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Lahnstein

Theater: Mehr Akzeptanz bei Lahnsteinern wünschenswert

Die letzten Bretter des Bühnenbodens sind abgebaut, die roten Sitze ebenfalls.

Am Montagmorgen, leider im strömenden Regen, bauten Mitarbeiter der Stadt, des Theaters und der Bühnenbaufirma die Tribüne und und alle weiteren Einrichtungen für die Burgspiele auf dem Salhofplatz wieder ab. Schon mittags war der Platz leer.⋌Foto:  Karin Kring
Am Montagmorgen, leider im strömenden Regen, bauten Mitarbeiter der Stadt, des Theaters und der Bühnenbaufirma die Tribüne und und alle weiteren Einrichtungen für die Burgspiele auf dem Salhofplatz wieder ab. Schon mittags war der Platz leer.⋌
Foto: Karin Kring

Von unserer Redakteurin 
Karin Kring

Der Samtvorhang, der sich über acht Wochen zu insgesamt 20 Vorstellungen des Musicals „La Cage aux Folles" („Ein Käfig voller Narren") öffnete, ist wieder im Fundus der Städtischen Bühne im Sporkenburger Hof verstaut. Die Burgspiele 2014 – wegen Regen leider zehnmal nicht Open air – sind zu Ende. Und Intendant Friedhelm Hahn, nach den Abbauarbeiten im strömenden Regen noch ein wenig verfroren, zeigt sich zufrieden. „Wir hatten rund 4000 Besucher zu unseren Vorstellungen.Das ist eine Zahl, die wir uns erhofft, und die wir auch erreicht haben", zieht er ein erstes Resümee.

Die 63. Lahnsteiner Burgspiele, die nun zum dritten Mal nicht auf der Burg sondern auf dem Salhofplatz stattfanden, hatten mächtig Konkurrenz: „Zuerst war die Fußball-WM", sagt Hahn, „dann gab es die Burgspiele Mayen, das Musical Hair in Koblenz oder die Veranstaltungen in der Abtei Rommersdorf." All diese kulturellen Highlights liefen nahezu parallel. Und doch kamen Besucher aus dem weiten Umkreis zu den Lahnsteiner Burgspielen, die offenbar weithin bekannt sind: Aus Wiesbaden, Frankfurt, Mainz und aus Koblenz gingen Kartenvorbestellungen ein – nicht zuletzt, weil die Burgspiele, früher vom Koblenzer Stadttheater veranstaltet, traditionell mit Koblenz verbunden waren. Friedhelm Hahn ist stolz auf sein Ensemble und die Leistung, die jeder einzelne für die zu Ende gegangenen Spiele erbracht hat: „Die Inszenierung hatte überdurchschnittliches Niveau. Ich glaube sogar, dass es die beste Inszenierung war, die wir bislang bei den Burgspielen hatten", sagt er. Das Publikum, das jedes Mal stürmischen Beifall spendete gibt ihm recht.

Friedhelm Hahn ist aber auch unzufrieden, ja sogar ein wenig enttäuscht. Denn die wenigsten Besucher kamen aus Lahnstein. „Leider werden die Burgspiele von den Lahnsteinern nicht so angenommen, wie wir es uns wünschen würden." Ob es daran liegt, dass sie nun auf dem Salhofplatz stattfinden? Hahn bezweifelt das. „Die Burgspiele sind jetzt in der Stadt angekommen. Wir haben weitaus bessere Bedingungen, eine immense Technikanlage und ein größeres Ensemble." Das mache zwar nicht zuletzt die Konkurrenz nötig. Hahn fragt sich aber auch, ob sich dieser immense Aufwand lohnt, wenn das Ergebnis bei der Lahnsteiner Bevölkerung auf so wenig Resonanz stößt. Die Burgspiele sind zweifellos ein kulturelles Highlight und eine Bereicherung, auf das die Bewohner der Stadt stolz sein sollten. „Ich würde mir", sagt Hahn abschließend", ein wenig mehr Zuspruch und Akzeptanz von den Lahnsteinern wünschen."

Bad Ems Lahnstein
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