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    Spatenstich: Mythos Loreley wird mit Park neu inszeniert (mit Video)

    Der Mythos Loreley wird auf der Felsspitze mit ihren weltberühmten Aussichtspunkten auf den Mittelrhein völlig neu inszeniert. Vor mehreren Hundert Gästen aus der Region setzten Innenminister Roger Lewentz und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, zum ersten Spatenstich für den Kultur- und Landschaftspark an.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel


    Derzeit werden viele von jährlich rund 300 000 Besuchern noch enttäuscht, die auf der Loreley den Spuren der Kulturgeschichte nachgehen und den Mythos empfinden wollen. Genau das soll sich mit der Neugestaltung ändern und das touristische Profil der Region schärfen: "Entwicklungen, die hier stattfinden, sind von großer Relevanz für das Welterbe Oberes Mittelrheintal insgesamt", sagte Werner Groß. In den Park investiert die Verbandsgemeinde (VG) rund 12 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden von Bund und Land zu insgesamt 90 Prozent gefördert, die hoch verschuldete VG steuert einen Eigenanteil von 10 Prozent bei. Das Bundesbauministerium hat 5 Millionen Euro aus einem Sonderprogramm für Welterbestätten bewilligt. Mit 4,5 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz der VG den Kauf der Grundstücke ermöglicht.

    Loreley Theresa Lambrich setzt mit ihren Gästen zum Spatenstich an (von links): Landrat Frank Puchtler, VG-Bürgermeister Werner Groß, SGD-Präsident Ulrich Kleemann, Innenminister Roger Lewentz und Anke Brummer-Kohler vom Bundesbauministerium.  Foto: Andreas Jöckel
    Loreley Theresa Lambrich setzt mit ihren Gästen zum Spatenstich an (von links): Landrat Frank Puchtler, VG-Bürgermeister Werner Groß, SGD-Präsident Ulrich Kleemann, Innenminister Roger Lewentz und Anke Brummer-Kohler vom Bundesbauministerium.
    Foto: Andreas Jöckel

    Im Sommer 2018 soll dann die Loreley von der ehemaligen Jugendherberge bis zur Felsspitze so aussehen, wie es die Planer des Werkteams-Lorey als Sieger des 2014 durchgeführten internationalen Ideenwettbewerbs vorgesehen haben. Die Besucher erreichen die Felsspitze dann durch eine künstlich angelegte Schlucht mit Schieferwänden, die eine gewisse Dunkelheit und Enge simulieren soll, um beim Betreten Freifläche mit der sensationellen Aussicht auf den Rhein ein Aha-Erlebnis hervorzurufen. Durch den Park sollen verschlungene Wege zu fünf Info-Stationen führen, die Geschichte und Mythos erfahrbar machen.

    Lewentz: Wahrzeichen soll lebendig bleiben

    Das Wahrzeichen des Oberen Mittelrheintals soll durch die Neugestaltung keinesfalls seinen ursprünglichen Charakter verlieren. "Aber wir müssen auch nicht in Ehrfurcht davor erstarren", sagte Roger Lewentz. Der Innenminister hofft, "dass wir dann alle erleben, dass hier sehr viele Menschen sind, die länger als nur einige Stunden verweilen, sondern vielleicht auch übernachten und natürlich auch Geld ausgeben." Damit ein Wahrzeichen seine Lebendigkeit behalte, müsse es sich auch verändern können. Die neue Loreley könne als Touristenmagnet und Impulsgeber für die gesamte Mittelrheinregion wirken.

    Freilichtbühne wird saniert

    Nicht nur der Bau des Landschaftsparks beginnt nun im Oktober auf der Loreley, auch die Freilichtbühne wird für rund 4,5 Millionen Euro saniert. Auch dies bezuschusst das Land mit 80 Prozent, jeweils 10 Prozent tragen die Stadt St. Goarshausen und der Bühnenpächter. Lewentz sieht in diesen Investitionen auch eine Initialzündung für das Fernziel Buga 2031 im Mittelrheintal: "Wenn man diesen Weg bis 2031 vor Augen hat, weiß man, dass noch viele Taten folgen müssen. Ich glaube das Band einer Bewerbung, Vorbereitung und Durchführung einer Bundesgartenschau ist das, was dieses Mittelrheintal dann auch endgültig zusammenschweißt."

    Kleine Protestgruppe

    Zum Spatenstich hatte sich eine Handvoll Menschen, überwiegend Besucher aus dem Saarland, als kleine Protestgruppe gesellt. Sie hatten einen symbolischen Sarg für die Loreley mitgebracht. Denn sie hätten sich gewünscht, dass das Plateau so bleibt wie bisher. Werner Groß übergab dem Sprecher ein Info-Paket über das bevorstehende Projekt, da er noch viele Missverständnisse seitens der Projektgegner vermutet: "Ich freue mich über jeden, der sich emotional mit dem Thema auseinandersetzt." Aber vielleicht könne man ja auch den ein oder anderen Kritiker noch überzeugen.

    Arbeiten und Budget im Plan: Loreley sucht Investor für Park und GastronomieStadtrat vergibt Aufträge: Loreley-Freilichtbühne wird neu bepflanztFotos: Ehemalige Jugendherberge auf der Loreley wird abgerissenLoreley-Plateau kommt voran: Neubau der ehemaligen Jugenherberge wird abgerissenLivecam auf der Loreley-Baustelleweitere Links
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