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    Mauer der Stein'schen Burg in Nassau kippt

    Nach dem Erdbeben vor einigen Tagen wackelt das historische Bauwerk bedrohlich. Jetzt wird abgerissen.

    Ungefähr dort, wo auf unserem Foto der Sonnenstrahl die Burgruine streift, neigt sich die Mauer bedrohlich. Unterhalb der Burgberges verläuft die Bundesstraße.
    Ungefähr dort, wo auf unserem Foto der Sonnenstrahl die Burgruine streift, neigt sich die Mauer bedrohlich. Unterhalb der Burgberges verläuft die Bundesstraße.
    Foto: Michaela Cetto

    Nassau - Gefahr im Verzug: Die untere Mauer der Ruine der Stein’schen Burg in Nassau wird abgerissen. Grund: Das alte Gemäuer neigt sich bedrohlich, und Experten befürchten, dass es kippen und den Burgberg hinab auf die Straße stürzen könnte. Deswegen wird die Bundesstraße 260 auf der Strecke der Ortsumgehung Nassau voraussichtlich noch mindestens bis Ende der Woche für den Verkehr komplett gesperrt sein.
    Aufgefallen war das Dilemma während eines Ortstermins, bei dem geklärt werden sollte, wie man die Mauer samt Burgruine sanieren könnte. „Die Stadt Nassau und die Denkmalpflege bemühen sich schon seit 2006 um die Instandsetzung des Baues“, erklärt Udo Rau, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nassau. Die Sanierung der jetzt kippenden Mauer sollte der erste Schritt der Gesamtmaßnahme sein. Da auch eine Außenwand des Palas offensichtlich vor kurzer Zeit umgekippt ist, vermuten die Fachleute, dass das Erdbeben, das vor einigen Tagen die Region erschütterte, Ursache für die Situation ist. Bestärkt wird diese Vermutung durch ein Statikgutachten aus dem Jahr 2007, 
das als Vergleich herangezogen wurde.
    Die Vorburg, deren Baudatum unbekannt ist, sollte einst als vorgelagerte Befestigung die Hauptburg der Nassauer schützen. Nachdem die Familie vom und zum Stein im 17. Jahrhundert in ihr Schloss ins Zentrum Nassaus gezogen war, verrottete die Burg und diente schon Generationen von Nassauer Kindern als „Abenteuerspielplatz.“ Sie thront auf dem Burgberg – direkt über der Ortskernentlastungsstraße. Die Verkehrssicherungspflicht liegt nach einem Gestattungsvertrag, der beim Bau der Umgehung mit dem Eigentümer abgeschlossen wurde, bei der Stadt. Das beinhaltet nicht nur die Wege, die den Burgberg hinaufführen, sondern auch mögliche Gefahren, die vom Berg für die Bundesstraße ausgehen. Jetzt muss die Mauer so schnell es geht weichen. „Eigentlich sollte dort ein großer Bagger hoch und das Gemäuer einreißen“, so Rau. Aber die örtlichen Gegebenheiten lassen dies nicht zu. Nun müssen kleinere Gerätschaften ran, die das Gemäuer den Hang hinunterschubsen. Dafür werden zuerst Fangzäune weiter unten am Hang errichtet, um zu verhindern, dass die Steinbrocken auf die Fahrbahn stürzen oder bis in die Lahn rollen. Voraussichtliche Kosten für die Aktion: 17 000 Euro. (cet)

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