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    MittelrheinZweiter Bürger-Workshop am Samstag: Dorfleben soll die Buga 2031 bereichern

    Eine Karte, auf der jeder einzelne der 50 Gastgeberorte im Welterbe Oberes Mittelrheintal für sich allein oder im Verbund mehrerer Kommunen mit einer Ausstellungsfläche oder einer Veranstaltung für den Buga-Sommer 2031 vertreten ist: Das ist das Ziel des zweiten Buga-Workshops für Bürger am Samstag im Kulturhaus Oberwesel. Als Impulsgeber ist auch der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), Jochen Sandner, dabei.

    Bereits beim ersten Buga-Workshop in der Rheinfelshalle in St. Goar gab es angeregte Diskussionen über Defizite und Potenziale im Mittelrheintal. Im zweiten Teil der Bürgerbeteiligung geht es darum, dass möglichst jeder Ort mit einer Veranstaltung beim Buga-Sommer 2031 dabei ist.  Foto: Andreas Jöckel
    Bereits beim ersten Buga-Workshop in der Rheinfelshalle in St. Goar gab es angeregte Diskussionen über Defizite und Potenziale im Mittelrheintal. Im zweiten Teil der Bürgerbeteiligung geht es darum, dass möglichst jeder Ort mit einer Veranstaltung beim Buga-Sommer 2031 dabei ist.
    Foto: Andreas Jöckel

    Beim ersten Ideenmarkt mit rund 100 Bürgern vor drei Wochen gab es bereits viele Vorschläge für die Entwicklung langfristiger und nachhaltiger Projekte. 176 beschriftete Karten hatten die Teilnehmer auf eine Tischplatte mit einer Karte des 67 Kilometer langen Rheinabschnitts zwischen Koblenz und Bingen/Rüdesheim gesteckt. Landschaftsarchitekt Clas Scheele vom Büro RMP und Christian Rast von der ift Tourismusberatung, die die Machbarkeitsstudie für die Buga 2031 federführend betreuen, haben die vielfältigen Ideen inzwischen ausgewertet und in fünf Schwerpunkte unterteilt. Ein Viertel der Vorschläge beschäftigte sich mit der Infrastruktur. Dabei ging es vor allem um die Mobilität zwischen beiden Rheinseiten sowie zwischen Höhen und Tal. Querungsmöglichkeiten wie die Mittelrheinbrücke, Wassertaxis und Hängeseilbrücke dominierten.

    In Bezug auf die Orts- und Regionalentwicklung (18 Prozent) trat der Weinbau in den Vordergrund. Dabei ging es vor allem um die Aufwertung von brachliegenden Terrassenlagen – vor allem im zentralen Bereich des Tals. Hierzu gehörte auch das Stichwort Patenschaften für Rebflächen als Lösungsmöglichkeit. Beim Thema Tourismus (28 Prozent) bezog sich die Mehrzahl der Vorschläge auf langfristig angelegte, neue Freizeitangebote, auch im Hinblick auf die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung. Für die Buga 2031 (29 Prozent) gab es einige Ansätze für zusätzliche Ausstellungsflächen abseits der mehrere Hektar großen Schauen.

    Zweites Standbein des ersten Workshops war eine Marktrunde mit Diskussionen zu drei Schwerpunkten, bei der vor allem einige Defizite im Tal deutlich wurden: Auch hier drehte sich bei der Orts- und Regionalentwicklung fast die Hälfte der Anmerkungen (42 Prozent) um das Thema Mobilität, verbunden mit der Forderung nach besser vernetzten und länderübergreifenden ÖPNV-Konzepten. Darüber hinaus wurden im Kampf gegen Leerstände der Wunsch nach neuen Wohnkonzepten sowie Konzepte für Ideen Wohnen auf dem Wasser laut. Insgesamt gesehen scheinen sowohl der Wassersport von Ruder- bis Motorboot sowie Leben und Freizeit in Verbindung mit Werthen, Buhnen und Kiesbänken am Mittelrhein ein eher stiefmütterliches Dasein zu führen. Beim Thema Tourismus gab es Kritik an Angeboten und Services sowie der Qualität des Gastgewerbes. Mit der Ausrichtung auf die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen vom Rheinsteig-Wanderer über Familien bis zu Senioren müsse an Qualität und regionaler Identität gearbeitet werden. Beim Thema Buga 2031 waren die Vorschläge für Veranstaltungen sowie kulinarische und kulturelle Events noch unterrepräsentiert.

    Deshalb ist das Konzept für den kommenden Samstag genau darauf zugeschnitten: „Mein Dorf im Buga-Sommer 2031“ lautet das Thema. DBG-Geschäftsführer Sandner wird im Impulsvortrag Beispiele aufzeigen, was bei anderen Schauen bereits gut ankam. Dann wird in drei Gruppen diskutiert, die den geplanten saisonalen Dreiklang der Buga 2031 repräsentieren: die Rheinabschnitte mit der Obstblüte zum Frühlingserwachen im Norden, dem Staudenzauber im Sommer in der Mitte um die Loreley und den Farbenspielen zur herbstlichen Weinlese im Süden. Dabei geht es um Ideen aus den Bereichen Dorfleben, Feste, Natur, Museum, Darstellung, Ökologie, gärtnerische Ideen sowie vernetzte Angebote.

    Der zweite Buga-Workshop findet am Samstag, 13. Mai, von 11 bis 14 Uhr im Kulturhaus Oberwesel statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Weitblick gefragt: So geht die Bürgerbeteiligung weiter

    Der dritte Bürger-Workshop zur Machbarkeitsstudie für die Buga 2031 findet am Samstag, 20. Mai, in der Stadthalle in Boppard statt. Das Thema lautet dann „Was bleibt nach der Buga?“

    Eine Bundesgartenschau ist mehr als jahrelanges Planen und Bauen und sechs Monate Sommerfest. Eine Buga ist eine große Investition in die touristische Wirtschaft, in soziale Infrastruktur wie Spielplätze, Wege, neue Plätze und Treffpunkte und neue Parks und Grünanlagen. Eine Buga bedeutet, sich über 40 Jahre Gedanken zu machen. Was soll bleiben? Was brauchen wir für die Bewohner, ihre Gäste, Kinder, Senioren? Einen Impulsvortrag dazu hält Thomas Metz von der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

    Die Ergebnisse aller drei Workshops werden im Oktober vorgestellt. Die abschließende Präsentation der Studie ist im November geplant. Dann will der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal über die Bewerbung entscheiden. aj

    Konzept für Buga 2031 auf der Zielgerade: Smartphone soll Besucher durchs Welterbe führenKonzept für Buga 2031 auf der Zielgerade: Smartphone soll Besucher durchs Welterbe führenFotos: Eine fiktive Reise durchs Welterbe zur Buga 2031Treff zum Thema Buga-Beirat: Denkfabrik fürs Welterbe könnte künftig auf dem Mittelrhein schippernBuga-Freunde 2031 sind jetzt gemeinnützig - Verein will Arbeit jetzt ausweitenweitere Links
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