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Mittelrhein

Machbarkeitsstudie beschlossen: Buga 2031 soll für frischen Wind am Mittelrhein sorgen

Das Welterbe Oberes Mittelrheintal soll fit für die Bundesgartenschau 2031 gemacht werden. Die Versammlung des Welterbe-Zweckverbandes hat einstimmig beschlossen, sich bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) zu bewerben.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Kestert hat schon zahlreiche Fahnen für die Buga 2031 gehisst. Der Welterbe-Zweckverband hat sich dort im Bürgerhaus einstimmig für die Bewerbung entschieden.  Foto: Andreas Jöckel
Kestert hat schon zahlreiche Fahnen für die Buga 2031 gehisst. Der Welterbe-Zweckverband hat sich dort im Bürgerhaus einstimmig für die Bewerbung entschieden.
Foto: Andreas Jöckel

Welche Projekte und Investitionen dazu notwendig sind, soll jetzt eine Machbarkeitsstudie bis Ende 2017 klären, die vom Land in Auftrag gegeben und von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz im Zusammenspiel mit Hessen und den Kommunen betreut wird. Diese dient als offizielle Bewerbung bei der DBG. Aufbauend auf der Vorstudie soll sie unter anderem ein umfassendes Organisations- und Finanzierungskonzept beinhalten.

Bevor Verbandsvorsteher und Landrat Frank Puchtler die Versammlung aus Vertretern aller beteiligten Kommunen von Rüdesheim bis Koblenz sowie der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen eindringlich um ihre Zustimmung zu dem Projekt gab, erhielt er Unterstützung durch zwei Plädoyers.

Kern: Ab heute am Erfolg arbeiten

Im Bürgerhaus in Kestert fasst die Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal den einstimmigen Beschluss. Foto: Andreas Jöckel
Im Bürgerhaus in Kestert fasst die Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal den einstimmigen Beschluss.
Foto: Andreas Jöckel

Innenstaatssekretär Günter Kern, vor elf Jahren einer der Gründungsväter des Zweckverbandes im 2002 anerkannten Welterbe, stellte die Chancen heraus, die in Innenminister Roger Lewentz Idee zur Buga 2031 stecken. Schon die Buga 2011 habe einen immensen Impuls für die Region gesetzt: "Untersuchungen der Stadt zeigen, dass auch nach dem Buga-Jahr die Gästezahlen weiter steigen und der Tourismus mit einem jährlichen Umsatz von 300 Millionen Euro zum regionalen Wohlstand beiträgt. Schon während der Buga-Bauzeit stellten wir fest, dass für jeden investierten Euro der öffentlichen Hand rund 5 Euro aus privater Hand investiert wurden."

Jedes Jahr besuchten rund drei Millionen Menschen das Mittelrheintal. Noch immer seien der Rhein und seine Burgen für Europäer und auch Gäste von anderen Kontinenten ein beliebtes Reiseziel: "Gerade deshalb brauchen wir in der Region ein wichtiges und langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt – ein alle verbindendes Band, eine gemeinsame Vision mit verbindlichem Zielpunkt." Die Buga in Koblenz sei die größte Veranstaltung der Landesgeschichte gewesen: "Wir können ab heute daran arbeiten, dass uns ein solcher Erfolg wieder gelingt."

Sandner: Bundesweit vorbildlich

Foto: aj

DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner bezeichnete die Arbeit des Landes Rheinland-Pfalz, das die Entwicklung einer Bundesgartenschau nun schon zum zweiten Mal auf Augenhöhe mit den Kommunen vorantreibe, als bundesweit vorbildlich. Häufig sei dies anders: Kommunen, die sich für das Vorhaben entscheiden, müssten bei ihrer Landesregierung um Unterstützung betteln. "Ich versichere Ihnen: Wenn Sie sich heute entscheiden, weiter zu machen, haben Sie uns an der Seite. Wir freuen uns auf dieses Projekt, gemeinsam mit dem gesamten gärtnerischen Berufsstand sowie den Planern und der Fachzunft, die es letztlich umsetzen werden."

  • Buga-Freunde gehen auf Exkursion: Der Verein Freunde der Buga 2031 lädt zu einem Spaziergang durch den Ostein’schen Park in Rüdesheim für Montag, 24. Oktober, ein. Dieser ist einer der ersten romantischen Landschaftsparks in Deutschland. Dr. Inken Formann von der hessischen Verwaltung für Schlösser und Gärten erklärt das Konzept. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Waldparkplatz am Jagdschloss. Info und Anmeldung unter Telefon 06771/9599104 oder E-Mail an info@bugafreunde2031.de

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