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Niederwallmenach

TuS Niederwallmenach: Die Kleinsten sind mit dabei

Thorsten Stötzer

Der Begriff „süße Last“ bekommt eine besondere Bedeutung, wenn jemand der Gruppe „Mama mach dich fit und bring dein Baby mit“ des TuS Niederwallmenach zuschaut. Die Teilnehmerinnen nehmen ihre Kinder beim Training nämlich buchstäblich auf den Arm. Das ist sicherlich viel angenehmer, als kaltes Eisen zu stemmen. Erst neun bis 18 Monate alt sind die Kleinen.

Der Nachwuchs ist immer hautnah dabei, wenn die Mamas trainieren. Übungsleiterin Jenny Enders (vorne, blaues Shirt) gibt den Kursteilnehmerinnen Anweisungen.
Der Nachwuchs ist immer hautnah dabei, wenn die Mamas trainieren. Übungsleiterin Jenny Enders (vorne, blaues Shirt) gibt den Kursteilnehmerinnen Anweisungen.
Foto: Thorsten Stötze

„Jetzt etwas für die Kinder“, ruft Übungsleiterin Jenny Enders, ehe wieder ein Übungsteil im Zusammenspiel mit dem Nachwuchs beginnt. Die Mädchen und Jungen werden zum Text eines Liedes durch die Luft gehoben. „Nach oben, nach unten, nach links und nach rechts, nach vorne, nach hinten und wieder zurück, so gehen wir weiter im Kreise ein Stück“, gibt eine sanfte Stimme Anweisungen. Ansonsten dringt melodischer Pop durch die Niederwallmenacher Turnhalle. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb das neue Kursangebot sehr gut angenommen wird und die zwölf Plätze gleich „mehr als ausgebucht“ waren, wie der Vereinsvorsitzende Reiner Wenn und seine Frau Ulrike Hartung-Wenn, die ebenfalls dem Vorstand des TuS angehört, gemeinsam erklären.

Bis zu 15 Kilometer Anfahrt nehmen die Mütter in Kauf. Erstmals hat sich der 1897 gegründete TuS Niederwallmenach der Baby-Altersklasse geöffnet. Sonst decken zwölf Turngruppen das Spektrum vom Dreijährigen bis zum Senior ab. Dazu kommen acht Fitness-Kurse, die Kerstin Meister und Ulrike Hartung-Wenn organisieren. Aqua-Fitness in Nastätten und Kaha stehen aktuell neu auf der Liste. Und „Mama mach dich fit und bring dein Baby mit“ wird so geschätzt, dass sich nun ein Folgekurs anschließt. Die Eltern benötigen dank des Konzeptes und des Vormittagstermins keinen Babysitter. Es entsteht eine Gemeinschaft, und auch die Jüngsten scheinen sich wohl zu fühlen: „Es hat noch nie ein Kind die ganze Zeit geschrien“, schildert Hartung-Wenn die Erfahrungen.

Die körperlichen Übungen für die Erwachsenen sind wiederum einfach gehalten, das eigene Kind genügt als Gewicht. Kurz nach der Schwangerschaft soll ein behutsamer sportlicher Aufbau gewährleistet werden, erläutert Jenny Enders, die selbst junge Mutter ist. Die Übungsleiterin mit Lizenzen für Aerobic-Tanz und „Bauch, Beine, Po“ hat zuvor einen solchen Kurs als Teilnehmerin mitgemacht.

„Die Kinder sind nachher müde und platt“, berichtet sie. Dabei treiben die Kleinen an den acht Terminen selbst keinen Sport, der Spaß soll für sie im Vordergrund stehen. Ein paar Bälle und Spielzeug liegen daher auf dem dunklen Holzboden der Turnhalle. Doch hauptsächlich ist der Nachwuchs damit beschäftigt, auf Decken inmitten des Kreises turnender Mütter zu liegen und staunende Augen zu machen. Eine halb volle Wasserflasche kann genauso interessant sein wie der bunte Kriechtunnel im Hintergrund. Ein Kind schläft erst eine Weile in einem Tragekorb. Zwei andere können bereits laufen und tapsen umher, während die Frauen ihre vorderen und inneren Oberschenkelmuskeln stärken. Manche halten ihr Kind dabei in einem Tuch vor dem Bauch. Väter haben sich übrigens noch nicht mit ihren Babys in dem Kurs fit gemacht. Prinzipiell sei dies aber möglich, versichert Ulrike Hartung-Wenn.

Von unserem Mitarbeiter Thorsten Stötzer

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