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Rhein-Lahn/Mittelrhein

Rhein-Lahn-Kreis einstimmig für die Buga 2031 – Beschluss im Zweckverband verzögert sich

Andreas Jöckel

Mit Begeisterung wird die Machbarkeitsstudie zur Buga 2031 im Rhein-Lahn-Kreis aufgenommen. Der Kreistag hat sich einstimmig für die Bewerbung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) ausgesprochen und will auch die nötigen Finanzmittel für eine Buga 2031 GmbH bereitstellen. Die endgültige Entscheidung in der Versammlung des Zweckverbandes wird sich jedoch voraussichtlich um einige Wochen verzögern.

Die Pläne für eine Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal sorgen im Kreistag Rhein-Lahn für Begeisterung.  Foto: Andreas Jöckel
Die Pläne für eine Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal sorgen im Kreistag Rhein-Lahn für Begeisterung.
Foto: Andreas Jöckel

Ursprünglich war die Entscheidung der 59 Gebietskörperschaften im Zweckverband bereits am 11. Januar geplant. Laut Landrat Frank Puchtler (SPD), der auch Vorsteher des Zweckverbandes ist, muss dies jedoch aus mehreren Gründen verschoben werden. Während die Stadt Koblenz sowie die Landkreise Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück und Rheingau-Taunus sowie zahlreiche Gemeinden bereits ihre Zustimmung erteilt haben, stehen die Entscheidungen beispielsweise im Kreis Mainz-Bingen und der Stadt Bingen noch aus. Auch das Kabinett in Hessen werde erst Mitte Januar formal über die Bereitstellung der zugesagten 6,3 Millionen Euro Landeszuschuss entscheiden. Hinzu komme, dass der Bopparder Stadtbürgermeister Walter Bersch (SPD) Widerspruch gegen den Umlageschlüssel zur Kostenbeteiligung der Kommunen eingelegt hat (wir berichteten). Trotz allem ist sich Puchtler sicher, dass die Entscheidung pro Buga mit großer Mehrheit fallen wird.

Kein Zeitdruck

Für den Projektfahrplan dürfte die „Verspätung“ kein Problem sein. DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner hat bereits versichert, dass kein Zeitdruck besteht. Auch im zweiten Quartal 2018 könne die DBG die formalen Kriterien abschließend prüfen und gegebenenfalls den Zuschlag geben. Dann könnte wie geplant im Herbst 2018 eine Buga GmbH gegründet werden, an der je zu einem Drittel der Zweckverband, die DBG und die Kommunen mit konkreten Buga-Flächen beteiligt werden. Das Gesamtbudget wird mit 108 Millionen Euro veranschlagt. Rheinland-Pfalz und Hessen übernehmen 54,9 Millionen Euro. Mindestens 38,7 Millionen sollen an Einnahmen erzielt werden. Die restlichen 14,4 Millionen Euro tragen die Kommunen im Zweckverband, wovon knapp 1,5 Millionen Euro auf den Rhein-Lahn-Kreis entfallen.

Einhellige Zustimmung

Nachdem die Geschäftsführerin des Zweckverbandes, Nadya König-Lehrmann, die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Kreistag vorgestellt hatte, gab es einhellige Zustimmung aus allen Fraktionen. Von „Fitnessprogramm für die Region“ (Puchtler) über „riesiges Infrastrukturprojekt für eine ganze Region“ (Mike Weiland, SPD) bis zu „riesigen Entwicklungschancen“ (Matthias Lammert, CDU) war die Rede. Bernd Hartmann (FWG), der bei der Stadt Koblenz bereits die Buga 2011 miterlebt hat, fasst seine Erfahrung wie folgt zusammen: „Eine Buga ist eine Förderung für unsere Region, wie es sie größer und besser gar nicht geben kann.“

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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