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Hahnstätten

Manipulierte Auspuffanlagen: Etliche Zweiräder waren zu laut unterwegs

Bei gemeinsamen Motorradkontrollen der Polizei aus Rheinland-Pfalz und Hessen wurden am Sonntag in Hahnstätten etliche Zweiräder aus dem Verkehr gezogen. Zuvor waren die Beamten im Gelbachtal aktiv.

André Stange von der Polizei Diez unterstützte die Motorradkontrolle in Hahnstätten. Foto: Recktenwald
André Stange von der Polizei Diez unterstützte die Motorradkontrolle in Hahnstätten.
Foto: Recktenwald

Von unserer Mitarbeiterin Anika Recktenwald

Mehr als 50 Motorradfahrer hatte man bis zum frühen Nachmittag gestoppt. "Solche landesübergreifenden Kontrollen ergeben gerade an Strecken wie der B 54 Sinn, da es sich hier häufig um grenzüberschreitenden Verkehr handelt", erläuterte Polizeioberkommissar Olaf Urban von der PI Bad Ems. Motorradfahrer, die auf der B 54 unterwegs sind, fahren also meist sowohl durch Rheinland-Pfalz als auch durch Hessen. Ziel gemeinsamer Kontrollen, für die die Beamten ihre Freizeit opfern, ist es, an unfallträchtigen Strecken vorbeugend zu wirken. Auch im Hinblick auf die Vermeidung von Lärmbelästigung wird die Polizei aktiv.

Bei uneinsichtigen Fahrern werden repressive Maßnahmen nötig. "Aber in der Regel sind die Fahrer einsichtig", erklärte Urban. Besonders häufig aufgefallen waren bei der Kontrolle in Hahnstätten Probleme mit abgefahrenen Reifen oder manipulierten Auspuffanlagen, bei denen entweder etwas verändert oder komplette Eigenbauten montiert wurden. Das führt dazu, dass die Auspuffanlagen die vorgegebenen Lautstärkerichtlinien überschreiten. Ein geeichtes Schallpegelmessgerät gibt Auskunft darüber, ob ein Motorrad lauter ist als eigentlich erlaubt. In einem bestimmten Abstand und Winkel messen die Beamten die Lautstärke bei einer gewissen Drehzahl. Wenn die Auspuffanlage unerlaubt und mit Vorsatz manipuliert wurde, dann muss ein Bußgeld von 270 Euro gezahlt werden, und es folgt eine Eintragung ins Zentralregister. Auch die Fahrer und deren Fahrtüchtigkeit sowie die Papiere wurden neben der technischen Ausstattung, Spiegeln, Reifen und Auspuff von den Beamten am Sonntag überprüft.

Etwa ein- bis zweimal im Monat sollen solche Kontrollen im Bereich der Polizeidirektion Montabaur, also dem Rhein-Lahn- und dem Westerwaldkreis, während der Saison durchgeführt werden. Beamte, die zu diesen Terminen keinen Dienst haben und über entsprechende technische Vorkenntnisse verfügen, können sich freiwillig melden und werden zur Teilnahme ausgewählt. Der Sonntag wurde als ein lohnender Termin angesehen, denn angesichts des relativ trockenen Wetters waren etliche Motorradfahrer unterwegs.

Bad Ems Lahnstein
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