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Mittelrhein

Neugestaltung: Loreley könnte eine moderne GmbH werden

Die Neugestaltung des Loreley-Plateaus soll in bewährten Händen bleiben. Voraussichtlich wird Begoña Hermann die Lenkungsgruppe auch von ihrer neuen Dienststelle aus leiten. Los gehen sollen die Arbeiten mit dem Abriss des Berghotels im Herbst.

Wenn alles läuft, wie geplant, soll das Berghotel auf der Loreley ab Herbst dieses Jahres einem Landschaftspark weichen.  Foto: Andreas Jöckel
Wenn alles läuft, wie geplant, soll das Berghotel auf der Loreley ab Herbst dieses Jahres einem Landschaftspark weichen.
Foto: Andreas Jöckel

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Wie eine künftige Trägerschaft des Landschaftsparks aussehen könnte, stellten die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz und die Mittelrheinische Treuhand im Verbandsgemeinderat Loreley vor. Denkbar wäre eine GmbH mit mehreren Gesellschaftern, beispielsweise der VG Loreley, dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal sowie privaten Kapitalgebern.

Seit zwei Jahren leitet Begoña Hermann als Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz die Lenkungsgruppe für die Umgestaltung des Felsplateaus zum Landschaftspark rund um den Mythos Loreley. Jetzt wechselt sie als Vizepräsidentin zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nach Trier. Begoña Hermann ist aber zuversichtlich, dass sie federführend beim Projekt dabei bleibt: "Bereits darüber geführte Gespräche in Mainz, Koblenz und Trier stimmen mich zuversichtlich, dass dies gelingen wird."

Finanzierung der Kristalle noch unklar

Die Projektsteuerung hat seit Anfang Mai das Frankfurter Büro Drees und Sommer übernommen. "Das Ganze ist auf einem guten Weg", fasst Diplom-Ingenieur Tobias Meurer als Ansprechpartner zusammen. Im Herbst sollen die Bagger rollen: Mit dem Abriss des Berghotels auf der Felsspitze und dem ehemaligen Turner- und Jugendheim, wo der künftige Eingangsbereich sein wird, soll das von Bund und Land mit 9,5 Millionen Euro bezuschusste Vorhaben starten. Bis im Sommer sollen der städtebauliche Vertrag zum künftigen Hotelbau und der damit zusammenhängende Bebauungsplan unter Dach und Fach sein, damit die Aufträge ausgeschrieben und vergeben werden können. Bislang in der Finanzierung nicht enthalten, sind die Kristalle, die laut Siegermodell des Ideenwettbewerbs die Dächer von mehreren Info-Punkten zieren sollen: "Das müssen wir als separaten Prozess betrachten", sagt Meurer, "das heißt, wir bauen den Landschaftspark, und müssen gleichzeitig versuchen, die Finanzierung der Kristalle sicherzustellen."

GmbH als ideale Organisationsform

Nach drei Bauphasen soll die Umgestaltung bis Mitte 2018 abgeschlossen werden. Ein Gutachten, wie eine Betreibergesellschaft für den Landschafts- und Kulturpark bis dahin aussehen könnte, stellte Harald Breitenbach von der Mittelrheinischen Treuhand im VG-Rat vor. Demnach wäre eine GmbH die ideale Organisationsform, weil daran alle potenziellen Akteure flexibel beteiligt werden könnten. Außerdem könnte die Geschäftsführung mit einer professionellen und branchenerfahrenen Person besetzt werden.

Nutzungskonzept muss noch erarbeitet werden

Die Aufwendungen werden auf insgesamt knapp 341.000 Euro jährlich geschätzt. Die laufenden Betriebskosten betragen dabei rund 219.000 Euro. Die VG Loreley würde in dem Rechenmodell mit ihrem Anteil an der Finanzierung der Grundstücke einen Eigenanteil von 122.000 beisteuern – also eine Wertschöpfung im VG-Haushalt. Ein Nutzungskonzept, wie die GmbH künftig Einnahmen generiert, muss noch erarbeitet werden.

Gremien beraten

Über die Modelle, welche Gesellschafter in welcher Höhe an einer Betreiber-GmbH beteiligt werden können, wird in den kommenden Monaten unter anderem im VG-Rat und beim Zweckverband ausführlich beraten.

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