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    Alter Simmertaler Ortskern wird neu belebt

    Simmertal. Dorferneuerung im wahrsten Sinne des Wortes steht in Simmertal derzeit ganz oben auf der Agenda: Rund um das schmucke neue Dorfgemeinschaftshaus darf mit anpacken, wer will und kann. Denn der Gemeinderat um Ortsbürgermeister Werner Speh (SPD) hat sich ein hohes Ziel gesetzt: 120 000 Euro sollen für das kleine aber feine neue Gemeindezentrum mit ehrenamtlicher Arbeitskraft eingespart werden.

     Simmertal. Dorferneuerung im wahrsten Sinne des Wortes steht in Simmertal derzeit ganz oben auf der Agenda: Rund um das schmucke neue Dorfgemeinschaftshaus  darf mit anpacken, wer will und kann. Denn der Gemeinderat um Ortsbürgermeister Werner Speh (SPD) hat sich ein hohes Ziel gesetzt: 120 000 Euro sollen für das kleine aber feine neue Gemeindezentrum mit ehrenamtlicher Arbeitskraft eingespart werden.

    So will man den Socken des Neubaus selbst verputzen. Aber auch Abrissqualitäten sind demnächst gefragt: Zum einen soll das Haus gegenüber der neuen Gemeindehalle fallen, zum anderen der benachbarte Abstellplatz geräumt und der baufällige Stall niedergerissen werden. Werner Speh ist schon ein wenig stolz drauf, dass es ihm gelang, mit dem Grundeigentümer ein kostenneutrales Tauschgeschäft abzuwickeln. „Er war sehr kooperativ“, lobt er den Fuhrunternehmer. Gut 30 Jahre herrschte „Funkstille“ zwischen dem Grundeigentümer und der Gemeinde, nichts ging mehr. Jetzt zieht der Unternehmer mit seinen Oldtimers ins Industriegebiet um – fertig. Das ist das i-Tüpfelchen im Ortskern, hier kann sich Alt-Simmertal entwickeln. Speh freut sich, dass im Rahmen der Dorferneuerung mehrere Häuser wieder hübsch renoviert wurden, dass der Bier- und Weingarten „bei Stella“ direkt am Eingang zur Felsengarten-Vitaltour (14 Kilometer) auch für müde Wanderer etwas bietet. Der Leerstand im Orts hält sich in Grenzen, sagt Speh. Den demografischen Wandel könne man sicher kaum aufhalten, aber mit einer guten Infrastruktur, mit Schule, Kindergarten, Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten habe die größte Gemeinde in Kirn-Land doch einiges zu bieten. Und eben auch demnächst eine Gemeindehalle mit bis zu 140 Plätzen und einer kleinen Bühne, die auch für Musikveranstaltungen oder Familienfeiern gemietet werden können. Der Bedarf ist enorm, schließlich gibt es in Simmertal 24 Vereine und Gruppen. Speh: „Früher waren wir da immer vom Sportverein und der Kirchengemeinde abhängig, die über entsprechende Räumlichkeiten verfügen. Dass wir als größte Gemeinde der Verbandsgemeinde kein eigenes Domizil hatten, war schon etwas seltsam.“ In der Vergangenheit sei halt mitunter in Großprojekte investiert worden wie Sportplatz oder in grauer Vorzeit in Renommierprojekte wie eine Sommerrodelbahn, die dann floppte. Leider habe man es dann auch versäumt, die alte Schule und eine große Scheune, die in Gemeindebesitz waren, für die Dorfgemeinschaft zu erhalten. Sie wurden verkauft, privatisiert.

    Jetzt aber geht es konkret vorwärts: Derzeit wird in der neuen Halle der Innenputz aufgebracht. Und schnell soll sie winterfest gemacht werden, damit der Innenausbau im Winter dann voranschreiten kann. Auch das danebenliegende ehemalige Feuerwehrhaus gehört zu dem Gesamt-Ensemble. Mit 160 Millimeter dicken Dämmplatten wird der Altbau auf neue Energienormen gebracht. Das Gemeindehaus soll schließlich energetisch nicht zum Fass ohne Boden werden. Gegenüber auf dem für 30 000 Euro erworbenen Gelände (dort steht noch ein Abbruchhaus) soll ein Treff für alle Bürger entstehen, der dort errichtete neue Anbau könnte vielleicht als Jugendraum dienen, denkt Speh – ein Mehrgenerationenplatz. Dahinter ist Raum für Parkplätze. Ideale Voraussetzungen also. Bei der Kerb, die am Wochenende mit Tanz und Musik auf dem Festplatz gefeiert wird, dürfte sicher die eine oder andere Gestaltungsidee eingebracht werden. Auch der Tourismus soll in Simmertal künftig noch größer geschrieben werden. Früher lag man am A… der Welt. Heute gibt’s gute Wanderweganbindungen an Nahe und Hunsrück, eine gute Infrastruktur mit Gaststätten.  Ein Radweg durchs Kellenbachtal am aufstrebenden Campingplatz vorbei soll das Gesamtangebot noch aufwerten.  Armin Seibert

     

     

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