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VG Loreley

Landschaftspark und Freilichtbühne auf der Loreley: Lewentz sagt weitere Förderung zu

VG Loreley. Für die Entwicklung des Loreley-Plateaus und der Freilichtbühne hat Innenminister Roger Lewentz (SPD) zwei weitere Förderzusagen von bis zu 4,66 Millionen Euro an die Verbandsgemeinde Loreley und die Stadt St. Goarshausen übergeben. Das Land und die Kommunen bekräftigen damit ihren Schulterschluss zur Entwicklung der Loreley als touristische Premiumdestination und als Initialzündung auf dem Weg zur Buga 2031.

Freuen sich über das Vorankommen auf der Loreley (von links): Stadtbürgermeister Manfred Baumert, ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann, VG-Bürgermeister Werner Groß, Innenminister Roger Lewentz und Tourismusreferent Armin Schaust.  Foto: Andreas Jöckel
Freuen sich über das Vorankommen auf der Loreley (von links): Stadtbürgermeister Manfred Baumert, ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann, VG-Bürgermeister Werner Groß, Innenminister Roger Lewentz und Tourismusreferent Armin Schaust.
Foto: Andreas Jöckel

Der erste Bauabschnitt zur Neugestaltung des Loreley-Plateaus als mythischer Kultur- und Landschaftspark hat eine Kostenobergrenze von 12 Millionen Euro. Insgesamt 10,74 Millionen Euro Förderung gibt es dafür von Bund (5 Millionen Euro) und Land (5,74 Millionen Euro). In den Plänen noch nicht enthalten waren unter anderem die beleuchtete, kristallförmige Dachkonstruktion des Mythosraums, die dazugehörige Ausstellungskonzeption sowie die Umgestaltung der ehemaligen Jugendherberge zum Eingangsgebäude mit Gastronomie. „Deshalb sind wir dankbar für das Signal aus Mainz, die noch fehlenden Projektbausteine als zweiten Bauabschnitt zu unterstützen“, erklärt der Bürgermeister der VG Loreley, Werner Groß (CDU).

Nach Ansicht von Roger Lewentz besteht im Welterbe Oberes Mittelrheintal noch einiges an Nachholbedarf, um zu einer internationalen touristischen Vorzeigedestination zu werden – insbesondere auch in der VG Loreley. Die Neugestaltung des Loreley-Plateaus sei eine der wichtigen Investitionen dafür, wobei zudem ein Großteil des investierten Geldes wirtschaftlich in der Region bleibe. „Bis 2019 sollte die Loreley so weit ertüchtigt sein, dass wir mit Stolz sagen können: Hier kann man die Rheinromantik und das Welterbe erleben“, setzt der Minister ein klares Ziel. Damit das neue Kleid der Loreley auch nahtlos mit dem zweiten Bauabschnitt fertiggestellt werden kann, stellt das Land 4,25 Millionen Euro aus der Städtebauförderung für die auf 5 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten bereit.

Während der Kultur- und Landschaftspark derzeit laut Tourismusreferent Armin Schaust von der VG Loreley noch exakt im Zeit- und Kostenrahmen liegt, kam es bei der Sanierung der Loreley-Freilichtbühne im Eigentum der Stadt St. Goarshausen zu Mehrkosten. Ursprünglich sollten das Land 80 Prozent der Kosten tragen, Stadt und Bühnenpächter 10 Prozent. Laut Lewentz hat aber der Pächter mit einer Eigenleistung von mehr als 300.000 Euro seinen ursprünglich geplanten Anteil von 200.000 Euro bereits übererfüllt. „Es ist daher verständlich, dass für ihn eine weitere Beteiligung an den Mehrkosten wirtschaftlich nicht darstellbar ist.“ An Stadtbürgermeister Manfred Baumert (CDU) übergab der Minister deshalb eine weitere Förderzusage von 412.000 Euro, was einer Aufteilung von 90 Prozent auf das Land und 10 Prozent auf die Stadt entspreche. „Auch wenn es sich rein rechtlich um zwei unterschiedliche Projekte handelt, müssen wir den Landschaftspark und die Freilichtbühne als Einheit sehen“, erklärt Lewentz. Nur in der Gesamtheit könne sich die Loreley wieder zu einem Touristenmagneten entwickeln, „mit dem wir in der Champions League spielen“.

ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann (SPD), die seit dem Start des internationalen Gestaltungswettbewerbs für das Loreley-Plateau im Sommer 2014 die Lenkungsgruppe leitet, und sich deshalb mittlerweile den Ehrentitel „Mutter der Loreley“ in der Region verdient hat, wird in den kommenden Wochen eine Sitzung einberufen. Unter anderem soll auch die Welterbeverträglichkeit mit Vertretern des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) abgestimmt werden. Probleme sieht VG-Bürgermeister Groß deshalb nicht auf die Planungsrunde zukommen. Denn der Ausstellungsraum mit „Kristalldach“ steht am ehemaligen Standort des Berghotels und ist laut Sichtachsenstudie vom Tal aus nicht zu sehen.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Mittel aus Investitionsstock: Verwaltungsgebäude wird saniert

Für die dringend notwendige bauliche und energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes der VG Loreley in St. Goarshausen hat das Innenministerium 915.000 Euro aus dem Investitionsstock des Landes bewilligt. Das sind 60,2 Prozent der Gesamtkosten von gut 1,5 Millionen Euro.

Die Mitarbeiter an dem Verwaltungsstandort wird die Nachricht mit Sicherheit freuen. Denn sie hoffen seit einigen Jahren auf bessere Bedingungen am Arbeitsplatz. Das ehemalige Schulgebäude in der Dolkstraße 3 verbreitet nicht nur den Charme einer Baukultur aus längst vergangenen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Mitunter zieht es auch mal durch Fenster, oder es fehlt an Schutz vor Sonneneinstrahlung. Zudem hat auch die mittlerweile 30 Jahre alte Heizungsanlage ihre Aussetzer. „Natürlich braucht es für die Weiterentwicklung der VG Loreley auch ordentliche Rahmenbedingungen für die Verwaltung“, erklärt Roger Lewentz dazu. Unter diesem Gesichtspunkt sei der Landeszuschuss für die Investition gut angelegt. aj

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