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    Zwischenbilanz am Mittelrhein: Tourismus weiter im Aufwind

    Auf den Tourismus ist am Mittelrhein weiterhin Verlass. Jetzt, im Oktober, sorgen die Wanderer für Belebung im Tal und auf den angrenzenden Höhen. Die Aussichten, dass am Ende des Jahres ein ähnlich gutes Jahr für den Fremdenverkehr bilanziert wird wie 2016, sind nicht schlecht. Im vorigen Jahr sind im Tal und auf der Höhe die Übernachtungszahlen gegenüber 2015 gestiegen.

    Eine Schiffstour auf dem romantischen Mittelrhein gehört für den Touristen einfach dazu. Ob für mehrere Tage auf dem Hotelschiff oder einige Stunden auf dem Ausflugsdampfer: Vom Wasser aus lässt sich die Einzigartigkeit des Welterbes Oberes Mittelrheintal deutlich spüren.  Foto: Werner Dupuis
    Eine Schiffstour auf dem romantischen Mittelrhein gehört für den Touristen einfach dazu. Ob für mehrere Tage auf dem Hotelschiff oder einige Stunden auf dem Ausflugsdampfer: Vom Wasser aus lässt sich die Einzigartigkeit des Welterbes Oberes Mittelrheintal deutlich spüren.
    Foto: Werner Dupuis

    In der gesamten touristischen Region Rheintal zeigt der Trend stark nach oben. Die Zahl der Übernachtungen (einschließlich Campingplätze) legte zwischen Januar und Juli gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent zu und erreichte einen Wert von 1.467.205. Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 4,4 Prozent auf 700.475. Der Romantische Rhein liegt damit deutlich über den landesweit gerechneten Zuwächsen von 1,5 Prozent bei den Übernachtungen beziehungsweise 2,7 Prozent bei den Gästezahlen. In der Region Rheintal wurden 306.871 Übernachtungen von ausländischen Gästen registriert, das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dagegen legte die Zahl der Gästeankünfte auch bei den Ausländern um 0,7 Prozent zu und erreichte einen Wert von 152.202.

    Leichtes Plus in der VG Loreley

    37,8 Prozent aller in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 im Rhein-Lahn-Kreis registrierten Übernachtungen (460.983) entfallen auf den Mittelrhein mit der VG Loreley (116.511) und der Stadt Lahnstein (48.387). Spitzenreiter im Kreis ist die Kurstadt Bad Ems (190.474) mit einem Anteil von 41,3 Prozent.

    Mit bislang 116.511 Übernachtungen (ab hier ohne Campingplätze) legte die Verbandsgemeinde Loreley ein leichtes Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum hin. Der Anteil der Übernachtungsgäste aus dem Ausland ist um 13,9 Prozent auf 29.213 gestiegen. Im ganzen Jahr 2016 waren 225.573 Übernachtungen gezählt worden. Die Anzahl der Gästeankünfte im Vermarktungsbereich der Loreley-Touristik auf der rechten Rheinseite zwischen der Marksburg in Brauchbach und Pfalzgrafenstein bei Kaub kommt von Januar bis Juli dieses Jahres mit 48.548 Touristen auf ein Plus von 1,7 Prozent. Der Anteil ausländischer Besucher legte 20,1 Prozent zu und stieg damit auf 11.254. In der Vorjahresstatistik wurden 91.237 Gästeankünfte gezählt.

    Mehr Gäste, weniger Übernachtungen in Lahnstein

    Der Blick auf die Statistik der Stadt Lahnstein zeigt, dass die Übernachtungen im Vergleich zu den ersten sieben Monaten des Vorjahres um 4,5 Prozent auf 48.387 gefallen sind. Dagegen hat die Zahl der Gästeankünfte um 7,7 Prozent auf 22.051 zugelegt. Der ausländische Anteil ist sowohl bei den Übernachtungen (-24,9 Prozent) als auch bei den Gästeankünften (-11,5 Prozent) gesunken.

    Boppard stellt neuen Rekord auf

    Auch der Blick auf die linke Rheinseite lohnt: Die Tourismushochburg Boppard stellte sogar einen neuen Rekord auf. Mit den 355.102 Übernachtungen wurde sogar das Buga-Jahr 2011 übertroffen. Damals meldeten die Bopparder Beherbergungsbetriebe dem Statistischen Landesamt 345.034 Übernachtungen – eine Zahl, von der man annahm, dass sie so schnell nicht wieder erreicht werden würde. Dass in diesem Jahr ein ähnlich gutes Ergebnis erwartet werden kann, zeigt der Blick auf die ersten sieben Monate. 187.823 Übernachtungen registrierten die Beherbergungsbetriebe in Boppard zwischen Januar und Juli. Das sind zwar 1,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2016, aber die Zahl der Gästeankünfte ist mit 80.373 leicht gestiegen. Bei den ausländischen Gästen ist die Zahl der Übernachtungen in Boppard zwischen Januar und Juli um 5,4 Prozent auf 49.712 zurückgegangen, obwohl auch bei ihnen mehr Gäste registriert wurden als in den ersten Monaten 2016: Die Zahl der Ankünfte ausländischer Gäste stieg um 0,3 Prozent auf 26.196.

    Auf welch hohem Niveau sich der Fremdenverkehr in Boppard bewegt, wird daran deutlich, dass man weit zurückgehen muss, um auf ähnlich hohe Übernachtungszahlen zu stoßen. In den frühen 1980er-Jahren wurden Übernachtungen um die 350.000 registriert. Aber damals gab es wesentlich mehr Beherbergungsbetriebe. Allein die Kneipp-Kurgäste bescherten der Stadt 30.000 Übernachtungen. Doch mit der Kalt-Wasser-Herrlichkeit ist es lange vorbei. In den 90er-Jahren brachen die Tourismuszahlen ein. Mehrere Jahre lang wurde noch nicht einmal die bewusst niedrig angesetzte Wunschzahl von 300.000 Übernachtungen erreicht.

    Leichte Zuwächse im Rhein-Lahn-Kreis

    Der Rhein-Lahn-Kreis, der abgesehen von der VG Loreley und der Stadt Lahnstein in weiten Teilen zur Tourismusregion Westerwald-Lahn gehört, verzeichnet in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 2017 leichte Zuwächse: plus 0,8 Prozent (460.983) bei den Übernachtungen und plus 2,1 Prozent bei den Gästeankünften (460.983). Ende 2016 wurden 836.292 Übernachtungen gezählt.

    Von Andreas Jöckel und Wolfgang Wendling

    Mehr Übernachtungen in Oberwesel

    Hinter Koblenz und Boppard ist Oberwesel die drittgrößte touristische Destination am linken Mittelrhein. Die Zahl der Übernachtungen in der Stadt der Türme und des Weines ist zwischen Januar und Juli um 4,1 Prozent auf 74.335 gestiegen. Die Zahl der Gästeankünfte ist um 2,4 Prozent auf 31.531 gesunken.

    Die Betriebe in der VG St. Goar-Oberwesel registrierten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 124.667 Übernachtungen. Damit wurden die Übernachtungszahlen aus dem Vorjahreszeitraum ebenfalls um 4,1 Prozent übertroffen. 60.311 Gäste sind in der VG angekommen (-1,1 Prozent). ww

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