40.000
Aus unserem Archiv
Osterspai

Martini-Markt: Osterspai hat eine neue Königin

Der Martini-Markt in Osterspai besticht mit charmantem Adel und einem ganz besonderen Angebot an mehr als 60 Marktständen.

Das bisschen Regen macht dem Osterspaier Martini-Markt nichts aus. Während es bei den Grußworten des Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Helmut Bündgen und des Ortsbürgermeisters Gerhard Böhm noch stetig vom Himmel tröpfelt, schreitet die frisch gebackene Martini-Markt-Königin Lea I. bereits trockenen Fußes durch das geheimnisumwobene Tor in der Mauer – unter großem Applaus des Fußvolkes. Eine Menge Osterspaier haben sich unter dem Wappenbaum der Vereine auf dem alten Dorfplatz versammelt, um live bei der Eröffnung des längst Tradition gewordenen Spektakels dabei zu sein. Zum 26. Mal kann im urigen Ortskern der Rheingemeinde in einem ausgewählten und trotzdem üppigen Angebot gestöbert werden. Wie schön das Ambiente hier ist, hat sich im Laufe der Jahre herumgesprochen. So findet sich am 1. Sonntag im November auch immer wieder hoher Besuch ein: Neben einigen Vertretern aus der kleinen und großen Politik geben dieses Mal auch Braubachs Weinadel und die Loreley höchstselbst ihre Aufwartung. Höhepunkt der Eröffnungsfeier, die wegen des anfänglichen Regens ohne Musikzug (aber dafür mit hübsch geträllerten Osterspai-Lied) über die Bühne geht, war die Amtsübergabe der scheidenden Marktkönigin Christina I. an die neue Königin Lea I.

Das ist nämlich alle zwei Jahre eine höchst spannende Angelegenheit (was die überraschten und erfreuten Gesichter in der Menge bewiesen). Nur ein ganz kleiner Personenkreis wird eingeweiht. Das verrät hinter vorgehaltener Hand Helmut Bündgen, der die adlige Osterspaier Repräsentantin alle zwei Jahre im Geheimen aussucht – die Haarfarbe sei dabei übrigens kein Kriterium, wie er schmunzelnd betont. Reiner Zufall, dass bislang sechs von sieben Königinnen dunkelhaarig waren. Die potenzielle Repräsentantin sollte sich vielmehr mit ihrer Heimat identifizieren, aufgeschlossen und einfach „gut drauf“ sein. Im Ort selbst jedenfalls wird immer wild spekuliert, wer als neue Marktkönigin das Zepter schwingen könnte. Loreley Theresa Lambrich bringt die Sache auf den Punkt: „Es ist wirklich toll, dass Osterspai als so kleiner Ort immer wieder eine neue Königin küren kann.“ Und nachdem sich Christina I. mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet hatte, richtete Lea I. das Wort an alle Gäste und Standbetreiber und wünschte schöne und gesellige Stunden.

Viele der Standbetreiber kommen bereits sei 26 Jahren in die schmucke Rheingemeinde. Was mit „paarundzwanzig“ Ständen begann, hat sich mit heuer 63 Ständen zu einem kleinen Hotspot der Herbstmärkte entwickelt. Dabei geht es hier schon immer mehr um Klasse als um Masse, wie Marktleiterin Ruth Helbach festhält. „Wir achten darauf, dass wir unseren Besuchern ein feines Angebot präsentieren“, sagt sie. In den Auslagen finden sich unterschiedliche Waren, viel Handarbeit, Unikate, besonders Schönes und besonders Leckeres. Feiner Käse in dicken Rädern, duftendes Brot, herzhafte Wildspezialitäten reihen sich an originelle Herbst- und Adventsdekorationen, Holzschnitzereien oder Schieferarbeiten. Durch Weine, Liköre, Marmeladen und vieles mehr schlemmen sich die Besucher, die mal wieder hoch zufrieden sind, sich an diesem Sonntag für einen Besuch in Osterspai entschieden zu haben. Michaela Cetto

Bad Ems Lahnstein
Meistgelesene Artikel
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
Anzeige
Regionalwetter
Sonntag

-7°C - 2°C
Montag

-7°C - 1°C
Dienstag

-10°C - 0°C
Mittwoch

-9°C - -1°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
epaper-startseite
Anzeige