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    Lipporn/Lorch

    Werkerbachstraße wird endlich saniert: Lipporner erleichtert über Bauarbeiten auf hessischer Seite

    Längst sind in der Region nicht alle Schäden beseitigt, die im vergangenen Jahr die Wolkenbrüche angerichtet haben. So erfolgt jetzt erst die Sanierung der hessischen Kreisstraße 625 im Werkerbachtal zwischen der Wisper und dem Abzweig nach Wollmerschied. Die Maßnahme ist auch wichtig für die Einwohner des oberhalb gelegenen Lipporn, denen die Strecke als Verbindung ins Wispertal und weiter nach Lorch oder den mittleren Rheingau dient.

    Diese Steine stammen aus Trechtingshausen und sollen die Böschung im Werkerbachtal schützen. Im oberen Teil des Werkerbachs gilt wegen des maroden Zustands auf hessischer Seite ein Tempolimit von 10 km/h, was in Mitteleuropa auf freier Strecke nahezu einmalig sein dürfte. 
    Diese Steine stammen aus Trechtingshausen und sollen die Böschung im Werkerbachtal schützen. Im oberen Teil des Werkerbachs gilt wegen des maroden Zustands auf hessischer Seite ein Tempolimit von 10 km/h, was in Mitteleuropa auf freier Strecke nahezu einmalig sein dürfte. 
    Foto: Thorsten Stötzer

    Für den 25. September hat nun die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises die Fertigstellung des Projekts angekündigt. Begonnen haben die Arbeiten erst Ende Juli dieses Jahres, volle 14 Monate war die Straße vorher schon gesperrt. „Zuerst wussten wir gar nicht, dass es jetzt überhaupt angegangen wird“, berichtet Annette Fischer, die Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Lipporn.

    Nun herrsche Erleichterung, dass etwas geschehe. Nun ist zum Beispiel auch absehbar, dass die Absperrbake, die in Lipporn in eine Kreuzung hineinragt, endlich verschwindet. Für einige Bürger habe die Sperrung zugleich eine unerwartete Verkehrsberuhigung bedeutet, schildert Fischer: Der an Wochenenden oft starke Motorradbetrieb in der innerörtlichen Werkerbachstraße nahm ab.

    In Lipporn wurde viel über die ausstehenden Sanierungen geredet, sagt Fischer, die selbst auf ihrem Weg zur Arbeit Umleitungen zu bewältigen hatte. Freie Fahrt in Richtung Lorch ist auf dieser Route allerdings auch ab Oktober nicht gegeben, denn mittlerweile ist die Landesstraße im Wispertal zwischen der Kammerburg und der Abfahrt nach Presberg gesperrt und soll es bis Ende April 2018 bleiben.

    Foto: Thorsten Stötzer

    Starke Regenfälle in diesem Sommer haben den Bauarbeitern im Werkerbachtal ebenfalls zu schaffen gemacht, denn sie sind an vielen Stellen unmittelbar am Gewässer tätig. „Wir gehen davon aus, dass nach wie vor so weiter gearbeitet werden kann“, erklärt Pressesprecherin Maritta Borhauer vom Rheingau-Taunus-Kreis zum neuen Zeitplan. Sie rechnet nicht mehr mit weiteren Verzögerungen.

    Teilweise ist ein Neuaufbau der Fahrbahn nötig. Wie Borhauer erläutert, sind die Arbeiten in 15 Positionen aufgeteilt, die wiederum insgesamt 20 Abschnitte umfassen. In die Böschung eingebaut werden schwere Steine, die durch ihre recht helle Farbe auffallen. Zunächst gab es bei der Lieferung des Materials Verzögerungen.

    Die Steine stammen aus dem Steinbruch im linksrheinischen Trechtingshausen. Dort werde der Berg schichtweise abgetragen, wobei verschiedene Gesteinsformen ans Tageslicht gerieten, schildert Borhauer. Nicht immer habe die Förderung wie erhofft zu dem gepasst, was im Werkerbachtal benötigt werde. Die zwischenzeitlichen Lieferprobleme seien deswegen letztlich „von der Natur vorgegeben“. Bei den Kosten sei bereits absehbar, dass die einst von der Verwaltung geschätzten 450.000 Euro nicht genügen werden. Die neue, höhere Summe lasse sich noch nicht beziffern, erst die Endabrechnung bringe Klarheit. Im Hintergrund stehe die gute Baukonjunktur, die allerorten steigende Preise verursacht.

    Der derzeit nicht betroffene und nicht gesperrte Teil der hessischen Kreisstraße 625, der im oberen Verlauf des Werkerbachtals zur Landesgrenze führt, stehe in den Jahren 2018 oder später vor einer „leichten Sanierung“. Das Projekt müsse noch in der Budgetplanung berücksichtigt werden.

    Die Straße dort ist so schmal und marode, dass streckenweise ein Tempolimit von 10 km/h gilt. Bei einem großen Ausbau müssten 4,50 Meter Breite erreicht werden, um Landesförderung zu kassieren. Dies ist offenbar nicht realistisch auf absehbare Zeit. Derzeit beträgt die Breite oft nur 3,30 Meter. Auch die Lipporner Bürger wünschten sich in diesem Abschnitt einige Verbesserungen, betont Beigeordnete Annette Fischer.

    Von unserem Mitarbeiter Thorsten Stötzer

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