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    Miehlen

    Zentrum sichert medizinische Versorgung

    Die hausärztliche Versorgung rund um die Ortsgemeinden Miehlen, Bogel und Dachsenhausen dürfte für die kommenden Jahre gesichert sein. Dazu soll das am Mittwoch offiziell eingeweihte Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Mühlbachtal beitragen.

    Feierten die Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums zusammen mit Gästen aus der Kommunal- und Landespolitik: Dr. Dieter Hoffmann (6. von links) mit seinen Kollegen Miguel Palacios und Werner Schwehn (4. und 5. von links). ​
    Feierten die Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums zusammen mit Gästen aus der Kommunal- und Landespolitik: Dr. Dieter Hoffmann (6. von links) mit seinen Kollegen Miguel Palacios und Werner Schwehn (4. und 5. von links). ​
    Foto: Cordula Sailer

    Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

    Unter dem Dach des MVZ sind seit 1. Oktober drei Ärzte mit ihren Praxen vereint: Dr. Dieter Hoffmann aus Miehlen, Werner Schwehn aus Bogel und Miguel Palacios aus Dachsenhausen.

    Alle drei Mediziner sind nun Angestellte des Versorgungszentrums, dessen Träger das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Lahnstein ist. Dieses Angestelltenverhältnis hat drei entscheidende Vorteile gegenüber der Selbstständigkeit, mit denen Dr. Dieter Hoffmann und seine Kollegen hoffen, junge Nachfolger für ihre Arbeit zu gewinnen: Die Verwaltungsarbeit übernimmt der Träger, genauso wie die Ausgaben für die Ausstattung, womit hohe Investitionskosten für eine eigene Praxis entfallen. Zudem macht das Angestelltenmodell auch Teilzeitlösungen möglich, was gerade für junge Mütter attraktiv ist.

    Das Thema Nachfolge beschäftigt die drei Ärzte schon seit geraumer Zeit. "Wir drei sind ja schon etwas älteren Datums", erklärt der 66-jährige Hoffmann im Vorfeld der Feierstunde gegenüber unserer Zeitung. Die Initialzündung für das Projekt MVZ hatte eine Zukunftswerkstatt des Landes zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung gegeben. Dort traf Hoffmann im vergangenen Jahr auf Pascal Scher, den Geschäftsführer des St.-Elisabeth-Krankenhauses.

    "Wenn man etwa 30 Jahre selbstständig war, ist das noch mal ein neuer Schritt, sich in so ein Konzept zu wagen", wandte sich Scher bei der Einweihungsfeier am Mittwoch im Miehlener Bürgerhaus anerkennend an die drei beteiligten Ärzte. Weniger als ein Jahr habe man zur Umsetzung des Projekts gebraucht. "Das ist sportlich", so Scher, der nun auch Geschäftsführer des MVZ Mühlbachtal ist.

    Die Zukunftswerkstätten, in denen sich Fachleute und Kommunalpolitiker an einem Tisch beraten, würden inzwischen an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz durchgeführt, erklärte Staatssekretär David Langner vom Gesundheitsministerium. Das MVZ sei "hier einer der ersten großen Erfolge". Für immer mehr weibliche Ärzte sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Thema, der Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten bestehe. "Daher sind hier neue Wege notwendig."

    Für Miehlens Ortsbürgermeister Georg Peiter ist das MVZ "ein Glücksfall für Miehlen, Bogel, Dachsenhausen und die rund 8000 Patienten". Das Versorgungszentrum zeige, wie eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung erhalten werden könne. Und: "Gesundheit und eine gute medizinische Versorgung bedeuten Lebensqualität."

    Ähnlich sieht es Nastättens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jens Güllering: Die hausärztliche Versorgung sei ein wichtiger Standortfaktor. "Das ist das Topthema, wenn es um die Attraktivität einer ländlichen Region geht." Während sich Ärzte früher keine Sorgen um ihre Nachfolge gemacht hätten, "müssen wir uns heute mit diesen Fragen auseinandersetzen".

    Ärzte für alle Generationen wichtig

    Auch Landrat Frank Puchtler betonte die Wichtigkeit der Ärzteversorgung. Während viele Standortfaktoren generationengeprägt seien, "ist die medizinische Versorgung für alle Generationen wichtig", betont der Landrat. Er lobte das neue Versorgungszentrum als gutes Bespiel der Eigeninitiative. "Hier ist es gelungen, aus dem Diskutieren ins Handeln zu kommen.

    Zu guter Letzt stellte Dr. Dieter Hoffmann fest, dass eigentlich schon alles gesagt worden ist. Und zog das Schlussfazit. "Wir tun unser Bestes im MVZ, Sie können zum Essen schreiten."

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