vertraute Szenen leicht verfremdet darzustellen. „Ich nehme mir die Freiheit, Farben zu verändern oder auch mal eine Person aus dem Bild wegzuradieren“, sagt er. Für das kommende Jahr hat er sich schon Schwerpunkte überlegt, unter anderem möchte er einen fotografischen Blick auf die Bad Kreuznacher Fauna werfen: „Hier gibt es einige Tiere, die einem nicht sofort auffallen.“

Steffen Henkel konzentriert sich auf die Menschen.  Foto: Steffen Henkel
Steffen Henkel konzentriert sich auf die Menschen.
Foto: Steffen Henkel

Die Architektur der Stadt fasziniert ihn seit jeher – May besitzt ein ganzes Archiv voller Gebäudefotos, das er gern erweitern möchte. Und: „Ich würde gern mal in eine Firma reinschauen, Meffert zum Beispiel stelle ich mir sehr bunt vor. „Mal sehen, ob das wirklich so ist.“ Steffen Henkel hingegen möchte seinen Schwerpunkt auf die Menschen legen, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit seiner Leica M will er auf Streifzug durch Bad Kreuznach gehen und die Menschen in ihrem alltäglichen Leben porträtieren. Ungestellte Szenen und Reportagenfotos sind die Steckenpferde des Berufsfotografen. „Ich möchte, dass der Betrachter das Gefühl hat, dabei zu sein.“

Neben spontanen Fotos, die auf Spaziergängen durch die Stadt entstehen, möchte Henkel zudem gern Fotostrecken anfertigen und dafür beispielsweise einen Künstler einen Tag lang begleiten oder den Alltag in einer sozialen Einrichtung dokumentieren. Anders als Achim May, der bereits seit dem 1. Juni im Einsatz ist, wird Steffen Henkel wohl erst im Herbst richtig mit der Arbeit beginnen. Im Sommer sind seine Wochenenden bereits verplant, denn er ist als Hochzeitsfotograf gefragt. Die ersten Arbeiten der Stadtfotografen werden bereits Ende des Jahres gezeigt, im nächsten Sommer findet dann die große Abschlussausstellung statt.

Von unserer Redakteurin
Silke Bauer

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