40.000
Aus unserem Archiv
Bad Kreuznach

Auf früherem Postareal entsteht günstiger Wohnraum

Ein neues Wohnprojekt wird auf dem früheren Postareal zwischen Europaplatz, der Straße „Am Römerkastell“ und der Planiger Straße in Bad Kreuznach umgesetzt. Über die neueste Planung zur Umnutzung der 0,8 Hektar großen Fläche in zentraler Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Pariser Viertel und direkt am Bahnhof mit bester ÖPNV-Anbindung – und auch die Fußgängerzone ist gerade mal drei Gehminuten entfernt – entscheidet der städtische Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag ab 17.30 Uhr im Else-Liebler-Haus, Stromberger Straße.

Foto: Gebhardt

Die Kirner Stein Koordination GmbH baut den Wohnkomplex mit kleineren Appartements, die vermietet werden. Beim Pressegespräch stellten Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer und der Leiter des Stadtbauamts, Klaus Christ, das Projekt für die Umnutzung vor. Für die Stadt positiv ist, dass dabei weitgehend kleinere Wohnungen im preisgünstigen Segment entstehen, so 50 Wohneinheiten mit etwa 50 Quadratmetern. Die Planungen für das Projekt laufen schon seit zwei Jahren. Nicht ins Gewicht fällt hier, dass zu diesem Zeitpunkt der Stadtrat die Quotenregelung für preisgünstigen Wohnraum bei Neubauprojekten noch gar nicht beschlossen hatte. Denn hier sei es ja gerade das Ziel des Investors, solchen preisgünstigen Wohnraum anzubieten, betonte die OB. Zur Umnutzung soll der bestehende Bebauungsplan „Westlich Bingerbrücker Bahnlinie zwischen Bahnhofsplatz und Viktoriastraße“ geändert werden.

Das Neubauprojekt in der Straßenansicht: Die Hauptpost bleibt weiter in dem fünfgeschossigen Gebäude am Europaplatz (oben links), das lang gezogene zweigeschossige wird zu Wohnungen umgebaut und um drei Geschosse aufgestockt. Foto: Harald Gebhardt/Illustration: Architektengemeinschaft Manfred Kuhn/Peter Ballat
Das Neubauprojekt in der Straßenansicht: Die Hauptpost bleibt weiter in dem fünfgeschossigen Gebäude am Europaplatz (oben links), das lang gezogene zweigeschossige wird zu Wohnungen umgebaut und um drei Geschosse aufgestockt.
Foto: Harald Gebhardt/Illustration: Architektengemeinschaft Manfred Kuhn/Peter Ballat

Konkret sehen die Pläne vor, das zweigeschossige Bestandsgebäude vom Europaplatz entlang der Straße bis zur Capri-Bar, das schon länger leer steht, zu Wohnungen umzubauen und noch drei Etagen, zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss, draufzusetzen. Weil parallel dazu die viel befahrene Nord-Süd-Trasse liegt, werden die Wohnungen so konzipiert, dass die Wohn- und Schlafräume zum Innenhof hin angelegt sind. Alle Wohnungen erhalten auf dieser Seite auch Balkone. Das Gebäude selbst funktioniert zur Straße hin quasi auch als Lärmschutz.

Christ wies noch auf einen weiteren Vorteil der Umnutzung hin: „Durch die Wohnbebauung entstehen auch Grünflächen.“ So soll ein Teil der Fläche im bisherigen Post-Innenhof entsiegelt, dort Grünflächen über der Tiefgarage angelegt werden. Auch eine Dachbegrünung soll es geben.

Auch in der Planiger Straße soll im Zuge der Umnutzung und Neubebauung die vorhandene Baulücke an der Ecke Mathildenstraße mit einem zweiten Neubau geschlossen werden. Mit dem Denkmalschutz wurde hierzu eine Bebauungshöhe von vier Vollgeschossen plus Staffelgeschoss abgestimmt. Weiterhin wurde eine schmale bauliche Fuge zwischen Bestand und Neubau in den Bebauungsplan übernommen. Neben der Tiefgarage stehen auch im Innenhof weiter Stellplätze zur Verfügung. Die Zufahrt erfolgt über die Planiger Straße.

Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

Auch Probebohrungen im Stadtwald Thema im Ausschuss

Der Betreiber des Traisener Steinbruchs, die Südwestdeutschen Hartsteinwerke, wollen eine Erweiterung prüfen. Das Gebiet befindet sich auf städtischer Gemarkung. Als nächster Schritt soll der Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr zunächst einmal die Durchführung von Probebohrungen im Stadtwald „zur Untersuchung der Wertigkeit des Gesteins“ beschließen, wie es in der Vorlage heißt.

Weitere Themen im Ausschuss am Donnerstag, 15. März, sind unter anderem: der Zustand der städtischen Brücken, der Ausbau der Bosenheimer Straße zwischen Riegelgrube und B 428 sowie die Folgekosten für den Mobil- und Infopunkt am Kreuznacher Bahnhof. hg

Bad Kreuznach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
UMFRAGE (beendet)
WM-Tipp: Deutschland - Schweden

Rappeln sich die Deutschen im wichtigen Spiel gegen Schweden am Samstag wieder auf? Wir machen's wieder ganz einfach:

Sieg
37%
Niederlage
51%
Unentschieden
12%
Stimmen gesamt: 49
Anzeige
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
E-Mail

News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
UMFRAGE (beendet)
Markt am Samstag?

Das Mainzer Markt-Frühstück ist ein Kult-Event. Wäre das auch etwas für Bad Kreuznach?

Ja, unbedingt!
69%
Nein, eher nicht.
31%
Stimmen gesamt: 109
Anzeige
Regionalwetter
Montag

13°C - 22°C
Dienstag

14°C - 25°C
Mittwoch

15°C - 28°C
Donnerstag

16°C - 27°C
epaper-startseite