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VG Lauterecken-Wolfstein

Andreas Müller hat zuletzt die Nase klar vorn

Nicht einmal jeder zweite Wahlberechtigte (49,2 Prozent) nutzte die Gelegenheit, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein mitzubestimmen. In Rekordzeit hatten 45 der 46 Wahlbezirke schon um 18.27 Uhr ihre Ergebnisse gemeldet. Und auch Hohenöllen ließ nur Minuten länger auf sich warten.

Um 2 Pozent die absolute Mehrheit und damit die Entscheidung verpasst: Favorit Andreas Müller (SPD) kam auf 48 Prozent der Stimmen. Sven Eckert (CDU) lag am Ende bei 37,9 Prozent und Nadja Donauer (parteilos) bei 14,1 Prozent. Somit gibt es eine Stichwahl in drei Wochen am Sonntag, 6. Mai. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,2 Prozent.

In seiner ersten Reaktion zeigte sich Müller bedingt zufrieden: „Leider hat's nicht ganz gereicht.“ Er habe aufgrund der Doppelbelastung als Lehrer an der Polizeischule und der vertretungsweisen Verwaltungstätigkeit als VG-Beigeordneter keinen Wahlkampf machen können. Urlaub zu nehmen war auch nicht möglich, da seine Studenten an der Polizeischule am Hahn derzeit ihre Bachelorabschlüsse machten. Daran werde sich auch in den kommenden drei Wochen nichts ändern, so Müller. Dass Nadja Donauer auf 14,1 Prozent der Stimmen kam, rang ihm ein „Hochachtung“ ab. Es sei doch gut gewesen, dass eine freie Bewerberin eine Alternative für diejenigen bot, die keine Parteien wählen wollten.

Wie Müller und andere Bürger verfolgte auch Sven Eckert die Auszählung im Sitzungssaal der VG-Verwaltung. Per Beamer wurden die Ergebnisse aus den 46 Wahllokalen in Echtzeit angezeigt. Um 18.20 Uhr waren bereits 33 Lokale ausgezählt. Als letztes meldete Hohenöllen um 18.27 Uhr, sodass das Endergebnis frühzeitig bekannt war.

Eckerts Einschätzung: „Das Ergebnis ist wie erwartet. Ich hab fest mit einer Stichwahl gerechnet.“ Nun werde er die Wahl genau analysieren, „und ruhig und besonnen weiter vorgehen“. Er freue sich auf die kommenden drei Wochen, und wolle kräftig Wahlkampf machen. „Wahlkampf macht Spaß“, hat Eckert festgestellt. Vor der Stichwahl am 6. Mai ist ihm nicht bange. „Es fängt alles wieder bei Null an.“ Der erste Handschlag mit Andreas Müller um 18.42 Uhr für die Fotografen fiel kurz und recht kühl aus. Die Kandidaten hatten keine Worte füreinander übrig. Und das, obwohl der Wahlkampf komplett unspektakulär verlief.

Analysiert man die Ergebnisse aus den einzelnen Lokalen, fällt auf, dass der Lauterecker Andreas Müller sowohl in Lauterecken als auch in Wolfstein deutlich über 50 Prozent lag – der Adenbacher Eckert hingegen jeweils nur bei rund 30 Prozent. Sein Trumpf waren die Dörfer im Odenbachtal (Odenbach bis Reipoltskirchen), welche er allesamt mit Abstand gewann. Auch 52 Prozent aller Medarder wählten „Schwarz“. Weiterhin auffallend: Die meisten der „preußischen“ Dörfer der Verbandsgemeinde gingen an die CDU – Buborn, Deimberg, Herren-Sulzbach, Kappeln, Kirrweiler, Langweiler, Merzweiler.

Andreas Müller wiederum siegte in den größeren Dörfern im westlichen Glantal: In Offenbach-Hundheim und St. Julian wählten ihn mehr als 50 Prozent. Wahlleiterin Inge Lütz konnte von einem „ganz ruhigen Wahltag“ berichten. Fünf, sechs Rückfragen aus den Wahllokalen habe man im Handumdrehen beantworten können. „Die Verwaltung war sehr gut vorbereitet“, lobte sie die gute Teamarbeit.

Allein zehn Telefonistinnen machten am Wahlabend die schnelle Ergebnisübermittlung aus den 46 Wahllokalen in den VG-Sitzungssaal möglich, sagte Lütz. Das offizielle Endergebnis wird am Dienstagabend um 18.30 Uhr in der Sitzung des Verbandsgemeinde-Wahlausschusses bestätigt.

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Die Wahlhelfer der VG Lauterecken-Wolfstein leisteten ganze Arbeit. Schnell war klar, dass sie sich in der Stichwahl wieder sehen (Bild rechts): Andreas Müller (SPD, Mitte) erreichte 48,0 Prozent der Stimmen (3593), Sven Eckert (rechts, Adenbach; CDU) 37,9 Prozent (2838).

Foto: Martin Köhler
Kirn
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