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    Mythos wird belebt: Die Loreley ist bereit für den ersten Spatenstich

    Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung beginnt nun in wenigen Wochen die Neugestaltung der Felsspitze auf dem Loreley-Plateau zu einem attraktiven Landschafts- und Kulturpark.

    Zwischen dem ehemaligen Turner- und Jugendheim (unten) und dem Mitte Oktober schließenden Berghotel (oben) wird die rund drei Hektar große Felsspitze auf dem Loreley-Plateau zu einem attraktiven Landschafts- und Kulturpark umgestaltet, der den Mythos erlebbar machen soll.  Foto: Jennifer de Luca
    Zwischen dem ehemaligen Turner- und Jugendheim (unten) und dem Mitte Oktober schließenden Berghotel (oben) wird die rund drei Hektar große Felsspitze auf dem Loreley-Plateau zu einem attraktiven Landschafts- und Kulturpark umgestaltet, der den Mythos erlebbar machen soll.
    Foto: Jennifer de Luca

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Das Projekt rund um den Mythos im romantischen Rheintal soll ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung des Welterbes Oberes Mittelrheintal werden. Dieser Prozess wird deshalb nach zwei Jahren Bauzeit nicht abgeschlossen sein, sondern soll sich weit über 2018 hinaus im Zuge der Gestaltung einer Buga 2031 fortsetzen.

    Ab Mitte Oktober soll das Ergebnis eines europaweiten Planungswettbewerbs konkret werden, das gemäß Siegerentwurf des Werkteams-Loreley einen sensibel und spannungsreich inszenierten Landschaftspark entstehen lässt. Wie detailliert die Planungen mittlerweile vorankommen, wurde in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates Loreley deutlich. Einstimmig haben die Ratsmitglieder Aufträge vergeben und erste Materialien bestimmt.

    Von Sommer 2018 an sollen die Besucher dann auf der Loreley durch eine noch aufzubauende Felsschlucht vom Parkplatz zum weitläufigen Ausblick auf den Rhein gelangen. Außerdem sollen verschlungene Wege durch den Park zu fünf Infostationen führen.

    Abrissarbeiten

    Im ersten Bauabschnitt wird es aber vor allem um Abrissarbeiten gehen. Verschwinden werden neben dem Berghotel eine marode Turnhalle und der Neubau am ehemaligen Turner- und Jugendheim sowie weitere Gebäude und Freianlagen. Insgesamt wird der Abbruch inklusive Abräumung und Baureifmachung fast 400.000 Euro kosten.

    Baumbestand wird vergrößert

    Die Eingriffe in den Baumbestand werden so gering wie möglich gehalten, weshalb weder Naturschutzbehörden noch -verbände Einsprüche anzumelden hatten. Gut zwei Drittel der Bäume bleiben stehen, das entfallende Drittel wird durch Neupflanzungen mehr als nur ausgeglichen. Der Auftrag für die Baumfäll- und Baumschutzarbeiten schlägt mit knapp 71.000 Euro zu Buche.

    Zuschüsse in drei Bauabschnitten

    Die Baukosten von insgesamt rund 6,2 Millionen Euro werden vom Bundesbauministerium mit 5 Millionen Euro bezuschusst.  Davon fließen 900.000 Euro in 2016, 2,4 Millionen Euro in 2017 und 1,7 Millionen Euro in 2018. Nun wird voraussichtlich nicht der gesamte Zuschussbetrag für die Vorbereitungen und Abrissarbeiten in diesem Jahr benötigt. Laut Bürgermeister Werner Groß wird noch geklärt, ob einige Ansätze auch ins kommende Jahr übertragen werden können. Sollten die Mittel dennoch in vollem Umfang noch 2016 abgerufen werden müssen, wären Materialkäufe für die kommenden Bauabschnitte denkbar.

    Für die Anlage des Mythenpfades, der zu den Infopoints und Aussichtspunkten führt, hat sich der VG-Rat bereits für spezielle Schieferplatten ausgewählt, die in Abstimmung mit dem Landesbehindertenbeauftragten ausgesucht wurden, und auch für Rollstuhlfahrer problemlos befahrbar sein sollen.

    Projektunsterstützung in "heißer Phase"

    Um die Verwaltung in der "heißen Anlaufphase" von Oktober bis März zu entlasten, wurde ein weiterer Auftrag an das hinzugezogene Projektsteuerungsbüro vergeben. Drees & Sommer aus Frankfurt erhalten dafür 57.800 Euro.

    • Spatenstich am 29. September: Der Beginn der Bauarbeiten auf dem Loreley-Plateau ist für die ganze Welterbe-Region ein Grund zum Feiern. Der erste Spatenstich findet am Donnerstag, 29. September, ab 14.30 Uhr. Die Gäste treffen sich beim Parkplatz des Besucherzentrums. Neben Bürgermeister Werner Groß als Vertreter der Eigentümerin Verbandsgemeinde Loreley werden Staatssekretär Gunther Adler vom Bundesbauministerium, der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz sowie der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Ulrich Kleemann, Grußworte sprechen. Anschließend präsentiert Planer Stefan Dittrich vom Werkteam Loreley das Projekt im Besucherzentrum. Die Gäste können außerdem dem Bau-Infopoint einen ersten Besuch abstatten, der in den kommenden Jahren fortlaufend über den Stand der Arbeiten informieren wird.

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