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    Wettbewerb der Landschaftsplaner: Beste Idee für die Loreley wird gesucht

    Die Verantwortlichen vor Ort sind sich einig, ein Investor ist mit im Boot und der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl hat den Löwenanteil des Geldes zur Finanzierung bereitgestellt: Am Donnerstag ist mit einer Feier auf der Felsspitze der Loreleyterrasse der Startschuss zum mit 90.000 Euro dotierten europäischen Ideenwettbewerb gefallen.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Der Ausblick von oben ist spektakulär. Aber wie kann ein ansonsten eher nüchternes Plateau oberhalb des Loreleyfelsens zu einer touristischen Attraktion aufgepeppt werden? Und das auch noch so, dass alle damit zufrieden sind: Bürger, Kommunen, Investoren, die Unesco als Wächter über den Erhalt des Welterbes Oberes Mittelrheintal und hoffentlich auch potenzielle Besucher aus aller Welt. Darüber sollen sich jetzt erfahrene Landschafts- und Städteplaner Gedanken machen. Planungsbüros können sich bis August bei der Lenkungsgruppe unter Federführung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Teilnehmer bewerben. Eine Jury aus Fachleuten und Vertretern aller betroffenen Institutionen will am 10. Dezember den Sieger auswählen und noch vor dem Jahresende küren, sodass mit der Umsetzung 2015 begonnen werden kann.

    Trotz vieler gescheiterter Versuche in den vergangenen Jahrzehnten, an der Loreley etwas zu bewegen, ist SGD-Vizepräsidentin Begoña Hermann felsenfest überzeugt, dass es diesmal klappt: "Es hat gar nicht viel Überredungskunst gekostet, alle Beteiligten von der Notwendigkeit zu überzeugen." Da nun alle mit im Boot seien, stehe der Umsetzung nach einer Entscheidung nichts mehr im Wege. Zu den rund 185.000 Euro Gesamtkosten steuert das Land 105.000 Euro bei. Finanzminister Carsten Kühl ist sich sicher, dass das Geld gut angelegt ist: "Die Loreley ist einer der markantesten Orte im Welterbetal und der Inbegriff der Rheinromantik. Der Wettbewerb um die besten Ideen zur Neugestaltung des Loreley-Plateaus soll dazu beitragen, dass dieser zentrale Identifikationspunkt des Welterbes Oberes Mittelrheintal auch entsprechend inszeniert werden kann." Mit einer symbolischen Urkunde übergab Kühl den Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß.

    Groß räumte ein, dass er eine gewisse Skepsis an dem Projekt verstehen könne. In der Vergangenheit seien einige Vorhaben am Herzstück der "schönsten Verbandsgemeinde der Welt" gescheitert. Diesmal sei er optimistisch: "Wir haben einen so sicheren Verfahrensstand wie nie zuvor und alle Beteiligten werden gemeinsam über die besten Pläne entscheiden."

    Landrat Bertram Fleck aus dem benachbarten Rhein-Hunsrück-Kreis sieht in dem ganzheitlichen Ansatz des Projektes eine einmalige Chance. Als Vorsitzender des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal habe er die Erfahrung gemacht, dass 60 Kommunen und Kreise sowie zwei Bundesländer zwar oftmals scheinbar an einem Strang ziehen, aber offenbar nicht in die gleiche Richtung. Deshalb appellierte Fleck an die Kommunen an der Loreley, das gemeinsame Interesse an einer Weiterentwicklung des "Filetstücks" im Weltkulturerbe im Auge zu behalten: "Es könnte die letzte Chance sein, und die sollten wir nutzen!" Schon jetzt schlägt Fleck vor, im Anschluss an den landesplanerischen Wettbewerb einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung der Gebäude auszuschreiben, denn: "Das Beste ist gerade gut genug für hier!"

    Der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, ist sich sicher, dass das Projekt zu einem tragfähigen Kompromiss führen wird: "Ich freue mich schon jetzt auf den ersten Spatenstich oder die erste Grundsteinlegung."

    Bei einer Bürgerversammlung in Bornich soll der Wettbewerb am 10. Juli öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

    • Das Ziel der Wettbewerbsaufgabe im Wortlaut: "Wettbewerbsaufgabe ist die Entwicklung eines räumlichen und gestalterischen Gesamtkonzeptes (etwa 52 Hektar) zur Stärkung des kulturlandschaftlichen Profils und zur touristischen Inwertsetzung des Loreley-Plateaus unter Einbindung der aktuellen Investitionsabsichten und damit einhergehender Funktionsabläufe. Dabei ist zu beachten, dass der Loreley-Felsen als Kristallisationspunkt für das gesamte Welterbe Oberes Mittelrheintal in erster Linie wieder als Naturdenkmal wahrgenommen werden soll, dessen Mystik, Eigenheit und Charakter es im Zusammenhang mit der umgebenden historischen Kulturlandschaft zu bewahren und zu stärken gilt.“

     

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