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    St. GoarshausenLöffelübergabe an der Loreley: Manfred Baumert repräsentiert jetzt St. Goarshausen

    Manfred Baumert ist neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von St. Goarshausen. Der 68-Jährige ist in der Ratssitzung am Montagabend ernannt und vereidigt worden. Baumerts bisherige Position als Erster Beigeordneter muss noch neu besetzt werden. Der Stadtverwaltung gehören derzeit weiterhin die Zweite Beigeordnete Anna Maria Weisbrod und die Dritte Beigeordnete Katrin Vetters an.

    Manfred Baumert (2. von links) besitzt als Bürgermeister jetzt den Stadtlöffel von St. Goarshausen. Mit ihm freuen sicht (von links): Hans-Josef Kring (Beigeordneter VG Loreley), sein Vorgänger Heinz-Peter Mertens sowie die Stadtbeigeordneten Katrin Vetters und Anna Maria Weisbrod. Foto: Andreas Jöckel
    Manfred Baumert (2. von links) besitzt als Bürgermeister jetzt den Stadtlöffel von St. Goarshausen. Mit ihm freuen sicht (von links): Hans-Josef Kring (Beigeordneter VG Loreley), sein Vorgänger Heinz-Peter Mertens sowie die Stadtbeigeordneten Katrin Vetters und Anna Maria Weisbrod.
    Foto: Andreas Jöckel

    Die Neuwahl in der Loreleystadt war notwendig geworden, weil der bisherige Bürgermeister Heinz-Peter Mertens das Amt aus beruflichen Gründen zum 1. April niederlegen musste. Bei der Direktwahl am 7. Mai war Manfred Baumert mit 67,47 Prozent der Stimmen gewählt worden. Kandidatin Katrin Vetters erhielt 32,53 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,94 Prozent. Nachdem der neue Stadtchef von der Zweiten Beigeordneten Anna Maria Weisbrod vereidigt worden war, richtete er eine kurze Ansprache an den Stadtrat und die zahlreichen Zuhörer: „Es ist mir eine Ehre, hier vor Ihnen zu stehen, und die Stadt St. Goarshausen repräsentieren zu dürfen. Zunächst möchte ich mich bei meinen Wählern für das großartige Wahlergebnis bedanken.“ Lächelnd blickte Baumert auf seine Anfänge in der Kommunalpolitik vor fast 28 Jahren zurück: „Am 3. Juli 1989 war meine erste konstituierende Sitzung noch mit dem damaligen Bürgermeister Rolf Daum. Hätte mir damals jemand gesagt, du wirst eines Tages mal als Bürgermeister hier vorne stehen, hätte ich entgegnet: Das wird nie sein.“

    Dann kam alles anders

    Doch jetzt kam alles anders: „Nach so langer Zeit im Rat kann man nicht einfach zusehen und hoffen, dass es schon irgendwie weiter gehen wird, wenn der amtierende Bürgermeister das Amt aus uns allen bekannten Gründen niederlegt.“ Die Loreleystadt habe es verdient, dass sich Verwaltung und Rat engagiert einbringen.

    Viele Baustellen

    Aufgaben stehen Manfred Baumert und seinem Team noch genug bevor. „Wir haben noch viele Baustellen vor der Brust, die ich gern mithilfe des Stadtrates und der Verbandsgemeinde Loreley realisieren möchte.“ Die größte Baustelle ist momentan die Loreley-Freilichtbühne. Eingeteilt in zwei Bauabschnitte, steht der erste kurz vor der Vollendung zum Saisonbeginn 2017. Am neuen Busparkplatz fehlt nur noch die Bepflanzung. Mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, dem Wasser- und Schifffahrtsamt sowie der Firma Rhenus ist die Stadt in Gesprächen über die Neugestaltung des Geländes mit Blick auf den Loreleyfelsen am Häusener Kran. Das ehemalige Bahnhofsgebäude soll zum neuen Rathaus mit Touristinformation umgebaut werden. Für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses werden zwei Grundstücke im Auftrag der Verbandsgemeinde baureif gemacht. Und noch etwas liegt Baumert besonders am Herzen: die Beseitigung des Bretterzauns in der Altstadt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung: „Wir leben hier alle vom Fremdenverkehr. Deshalb können wir nicht hinnehmen, dass wir unsere Altstadt mit Brettern zunageln. Wir müssen uns zeitnah um das einsturzgefährdete Haus kümmern.“ Im Juni stehen auch Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit der japanischen Stadt Inuyama an.

    "Die Suppe auslöffeln"

    Neben dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Hans-Josef Kring, gehörte auch Ex-Bürgermeister Mertens zu den ersten Gratulanten. Er übergab nicht etwa das Staffelholz an seinen Nachfolger, sondern einen kleinen Löffel, auf dem oben der Loreleyfelsen und unten die Bundesflagge mit Bundesadler abgebildet sind. Eine Tradition, die der ehemalige Bürgermeister Heinz Heil bei der Amtsübergabe an Mertens Vorgänger Bernhard Roth mit einem kleinen Augenzwinkern erstmals begründete. Dahinter steht der schelmische Gedanke: Jetzt muss der Nächste die Suppe, also die Probleme der Stadt, auslöffeln! Heinz-Peter Mertens sieht jedoch ein weitergehendes Gedankenspiel: „Mit dem kleinen Löffel kann man zwar keine großen Mengen bewegen, aber wenn man ihn permanent einsetzt, bringt man doch die ein oder andere Baustelle voran. Bei dir, lieber Manfred, ist er sicher in guten Händen.“ Heinz Peter Mertens wird noch in feierlichem Rahmen offiziell aus dem Amt verabschiedet.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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