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LBM: L334 voraussichtlich ab Ende Februar frei

Die schweren Unwetter im Mai und Juni dieses Jahres hatten verheerende Folgen für die L334, die Verbindungsstraße zwischen den Höhengemeinden Dahlheim und Weyer und der Rheingemeinde St. Goarshausen-Wellmich. An vielen Stellen wurde die Straße unterspült, Bankette mitgerissen und Geröll auf die Fahrbahn gespült. Seitdem ist die L334 für den Verkehr gesperrt. Doch nun scheint ein Ende Sicht.

Durch die Starkregenereignisse Ende Mai wurden unter anderem auch Abwasserleitungen entlang der L 334 freigespült. Dadurch war sofortiger Handlungsbedarf gegeben.
Durch die Starkregenereignisse Ende Mai wurden unter anderem auch Abwasserleitungen entlang der L 334 freigespült. Dadurch war sofortiger Handlungsbedarf gegeben.

Von unserer Reporterin Mira Müller

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Kai Mifka vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez mit, dass die L334 von Wellmich bis zum Abzweig nach Weyer voraussichtlich Ende Januar wieder freigegeben werden kann. Die Freigabe des Abschnitts zwischen dem Abzweig Weyer und Dahlheim ist für Ende Februar vorgesehen.

Durch die Starkregenereignisse Ende Mai wurden unter anderem auch Abwasserleitungen entlang der L334 freigespült. Dadurch war sofortiger Handlungsbedarf geboten. Um Schäden an den Leitungen zu vermeiden, wurde damals die Firma Hamm tätig und stützte die Leitungen ab. Doch dann passierte vor Ort erst mal nichts. Doch im Hintergrund war der LBM tätig: Um in dem engen Bachtal aktiv werden zu dürfen, waren Abstimmungen mit der Unteren und Oberen Naturschutzbehörde sowie der Unteren und Oberen Wasserbehörde notwendig. Denn die Straße befindet sich in einem FFH- und Vogelschutzgebiet. "Uns ist die Bedeutung der Verbindungsstraße bewusst", sagte Mifka, "und wir haben versucht, die Maßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen, aber der Planungs- und Abstimmungsaufwand ist sehr hoch."

Unterbau wird aufgefüllt

Derzeit werden die größten Schäden an der L334 im Abschnitt zwischen Wellmich und Abzweig Weyer repariert. Dort war unter anderem an der schlimmsten Stelle auf einer Länge von 30 Metern eine sechs Meter hohe Stützwand weggebrochen. Teilweise ist der Unterbau der Straße bis über die Mitte weggespült worden. Die Reparaturen seien sehr aufwendig, erklärte Mifka. Derzeit wird dort der Unterbau der Straße wieder aufgefüllt. Mit Wasserbausteinen wird die Böschung wieder aufgebaut. Darüber hinaus werden weitere Schadstellen repariert.

Mit der Fertigstellung des unteren Abschnitts rechnet Mifka Ende Januar. Dann ist die L334 wieder zwischen Weyer und Wellmich befahrbar. Das sei vor allem auch für die Anwohner Wellmichs sehr wichtig. Denn im Falle eines Hochwassers wären sie sonst von der Außenwelt abgeschnitten. Der Abschnitt der L334 zwischen dem Abzweig Weyer und Dahlheim wird im Anschluss repariert, der ebenfalls von den Unwettern in Mitleidenschaft gezogen wurde. In diesem Bereich werde sich erst mal der größten Schadstellen angenommen. Die Ausschreibung für diese Maßnahme sei derzeit in der Vorbereitung. Mifka rechnet mit der Freigabe dieses Abschnitts mit Ende Februar – mit Einschränkungen. Denn viele kleinere Schadstellen können erst im Sommer behoben werden. Somit müssen sich die Verkehrsteilnehmer im oberen Bereich der L334 auf Engstellen einstellen. Verkehrstechnisch werde hier über eine Ampel- oder Vorranglösung nachgedacht.

Kostenschätzung: 450.000 Euro

Allein diese Instandsetzungsmaßnahmen kosten nach vorläufiger Schätzung rund 450.000 Euro. Doch damit sind die Maßnahmen noch nicht beendet. Die größten Schadstellen seien dann zwar beseitigt, aber etliche kleinere Schäden müssen noch repariert werden.

In einem nächsten Schritt wird es im kommenden Jahr eine Gesamtbetrachtung der Strecke geben, und der LBM wird die gesamte Strecke überplanen. Das Planungsverfahren dazu werde 2017 eingeleitet. Für die abschließenden Sanierungsmaßnahmen entlang der L334 ist vorgesehen, die Straße während der Sommerferien noch einmal komplett zu sperren. "Dies ist notwendig, weil unter anderem viele Querdurchlässe von Rinnsalen erneuert werden müssen", erläutert Mifka.

Während der Unwetter im Frühjahr schwollen die Rinnsale zu reißenden Bächen an, Schlamm und Geröll verstopften dann teilweise die Durchlässe. Um die Querdurchlässe wieder zu reparieren und für die Zukunft fit zu machen, muss die Straße stellenweise über die gesamte Breite aufgerissen werden. "Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten soll die Strecke dann auch optimiert werden", so Mifka.

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