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Mittelrhein

Straßensanierung: Zerstörte L334 soll bis Januar wieder befahrbar sein

Die nach den schweren Unwetterschäden im Frühjahr komplett gesperrte L334 zwischen Dahlheim und St. Goarshausen-Wellmich soll nun doch schon im Januar 2017 wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Ursprünglich war der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez davon ausgegangen, dass die Sanierungsarbeiten im unteren Abschnitt bis Mitte 2017 dauern.

An mehreren Stellen der L 334 hat der Wellmicher Bach im Frühjahr Teile der Fahrbahn weggerissen. Innenminister Roger Lewentz (links) hatte Bürgermeister und Bürger zu einem Treffen eingeladen. LBM-Leiter Lutz Nink (rechts) informierte über den Stand der Sanierungsarbeiten. Foto: Andreas Jöckel
An mehreren Stellen der L 334 hat der Wellmicher Bach im Frühjahr Teile der Fahrbahn weggerissen. Innenminister Roger Lewentz (links) hatte Bürgermeister und Bürger zu einem Treffen eingeladen. LBM-Leiter Lutz Nink (rechts) informierte über den Stand der Sanierungsarbeiten.
Foto: Andreas Jöckel

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Zwar fahren täglich nur knapp 1000 Fahrzeuge auf der L334, aber die Straße ist dennoch eine wichtige Verbindung der Höhengemeinden im Welterbe Oberes Mittelrheintal mit der B42. Erhebliche Umwege müssen derzeit die Schulkinder aus Weyer und Nochern in Kauf nehmen, die die Grundschule in Dahlheim besuchen. Hinzu kommen Pendler in Richtung B42 oder Schulbusse zum Gymnasium in St. Goarshausen. Besonders kritisch: Im Falle eines Rhein-Hochwassers wäre Wellmich ohne die L334 von der Außenwelt abgeschnitten.

Innenminister und Landtagsabgeordneter Roger Lewentz hatte jetzt Bürgermeister, Ratsmitglieder und Bürger zu einem Treffen vor Ort eingeladen. LBM-Leiter Lutz Nink erläuterte die Sanierungsarbeiten ausführlich an der zerstörten L 334.

Abbruchstellen haben sich vergrößert

Laut Nink war es nach dem Unwetter zunächst schwierig, alle Schäden überhaupt zu erkennen. Augenscheinlich waren dies vier bis fünf markante Stellen, wo Böschungen abgegangen waren und Straßenbelag weggeschwemmt war. In der Summe waren es letztlich aber 19 Schadensstellen am Bachbett und an den bis zu sechs Meter hohen Böschungen. "Wir mussten auf Nummer sicher gehen und komplett sperren", erklärte Lutz Nink. Er belegte anhand von Fotos, dass dies richtig war. Die Bilder zeigen, dass sich die Abbruchstellen seit dem Schadensereignis erheblich vergrößert haben – immer mehr von der Straße brach im Nachhinein ein. Absperrungen oder Ampelverkehr wären also ein großes Risiko für Verkehrsteilnehmer gewesen. Außerdem hätten die Vibrationen durch den Verkehr das Nachbröseln noch verstärken können. Eine Abwasserdruckleitung, die in der Luft hing, konnte gerade noch vorm Bruch bewahrt werden. Ein Sanierungskonzept, bei dem neben den üblichen Vermessungen auch statische Nachweise und hydraulische Berechnungen angefertigt werden mussten, wurde inzwischen erstellt.

Bachbett muss verlegt werden

"Wir müssen an verschiedenen Stellen den Bach verlegen und an anderen Stellen, wo sich der Bach inzwischen ein neues Bett gesucht hat, den Bachlauf wieder zurückholen", erklärte Nink. An manchen Stellen müssen Böschungen komplett neu angelegt, an anderen exakt vermessene Stützwände gebaut werden. Die Ausschreibungen laufen schon. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, soll die komplette L 334 ab Januar 2017 wieder geöffnet werden. Kleinere Sanierungsarbeiten sollen dann nachgezogen werden. Roger Lewentz freute sich über die positive Entwicklung: "Das Signal ist schon ein komplett anderes als die Sperrung bis zum nächsten Sommer." Jetzt bleibe zu hoffen, dass es keine weiteren Starkregen wie im Frühjahr gebe und vor allem auch kein Herbst-Hochwasser.

Mangelnde Beschilderung

Einige Anregungen, die eine mangelnde Beschilderung der Umleitungen betreffen, nahm Lutz Nink dankbar auf. Diese sollen LBM-Mitarbeiter nun in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern aus den betroffenen Orten optimieren.

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