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Bad Ems

Tourismus: Neuer Rekord bei Übernachtungen

Die Gästezahlen des vergangenen Jahres in Bad Ems sorgen für glänzende Augen und Zuversicht bei den Touristikern der Kurstadt.

Die Hotellerie in Bad Ems, wie hier Häcker's Grand Hotel,  war 2017 so gut gebucht wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Die Hotellerie in Bad Ems, wie hier Häcker's Grand Hotel, war 2017 so gut gebucht wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Foto: Michaela Cetto

Hatten sich die Übernachtungszahlen bereits 2016 an der bis dato erfolgreichsten Bilanz des Buga-Jahres 2011 vorbeigeschoben, ging es für den Bad Emser Tourismus 2017 laut der Auswertungen des Statistischen Landesamtes noch mal ein Stück nach oben. „Wir konnten die sehr guten Zahlen aus 2016 dieses Mal sogar noch mal toppen“, freut sich Ulf Klimke, Teamleiter des Stadt- und Touristikmarketingvereins (STM). Damit übertrifft 2017 das Buga-Jahr 2011 um satte 10 Prozent.

Allein die Hotellerie der Verbandsgemeinde Bad Ems, dazu zählen neben Hotels auch Gasthöfe und Pensionen, konnte mit rund 70.000 Übernachtungen nicht nur um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, sondern erzielte auch ihr bestes Ergebnis seit 25 Jahren. Knapp 58.000 Mal davon nächtigten Besucher in der Stadt. „Innerhalb der vergangenen zehn Jahre legte die Anzahl der Übernachtungen in der Verbandsgemeinde sogar um 37 Prozent zu“, erklärt Klimke. „Ebenso erfreulich sind die Zahlen bei den Gästen, die Bad Ems besucht haben.“ Rund 34.000 Gäste checkten in den Hotels der Kurstadt 2017 ein. „Das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr, ebenfalls der höchste Wert seit 25 Jahren.“ Betrachtet man die vergangenen zehn Jahre, dann stiegen die Gästezahlen um pralle 76 Prozent.

Doch nicht nur in der Hotellerie geht es bergauf. Werden Kliniken, Jugendherberge, Ferienheime und Privatvermieter mitgezählt, kommt die Verbandsgemeinde Bad Ems auf rund 335 000 Übernachtungen, das sind 0,7 Prozent mehr als 2016 und gleichzeitig der höchste Wert seit 1992. Nur die Anzahl der Gäste rutscht mit 59 851 knapp unter die erreichte Marke des vergangenen Jahres (59 995), aber nur um 0,2 Prozent. Abgesehen von 2016 sind auch dies die besten Werte seit 1990. „Ein genauerer Blick auf die Statistik zeigt aber, dass dieser sehr leichte Rückgang der Gästezahlen zwar für die gesamte Verbandsgemeinde gilt, nicht aber für Bad Ems alleine“, betont der Touristiker. Die Stadt nämlich weise einen Gästezuwachs von 1,8 Prozent auf rund 46 000 auf. „Das ist der beste Wert seit der Wiedervereinigung.“

Drei wesentliche Faktoren machen Klimke und auch Stadtbürgermeister Berny Abt als STM-Vorsitzender für den Positivtrend in Bad Ems verantwortlich: „Die Emser Therme als Herzstück der Wellness in Bad Ems ist natürlich ein echtes Pfund“, sind sich die beiden einig. Auch die Bemühungen um die Anerkennung als Weltkulturerbe als eines von insgesamt elf „Great Spas of Europe“ habe schon für einen Ruck gesorgt. Und nicht zuletzt liegen Urlaube in Deutschland wegen der unsicheren politischen Lage in vormals beliebten Urlaubsregionen generell im Trend. Davon profitiert der Tourismus hierzulande deutlich.

Aber: Von nichts kommt nichts. „Wir haben es dem STM zu verdanken, der mit wenigen Leuten und raren Mitteln richtig gute Arbeit leistet, dass Bad Ems als Urlaubsziel wieder einen guten Namen hat“, sagt Abt. „Ich habe wirklich nicht erwartet, dass wir das Level nach Kurdirektor Reinhard Hoppe steigern können.“ Verhalten sind seine Erwartungen übrigens hinsichtlich der geplanten Tourismus-Organisation der neuen Verbandsgemeinde. „Wir jedenfalls übergeben einen gut aufgestellten Laden.“

Der STM arbeitet rührig daran, Stadt und Region weiter als Urlaubsziel zu etablieren. Der Trend aus den vergangenen Jahren hin zu spontanen Kurzurlauben setzte sich fort. „Kaum jemand bleibt noch zwei oder gar drei Wochen hier“, weiß Ulf Klimke. „Die Leute buchen kurz und kurzfristig.“ Aus diesem Grund bewerben er und sein Team die Stadt als Basislager, von dem aus die Sehenswürdigkeiten und Highlights der gesamten Region erkundet werden können. Vor allem das Wandernetz berge viel Potenzial.

Auch Glanzlichter in der Stadt selbst, wie die Gesundheitstage, der Blumenkorso oder die zahlreichen kulturellen Angebote, seien Zugpferde. Und die „kleinen“ Attraktionen vor Ort, wie die liebevoll und abwechslungsreich gestalteten Stadtführungen zu unterschiedlichen Themen, sind das Salz in der Suppe. Ganz aktiv gehen die Bad Emser Touristiker auf Reiseunternehmen zu, organisieren Pressereisen für Journalisten aus ganz Europa, die dann in Tageszeitungen oder Magazinen in redaktionellen Beiträgen über die Stadt berichten, oder schnüren attraktive Pakete für den spontanen Trip. Im vergangenen Jahr hat die STM insgesamt mehr als 200 Touristikbetriebe und Kreuzfahrtunternehmen kontaktiert und mit Tagesreisen nach Bad Ems gelockt. Auf diese Weise kamen 2017 immerhin zwei Mal auf einen Schlag 500 Tagestouristen nach Bad Ems, die mit einem Kreuzfahrtschiff in Koblenz haltmachten. Auch im laufenden Jahr sind Ulf Klimke und sein Team fleißig und schrauben an bewährten Konzepten und neuen Ideen.

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