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Kreis Bad Kreuznach/Birkenfeld

4 Fragen – 4 Antworten: Wie sich die Landrätin die neue Naheland-Touristik vorstellt

Kreis Bad Kreuznach/Birkenfeld. Die Kosten der Naheland-Touristik von rund 600.000 Euro im Jahr werden künftig allein von den Kreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld getragen; die Verbandsgemeinden (Gesellschafter) wären damit finanziell außen vor, würden aber weiter im NT-Beirat mit Stimmrecht sitzen. Das ist Kern einer Pressemitteilung von Landrätin Bettina Dickes (CDU).

Seit 2003 sitzt die Naheland-Touristik (4,5 Stellen, 5 Mitarbeiter) in diesem sanierten Kirner Postgebäude auf 180 Quadratmetern. Foto: Stefan Munzlinger
Seit 2003 sitzt die Naheland-Touristik (4,5 Stellen, 5 Mitarbeiter) in diesem sanierten Kirner Postgebäude auf 180 Quadratmetern.
Foto: Stefan Munzlinger

Noch nicht beantwortet ist darin die Frage nach der Zukunft der Naheland-Touristik (Kirn) und ihrer 4,5 Stellen. Möglich, dass sie mit festen Themenfeldern auf die Standorte Idar-Oberstein, Birkenfeld und Bad Kreuznach und die lokalen Touristinfos verteilt werden; das sei eine „verpflichtende Vernetzung“, heißt es aus den laufenden Tourismusberatungen.

Im Mai hatte der Ausschuss für Kreisentwicklung und Demografie beschlossen, eine Arbeitsgruppe „Entwicklung des Tourismus“ aus den Kreistagsfraktionen zu bilden. „Ich bin sehr froh, dass wir uns über die Fraktionsgrenzen hinweg auf einen sehr guten Weg für die Neuausrichtung unseres Tourismus im Naheland verständigt haben“, so Dickes zu den drei Runden mit einstimmigen Ergebnissen.

Wie sieht das die Landrätin Bettina Dickes: 4 Fragen – 4 Antworten

  1. Welche Gebietskulisse sieht die Arbeitsgruppe für das Naheland? Die Kreise Birkenfeld und Bad Kreuznach, die Gemeinde Nohfelden, die VG Rhein-Nahe und die Stadt Bingen. Auf Produktebene ist eine grenzübergreifende Zusammenarbeit wünschenswert.
  2. Benötigt das Naheland eine touristische Dachmarke? Nein, es wird keine Dachmarke im klassischen Sinne benötigt. Vielmehr geht es um starke Produktmarken, die um ein verbindendes Element – Nahe – ergänzt werden.
  3. Welche Organisationsform braucht es für die Arbeitsgruppe, um eine zukunftsfähige Entwicklung und Vermarktung der Produkte zu haben? Eine Dach-Management-Organisation (DMO) auf Naheland-Ebene, die als Schnittstelle zu überregionalen Stellen fungiert und Interessen bündelt. In Ergänzung zur DMO werden Einheiten gebildet, die zukunftsfähige Produkte entwickeln und vermarkten.
  4. Wer sollte laut Arbeitsgruppe Gesellschafter einer solchen Dach-Management-Organisation (DMO) auf Naheland-Ebene sein? Gesellschafter der DMO sind die beiden Kreise plus Nohfelden, Rhein-Nahe und Bingen. Die Verbandsgemeinden und Städte sowie bisherige sonstige Gesellschafter engagieren sich in Produkteinheiten und im Aufsichtsrat der DMO.

Welche Ressourcen erachtet die Arbeitsgruppe für notwendig?

Der Kreis KH stellt finanzielle Ressourcen in wenigstens derselben Höhe wie bisher (176.000 Euro pro Jahr) für einen neu ausgerichteten Tourismus bereit. Wie dieser Betrag auf eine DMO und/oder Produkteinheiten und/oder kreiseigene Aktivitäten verteilt wird, ist abhängig von der künftigen Aufgabenstellung und -verteilung. „Wir werden mit diesem Positionspapier in die weiteren Gespräche mit unseren Partnern aus dem Kreis Birkenfeld gehen“, so die Landrätin. Sie sei sehr optimistisch, dass durch die Zusammenarbeit auf neuen und optimierten Wegen der Tourismus im Naheland fortgesetzt werde: „Wir dürfen nicht in Kleinstaaterei verfallen, das habe ich immer wieder deutlich gemacht. Wir brauchen die Zusammenarbeit, um unsere touristischen Leuchttürme in beiden Kreisen und darüber hinaus weiterentwickeln und bewerben zu können.“

Wie positioniert sich der Kreis Birkenfeld? Während Landrat Matthias Schneider (CDU) sich bisher immer für die Naheland-Touristik stark gemacht hat, drängen die Verbandsgemeinden und die Stadt Idar-Oberstein auf eine Neuausrichtung. Deren Oberbürgermeister Frank Frühauf (CDU) bemängelt, dass Edelsteine als Alleinstellungsmerkmal fürs Naheland „nicht mehr angemessen beworben werden“. Die Schmuckstadt brauche die NT eigentlich nur wegen des Deskline-Systems der Rheinland-Pfalz-Touristik, über das Touristen im Internet Unterkünfte buchen können. Eine Mitgliedschaft in der NT ist Voraussetzung, um bei Deskline dabei zu sein. Die zukünftige Tourismus-Struktur ist heute auch Thema bei einer Bürgermeister-Dienstbesprechung im Kreis Birkenfeld. mz/kuk

Bad Kreuznach
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