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    Bad Ems

    Sechste Tuning-Session in der Römerstraße

    Tiefergelegt, mit orangenen oder neongrünen Felgen, Flügeltüren oder einem Dach mit Karo-Muster – ein jedes Fahrzeug, das am Sonntag auf der Tuning-Session in der Bad Emser Römerstraße zur Schau gestellt wurde, hatte seine Besonderheit.

    Von unserer Reporterin Cordula Sailer

    Doch bei manchen Fahrzeugen musste der Betrachter etwas genauer hinsehen: Viele wirkten auf den ersten Blick so, als könnten sie auch auf dem Hof eines Autohändlers stehen. „Der Trend geht weg von überladenen Fahrzeugen, die blinken und blitzen zum OEM-Tuning", erklärt Veranstalter Thorsten Kohlmeier. Von einer Automarke würden dabei Elemente verschiedener Modelle kombiniert. Rund 350 Tuning-Fans, darunter auch einige aus Belgien, Holland, Frankreich und Luxemburg, hat es mit ihren Fahrzeugen in die Römerstraße verschlagen: Dicht an dicht reihen sich die Fahrzeuge vom Kursaalgebäude bis zur Gartenstraße.

    Nahe des Jugendzentrums sticht ein Auto ganz besonders hervor: ein leuchtend orangener Golf, Baujahr 1977, auf dessen Hutablage ganz stilecht ein Wackeldackel und eine Klopapierrolle mit Häckelüberzug platziert sind. „Mein Konzept war es, möglichst am Original zu bleiben, damit man das Erscheinungsbild noch erkennt. Aber ich wollte mehr Leistung haben, daher ist der Motor eines Golf IV GTI mit 220 PS eingebaut", erläutert Besitzer Mario Liebeck aus Alpenrod im Westerwaldkreis.

    Das Auto hat Liebeck von einer älteren Dame erstanden. Da die Innenausstattung noch sehr gepflegt war, hat er sie im Originalzustand gelassen. Ansonsten wurde jedoch ziemlich viel überholt: Schweißarbeiten wurden gemacht, das Fahrwerk ist neu, genauso wie die Felgen und die Lackierung. „Das ist ein Originallack, den es auch damals gab", sagt Liebeck. Der ursprüngliche Braunton war ihm zu unauffällig.

    Auch René Becher aus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen hat viel Zeit und Mühe in sein blau glänzendes Schmuckstück gesteckt: Bei ihm ist jedoch von dem ursprünglichen Seat Arosa nicht mehr viel übrig. „Von der Karosse über den Innenraum und den Motor habe ich alles umgestaltet", sagt Becher. Bereits seit drei Jahren ist er damit beschäftigt, seinen Wagen zu frisieren. „Ich bin jetzt zufrieden, aber er ist noch nicht fertigt", erklärt der Tuning-Experte.

    „Blue Diamond" steht auf der Seite seines Flitzers geschrieben – Fans haben Bechers Auto im Internet so genannt und er hat den Namen übernommen. Passend dazu sind blaue Diamanten mit Airbrush-Technik aufgesprüht. Zudem wurde Candy-Lack aufgebracht, ein Lack mit kleinen Glitzerpartikeln, die in der Sonne funkeln. Was Becher antreibt, sein Auto immer wieder umzugestalten, sind die Aussicht auf Preise „und die Anerkennung der Leute". Bisher hat er an 15 Tuning-Treffen teilgenommen und 13 Pokale gewonnen.

    Vielleicht springt auch dieses Mal wieder ein Preis für ihn heraus. Denn die besten 100 Fahrzeuge werden von einer Fachjury in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet, darunter etwa der schönste Innenraum, die hübscheste Lackierung oder das beste Auto einer Marke. Aber die Konkurrenz ist hart: Etwa 100 Meter von Bechers „Blauem Diamanten" steht ein aufwendig rotlackierter Flitzer mit weißer Airbrush-Marmorierung, einem internetfähigen Computer auf der Beifahrerseite und einer Discokugel zwischen den beiden Rücksitzen. Das „i"-Tüpfelchen sind die in den Himmel integrierten blauen LED-Leuchten in Form der Sternbilder Widder und Wassermann.

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