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Bettendorf

Limes Live zeigt Leben der Kelten und Römer

Der siebte Limes-Erlebnistag Limes Live nimmt die Ortsgemeinde Bettendorf vollends in Beschlag.

Foto: Norbert Schmiede

Von unserem Mitarbeiter Norbert Schmiedel

Denn Bettendorf ist als Gastgeber der Veranstaltung am 14. September seit einigen Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt, um den erwarteten etlichen Tausend Besuchern ein großartiges Programm bieten zu können. Unterstützt wird die von Ortsbürgermeister Arnd Witzky geführte Arbeitsgruppe der Gemeinde von der Arbeitsgruppe Limes der Kreisverwaltung wie auch von der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn. Über das vielseitige Programm informieren der inzwischen fertig gestellte Flyer, sowie Veröffentlichungen unter www.limes-live.de. Das Programm stellt aber nicht nur den römischen Limes und die Römer dar, die Kelten als ursprüngliches Volk der Region sind ebenfalls stark vertreten.

Geschichtsbewusste Vereine haben sich in ganz Deutschland gegründet, wo Keltensiedlungen nachgewiesen wurden. In Bettendorf wird der Keltenhof weiter gebaut unter dem Dach des Kulturinstituts Bettendorf/Buch mit dem Vorsitzenden Hubert Ruoff, unterstützt von der Gemeindeverwaltung. Der Keltenhof wird zu Limes Live der Mittelpunkt sein zur Darstellung keltischen Lebens und keltischer Gebräuche. Arnd Witzky, die Erste Beigeordnete Michaela Kortus und der Dritte Beigeordnete, Gerd Heinemann, arbeiten mit Hubert Ruoff und dem Marienfelser Künstler Edgar Defayay eng zusammen. In der Vorschau auf das Programm gab es schon herrliche Momente, als Edgar Defayay zum Beispiel als Kelte mit einem von ihm selbst hergestellten Hinkelstein als Werbefigur posierte.

Die Bettendorfer Kelten aber bekommen fachkundige Verstärkung in ihren Bemühungen, das Leben der Kelten in und um Bettendorf authentisch zu interpretieren. Die Keltengruppe Teutates, benannt nach einem Gott aus der keltischen Mythologie, der allgemein als eigentlicher Stammesgott, als Führer in Krieg und Frieden gesehen wird, wird von ihrem Stammsitz im Rhein-Main-Gebiet nach Bettendorf kommen. Sie zeigen tägliche Arbeiten, wie sie aus Grabungen und Funden rekonstruiert wurden, etwa Keramikarbeiten, die Herstellung von Kettenhemden, Brettchenweben zum Mitmachen, Färben von Wolle, Wollespinnen und Kornmahlen in einer speziellen Mühle.

Eine zweite Gruppe, Genii Loci (wörtlich: Der Geist des Ortes), womit der Mythologie folgend ein Schutzgeist gemeint war, aus Großwallstadt ergänzt ebenfalls das Programm am Keltenhof. Dieser Verein besteht erst seit sechs Jahren, zeichnete sich bisher vorwiegend durch seine Jugendarbeit aus, um Kindern und Jugendlichen die Geschichte ihrer Heimat näherzubringen. Aus der Verbindung zu diesen und weiteren Keltenvereinen wollen die Bettendorfer Keltenfreunde schöpfen und ihre Arbeit aufbauen. "Limes Live" ist daher ein weiterer Schritt, den Keltengedanken in Bettendorf voran zu bringen und zu etablieren. Insofern wird Limes Live den römischen Aspekt der Veranstaltung mit der Kultur der ursprünglichen Bevölkerung der Region, der Kelten nämlich, in bester Weise verbinden und verständlich machen. "Römer und Kelten sind hier in Bettendorf nicht zu trennen, weil sie hier zusammen lebten und wirkten, und genau das wollen wir darstellen", meinte Hubert Ruoff.

Edgar Defayay hat schon wieder eine Idee, dieses Ziel zu erreichen. Er ist dabei, ein viertes Zeitfenster zu konstruieren, das einen Limesabschnitt mit einem Limesturm zeigt. Das wird nach der Veranstaltung Limes Live dann im Backes ausgestellt.

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