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    Bad Münster-Ebernburg50 Jahre Campingplatz am Nahe-Alsenz-Eck: Vielen ist er eine zweite Heimat

    Seit 50 Jahren gibt es in Ebernburg den Campingplatz Nahe-Alsenz-Eck. Für den Fremdenverkehr im jüngsten Kreuznacher Stadtteil ist er ein wichtiger Baustein, zieht er doch ein touristisches Klientel an, das sonst allenfalls für eine Stippvisite in Bad Münster am Stein-Ebernburg Station machen würde.

    Dauercamper Jürgen und Dorle Metz (links) und Campingplatzbetreiber Christina Petschner und Antonio Velasco sind befreundet. Foto: Josef Nürnberg
    Dauercamper Jürgen und Dorle Metz (links) und Campingplatzbetreiber Christina Petschner und Antonio Velasco sind befreundet.
    Foto: Josef Nürnberg

    Er zählt zu den idyllischsten Campingplätzen überhaupt. Hier, wo die Alsenz in die Nahe mündet, oberhalb der Ebernburg und des Rheingrafensteins lässt es sich wunderbar leben. Das schätzen manche Camper seit Jahrzehnten.

    So ist es nicht verwunderlich, dass von den 100 Stellplätzen 60 von Dauercampern belegt sind. Zwei, die seit nunmehr 38 Jahren hier ihre zweite Heimat gefunden haben, sind Dorle und Jürgen Metz aus Bretzenheim. Die beiden kamen zufällig auf ihrer Reise in den Urlaub hier vorbei und blieben. Das Tolle ist, freut sich das Paar, dass es sein Urlaubsziel nach nur 13 Kilometern Fahrt erreicht.

    „In Bretzenheim ist die Landschaft offen, hier ist das Klima ganz anders“, erklärt Jürgen Metz. Wer den Standplatz des Paares besucht, der weiß, was er damit meint: Ein niedriger Gartenzaun schirmt die Campingscholle ab. Dennoch ist jeder willkommen. Camper sind offen und kennt sich teils seit Jahrzehnten. Wenn man so lange wie das Ehepaar Metz dabei ist, dann springt man auch schon einmal für den Campingplatzbetreiber ein. So ist es selbstverständlich, dass sie Platz-Inhaber Antonio Velasco und dessen Partnerin Christina Petschner auch gerne einmal unterstützen. Camper müssen schon etwas Besonderes sein. Schließlich nehmen sie einiges auf sich. So muss der Campingplatz am Ende der Saison wegen der Hochwassergefahr komplett geräumt und zum Saisonstart im Frühjahr wieder eingerichtet werden. Nur die Campingwagen auf dem höher gelegenen Teil des rund 30.000 Quadratmeter großen Geländes können stehen bleiben.

    In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Art des Campens gewandelt. Anfangs kamen viele Camper mit Zelten. Später waren es die Wohnwagen, während heute viele mit Wohnmobilen unterwegs sind. Nun scheint das Campen im ursprünglichen Sinne momentan eine Renaissance zu erleben. „Es kommen wieder mehr Camper mit einem Zelt und dem Fahrrad“, stellt Christina Petschner fest.

    So urtümlich wollen es Dorle und Jürgen Metz aus Bretzenheim nicht. Sie genießen die Umgebung und fühlen sich wohl im Kreis der Dauercamper. Da holt dann auch schnell mal einer die Gitarre hervor, und schon sitzt man abends bei einem guten Glas Wein zusammen und singt.

    Fier am Nahe-Alsenz-Eck sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Vor Jahren saßen die Campingfrauen abends beim Rotwein zusammen, als sie ein Fuchs besuchte. Erst als er einem der Camper zu nahe kam, wurde gehandelt. Ein Jäger stellte eine Lebendfalle auf und verbrachte Meister Reinecke in eine andere Gegend.

    Während die Begegnungen mit Fuchs, Reh, Wildschwein oder auch einer Ziege schöne Episoden im Camperleben sind, waren die Hochwasser der 1990er-Jahre für den Campingplatz verheerend. „Vor allem nach der Flut 1994 haben wir überlegt, ob wir nicht besser aufhören“, sagt Antonio Velasco; aber sie machten weiter, und heute präsentiert sich der Platz besser denn je. Da können die nächsten 50 Jahre getrost anbrechen. Auch aus Sicht des Ehepaar Metz: „Denn durch die Enge des Wohnwagens bleibt die Liebe jung.“

    Von unserem Reporter Josef Nürnberg
     

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