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    Loreley-Freilichtbühne: Sanierung startet im Herbst

    Die Planung für die Sanierung der Loreley-Freilichtbühne ist laut Innenminister Roger Lewentz jetzt in trockenen Tüchern. Demnach soll die Spielstätte für bis zu 18.000 Besucher in zwei Bauabschnitten umgestaltet werden. Die Kosten betragen fast 4,5 Millionen Euro.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Für Tausende Fans sind die Veranstaltungen die Loreley-Freilichtbühne über dem Rhein in jedem Sommer ein einmaliges Erlebnis. Das Gelände soll in zwei Bauabschnitten saniert werden. Der Spatenstich dafür kann jedoch vor dem Saisonstart im Juni nicht mehr erfolgen.
    Für Tausende Fans sind die Veranstaltungen die Loreley-Freilichtbühne über dem Rhein in jedem Sommer ein einmaliges Erlebnis. Das Gelände soll in zwei Bauabschnitten saniert werden. Der Spatenstich dafür kann jedoch vor dem Saisonstart im Juni nicht mehr erfolgen.
    Foto: Frey-Pressebild

    Das Land ist grundsätzlich bereit, 80 Prozent der Kosten zu übernehmen, wenn der Baustart noch in diesem Jahr erfolgt. Dieser muss jedoch auf den Herbst verschoben werden, denn die Saison 2015 steht schon vor der Tür.

    Vorhaben hat sich seit 2011 immer wieder verzögert

    Mit der Sanierung soll die Freilichtbühne erneuert und sicherer gemacht werden, ohne die historische Bausubstanz zu verändern. Schon am 30. November 2011 hat das Innenministerium der Stadt St. Goarshausen einen Zuschuss von mehr als 2,2 Millionen Euro bewilligt. Damals waren die Planer von zuwendungsfähigen Gesamtkosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro ausgegangen. Die restlichen Kosten wollen sich die Stadt St. Goarshausen und der Bühnenbetreiber teilen. Doch das Vorhaben verzögerte sich. Immer wieder setzte Roger Lewentz die Auftraggeber unter Druck, um das Projekt voranzutreiben. Zuletzt drohte der Innenminister im Frühjahr 2014, die bereitgehaltenen Mittel flössen woanders hin, wenn der Spatenstich nicht noch in der Winterpause 2014/2015 erfolgt.

    Doch im November vergangenen Jahres wiesen der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, dessen Bauamt im Auftrag der Stadt St. Goarshausen das Bauvorhaben betreut, und der neue Stadtbürgermeister Heinz-Peter Mertens im Gespräch mit unserer Zeitung jegliche Schuld an den Verzögerungen von sich. Hintergrund sei vielmehr die sogenannte Muster-Versammlungsverordnung, die in Rheinland-Pfalz ab 2015 strengere Vorschriften in puncto Sicherheit mache. Darin wird beispielsweise festgelegt, wie breit Fluchtwege bei welcher Anzahl von Besuchern sein müssen. Dies soll unter anderem auch Polizei und Rettungskräften die Arbeit erleichtern. Bei einer denkmalgeschützten Spielstätte ist dies aber nicht unbedingt eins zu eins umsetzbar.

    Wird das Besucherzentrum zum Backstagebereich?

    Mittlerweile wurde die Planung laut Lewentz aber baurechtlich zwischen St. Goarshausen, dem Bühnenpächter und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord abgestimmt. Demnach sollen in einem ersten Bauabschnitt die Bühne, das Zeltdach, die Eingangsgebäude und Geländeteile erneuert werden. Dafür werden fast 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Erst in einem zweiten Bauabschnitt – voraussichtlich ein Jahr darauf – sollen das Backstagegebäude und die Künstlergarderobe in Angriff genommen werden, was nochmals knapp 1,4 Millionen Euro kostet. In beiden Bauabschnitten sind auch anteilige Ausgaben für Kunst am Bau eingerechnet.

    Das Vorhaben wurde laut Innenministerium in zwei Bauabschnitte unterteilt, weil die Verwaltung in St. Goarshausen überlegt, möglicherweise Teile des Backstagebereiches und der Künstlergarderoben im leer stehenden Besucherzentrum auf der Loreley unterzubringen. Dafür soll eine Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellt werden. Währenddessen könnte schon auf dem ersten Abschnitt gebaut werden.

    Doch Bagger können auf der Loreley-Freilichtbühne eben nur in der Winterpause rollen. Und dafür ist es Anfang März zu spät. Alle Arbeiten müssen zuerst ausgeschrieben und beauftragt werden. Bevor also Peter Maffay am 21. Juni die Fans auf der Loreley begrüßt, wird dort keine Erde mehr bewegt werden. Stadtbürgermeister Mertens ist dennoch zufrieden: "Wir freuen uns, dass wir nun endlich starten können, wenn auch erst im Herbst dieses Jahres." Ebenso äußert sich Pächter Ulrich Lautenschläger, Geschäftsführer der Loreley Venue Management GmbH: "Vor dem Saisonstart geht jetzt nichts mehr."

    Sommerprogramm mit Maffay, Sunrise Avenue und In Extremo

    Um die Saison 2015 müssen sich die Fans der Freilichtbühne auch keine Sorgen machen, denn die Genehmigung für Veranstaltungen mit bis zu 18.000 Besuchern besteht weiter. Um Gelände und Zufahrt nicht zu sehr zu belasten, beschränkt sich der Betreiber freiwillig auf maximal 15.000 Gäste. Im Sommer kommen nach Peter Maffay unter anderem auch Unheilig, Sunrise Avenue und Christina Stürmer auf die Loreley. Außerdem feiern In Extremo dort im September ihren 20. Geburtstag.

    • Infos zum Programm gibt es unter www.freilichtbuehne-loreley.de
    • Entwicklung des Loreley-Plateaus steht auf drei Säulen: Die Freilichtbühne ist nicht das einzige Objekt, das auf dem Loreley-Plateau aufpoliert werden soll, um das Zentrum der Rheinromantik im Welterbe Oberes Mittelrheintal touristisch aufzuwerten. Auch eine Neugestaltung des Geländes bis zur Felsspitze sowie ein Hotelbau sind geplant. Für die beiden letzteren Projekte wurden derzeit vier Siegerentwürfe in einem städtebaulichen Ideenwettbewerb ermittelt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Ein Verkehrskonzept für das Gelände wird noch erstellt. Um Bundeszuschüsse zu erhalten, so Innenminister Roger Lewentz, hat das Land dieses Projekt in Berlin auf Platz eins für Rheinland-Pfalz gesetzt, was die hohe Priorität ausdrückt. Daneben will sich auch Mainz selbst sicherlich nicht zieren. Lewentz: "Wenn Anträge vorgelegt werden, werden wir eine Förderung prüfen." Den Stein ins Rollen gebracht hat der Investor Nidag AG. Unsere Zeitung hat mit Vorstand Gunther Zeidler über seine Ziele gesprochen und den Stand des Projektes analysiert.

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