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Bad Ems

Schön geworden: Pinkel-Passage hat sich zur Galerie gemausert

Jürgen Heyden

„Die Max-Jacob-Passage ist durch die Arbeit vieler Jugendlicher zu einer echten Sehenswürdigkeit für Bad Ems geworden“, sagte Stadtbürgermeister Berny Abt bei der Präsentation der aktuellen Werke. Eine große Zahl von Gästen hatte sich zur Vorstellung des Projektes in der Max-Jacob-Kulturpassage eingefunden, unter ihnen die Vertreter der Bürgerstiftung mit Wilhelm Augst an der Spitze, dazu der Kreisbeigeordnete Karl Werner Jüngst, Stadtbürgermeister Berny Abt und Uwe Kewitz von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg.

Günter Wittler, Beigeordneter der Stadt Bad Ems, gratuliert den Verantwortlichen und Mitwirkenden zum gelungenen Werk. Neben ihm steht Projektleiter Günter Schmitt.  Foto: Jürgen Heyden
Günter Wittler, Beigeordneter der Stadt Bad Ems, gratuliert den Verantwortlichen und Mitwirkenden zum gelungenen Werk. Neben ihm steht Projektleiter Günter Schmitt.
Foto: Jürgen Heyden

Kunst als Lichtblick

Projektleiter Günter Schmitt begrüßte die Jugendlichen des Bad Emser Jugendzentrums, Schüler und Schülerinnen der Ernst-Born-Grundschule und der Realschule plus und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die alle mit eigenen Beiträgen gezeigt haben, wie man ein dunkles Loch in eine künstlerisch gestaltete Passage verwandeln kann. Von der Römerstraße kommend, laden die Porträts der Kasperfiguren, von der Ernst-Born-Schule geschaffen, zum Gang durch die „Kunstgalerie“ ein. Werke zu beiden Seiten schmücken den Zugang zum Marktplatz Wipsch, und am Ausgang weist in großen Lettern das Namensschild von der Realschule plus – unter Mitwirkung von Ebinger-Schnaß-Keramik geschaffen – auf die Passage hin.

Künstlerisch gestaltete Keramikmasken der Kasperfamilie des Jugendzentrums, ebenfalls von Ebinger-Schnaß-Keramik gebrannt, schauen auf die Passanten herab. An den Wänden lenken neue großflächige Bilder der Realschule plus die Blicke auf sich, und am Ende der Passage gibt es Informationen zum Lebenswerk des Namensgebers Max Jacob.

„In den vergangenen drei Jahren haben Schülerinnen und Schüler diese einst heruntergekommene Passage zu einem außergewöhnlichen Hingucker werden lassen“, sagte Günter Schmitt. Für die Bürgerstiftung lobte Wilhelm Augst das Werk, das im Laufe der Jahre von der Stiftung mit 3000 bis 4000 Euro Spendengeldern gefördert wurde.

Bessere Würdigung für Max Jacob

Ulla Jacob-Schmitt erinnerte an ihren Großonkel Max Jacob, an seine Begeisterung für das Puppenspiel, das sie als kleines Mädchen noch mit ihm erleben durfte. „Durch die Post, die ich bekommen habe, hat er mich an seinen Reisen durch die ganze Welt teilhaben lassen.“ Beeindruckend für sie war der Besuch der Vorstellungen mit dem Großonkel in Bad Ems. „Als vor einigen Jahren der Gedanke reifte, eine Straße in Bad Ems nach ihm zu benennen, waren wir ziemlich enttäuscht und entsetzt, dass ausgerechnet dieser als Pinkelpassage bekannte Ort seinen Namen tragen sollte. Was jetzt daraus geworden ist, hätte sich damals niemand vorstellen können“, sagte die Großnichte. Uwe Kewitz von der Volksbank erinnerte an das genossenschaftliche Prinzip: „Was einer nicht schafft, das schaffen viele.“ Das habe gerade auch dieses Projekt ermöglicht. Nach dem Dank an alle Beteiligten gab es einen Eisgutschein für die beteiligten Jugendlichen und Kinder.

Von unserem Mitarbeiter Jürgen Heyden
Bad Ems Lahnstein
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