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Mittelrhein

Umleitung auf B42: Beschilderung sorgt für Verwirrung am Mittelrhein

Voraussichtlich bis zum Jahresende wird die halbseitige Sperrung der B42 von Braubach in Richtung Koblenz wegen der Sanierung der Bergwegebrücke noch dauern – mindestens für ein Wochenende muss noch voll gesperrt werden.

Möglichst großräumig soll der Verkehr über den Taunus und die B 260 wegen der halbseitigen Sperrung der Bergewegbrücke bei Lahnstein umgeleitet werden. Die Beschilderung sorgt für Unmut bei Autofahrern und Gastgewerbe.  Fotos: Andreas Jöckel
Möglichst großräumig soll der Verkehr über den Taunus und die B 260 wegen der halbseitigen Sperrung der Bergewegbrücke bei Lahnstein umgeleitet werden. Die Beschilderung sorgt für Unmut bei Autofahrern und Gastgewerbe. Fotos: Andreas Jöckel
Foto: aj

Mit der großräumigen offiziellen Umleitung über den Taunus und der dazugehörigen Beschilderung ist eigentlich niemand auf der rechten Rheinseite zufrieden, nicht einmal der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez selbst. Aber, so LBM-Leiter Lutz Nink im Gespräch mit unserer Zeitung: „Es geht derzeit einfach nicht anders.“

"Was soll der Quatsch?"

Zahlreiche Zuschriften und Anfragen haben unsere Zeitung dem Beginn der Sperrung Anfang Mai erreicht. Der Tenor: „Was soll der Quatsch?“ Ob die Straßenmeisterei etwa zu viele der rot-weißen Barken auf Lager habe, wollen Autofahrer wissen, die sich wundern, dass schon ab Kaub in jedem Ort bis Braubach immer wieder auf den ersten Blick der Eindruck erweckt wird, die B42 sei komplett gesperrt. Denn trotz des Hinweises „Bis Braubach frei“ ist insbesondere für Ortsfremde nicht klar, dass sie durchaus alle Orte von Kestert über Kamp-Bornhofen und Filsen bis Osterspai noch erreichen können. Dass dadurch auch Touristen abgeschreckt werden können, ärgert vor allem das Gastgewerbe entlang des Weges. Zumal es für Pkw auch kaum ein Problem darstellt, von Braubach aus durch Lahnstein weiter in Richtung Koblenz zu fahren.

Zwei Gründe

Dass sich der LBM für die großräumige Umfahrung vor allem für Lkw über den Taunus und die B260 entschieden hat, hat laut Lutz Nink hauptsächlich zwei Gründe. Zum einen sei das Verkehrsaufkommen auf der B42 zwischen Koblenz und Braubach zu groß, um die halbseitige Sperrung mit einer Ampel zu regulieren. Die Rückstaus wären in den jeweiligen Stoßzeiten unzumutbar groß. Zum anderen sehe sich die Stadt Lahnstein nicht in der Lage, dieses hohe Verkehrsaufkommen zusätzlich zur bestehenden Belastung mit einer kleinräumigen Umleitung innerstädtisch aufzunehmen. Dass nun doch auch zahlreiche Lkw den Weg durch die Stadt nehmen, ist für Lahnstein kaum vermeidbar. Dazu müssten die betreffenden Straßen für den Lkw-Verkehr gesperrt werden.

In Richtung Rüdesheim nach Koblenz?

Nach Koblenz links abbiegen. Diese Beschilderung macht weder hier in  St. Goarshausen-Wellmich noch in Braubach Sinn.
Nach Koblenz links abbiegen. Diese Beschilderung macht weder hier in St. Goarshausen-Wellmich noch in Braubach Sinn.
Foto: aj

Besonders verwirrend war bislang allerdings die Beschilderung, wenn man in Braubach (L335) oder St. Goarshausen-Wellmich (L334) auf die B 42 trifft. Dort wurde in Richtung Koblenz jeweils nach links umgeleitet. Insbesondere für den Schwerlastverkehr, für den die Durchfahrt durchs Welterbetal verboten ist, macht das keinen Sinn. Laut LBM soll diese Beschilderung jetzt wegfallen.

Auch weitere Hinweisschilder, dass die Orte zwischen St. Goarshausen und Braubach erreichbar sind, hat der LBM mittlerweile angebracht. Die Verbandsgemeinde Loreley hatte bereits Überlegungen angestellt, darauf mit zusätzlichen Plakaten hinzuweisen.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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