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    Bad Ems

    Kneipenfestival: Ein Zugewinn für die Stadt

    Stimmung, abwechslungsreiche Musik, kreative Veranstaltungsorte und zufriedene Gäste: So lässt sich das Kneipenfestival am Samstagabend zusammenfassen.

    Neun Kneipen und Restaurants öffneten für mehrere hundert Gäste ihre Türen – bei großer Bandbreite der vertretenen Künstler war für jeden etwas dabei. Besondere Höhepunkte: der Oldie-Bus, der Mitfahrende mit Musik und Getränken die Römerstraße hoch- und runterfuhr, sowie die Kurwaldbahn, mit entspannter Akustikmusik und Fotografen.

    Kurz vor 20 Uhr im Alt Ems. Die Motörhead Coverband Motörhaze macht gerade ihren Soundcheck. Eines ist jetzt schon klar: Das wird ab 22 Uhr rockig und laut. Maël und Alex bespielen die Bühne davor. Ihre Musik: Coverpop, ganz anders also als Motörhaze. Am späteren Abend werden sie bis 0 Uhr im Oldie-Bus Musik machen. Im vorigen Jahr arbeitete der 22-Jährige Maël noch beim Kneipenfestival, jetzt tritt er selbst als Künstler auf. Auf einen „bunten Abend“ freut er sich, auf den Oldie-Bus ist er besonders gespannt.

    Kurze Zeit später ist im C’est la vie noch nicht viel los. Das Jermaine Reinhardt Duo spielt hier auf schnell gezupften Gitarren. Security-Mitarbeiterin Petra zumindest ist begeistert von den beiden Vollblutmusikern. „Da sitzen nur zwei Leute – die klingen aber wie eine ganze Band.“ Sicherheitsbedenken hat sie keine für den Abend. „Da das Festival um 0 Uhr zu Ende ist, machen wir uns da keine Gedanken“, sagt sie, rhythmisch den Fuß bewegend.

    Gegen 21 Uhr stehen Eileen aus Koblenz und Leon aus Rengsdorf mit der ausgebreiteter Wegkarte des Kneipenfestivals zwischen der Arcade Café Bar und dem Wilhelms. „Eine wunderbare Idee“ nennen sie das Kneipenfestival. „Cool, dass eine kleine Stadt so etwas Tolles hat.“ Das Paar hofft auf Fortsetzung im nächsten Jahr. Veranstalter Dominik Weyand ist um 21.30 Uhr an der Hauptkasse an der Kurwaldbahn. Der gebürtige Emser, der mit der Spack! Event GmbH auch für das Kneipenfestival in Montabaur und das Spack-Festival in Wirges verantwortlich ist, freut sich über einen bisher „sehr gelungenen“ Abend. „Das Wetter spielt mit und das Kneipenfestival kommt noch besser an, als im vorigen Jahr.“ Den Gemeinschaftsgedanken unter Bad Emser Gastwirten hebt er hervor. „Wenn hier alle an einem Strang ziehen, ist das Festival ein echter Zugewinn für die Stadt.“

    In der Gondel der Kurwaldbahn schwärmt Mona Karbaum, dass „in Bad Ems mal wieder richtig was los ist“. Der 21-Jährigen Studentin gefällt das Konzept sehr gut. Sie ist mit Freundinnen aus der Schulzeit hier und denkt, dass das Kneipenfestival eine tolle Möglichkeit ist, mehr Leben in die „Omi- und Opistadt“ Bad Ems zu bringen.

    In der gut besetzten Kurwaldbahn spielt Solokünstler Ijaz Ali von 21 bis 23.30 Uhr. Der 23-Jährige heizt, mal leiser und mal kraftvoller, die Gondel ein und braucht dafür nur seine Stimme und eine Gitarre. Don Medina ist die „Fotobox“ des Abends. „Mit solcher Musik kommt die Stimmung automatisch, die Menschen sind elektrisiert – das gibt dann auch tolle Fotos“, erklärt der Fotograf.

    Der Oldie-Bus ist um 22.15 Uhr gut gefüllt. Auf rot bezogenen Bänken sitzen Alte und Junge mit Cola, Bier oder Jägermeister, sogar ein paar Kinder sitzen in der letzten Reihe mit ihren Eltern. Maël und Alex sind jetzt hier. „Der Oldie-Bus ist super und das Ambiente ist der Hammer“, loben die Musiker aus Koblenz die Idee der Veranstalter. Die 14-jährige Alex, die heute nur mit Aufsichtszettel hier sein darf, singt mit sanfter Stimme über das Busmikrofon. „Sonst wär’ das zu leise mit den Motorgeräuschen und den feiernden Menschen.“ Während der Pausen scherzen sie mit dem Busfahrer.

    Ellen Haeffner aus Arzbach gefällt vor allem das nostalgische Ambiente im Bus. „Das ist wirklich mal etwas Anderes.“ Die Auszubildende lobt Musik und Veranstaltungsorte. „Mit den ganz unterschiedlichen Künstlern und den ungewöhnlichen Veranstaltungsorten ist wirklich für jeden was dabei.“ Um 23 Uhr sind der Kaiserhof mit Akustik-Covermusik von River Junction und Hottes Stadl mit Jörg’s Top1-Mann-Band bestens besucht. Der Alleinunterhalter versteht es, sein Publikum zum Feiern zu bringen.

    Um 23.30 Uhr zieht Markus „Bodo“ Wieseler in „seinem“ Wilhelms ein Fazit. „Heute kommen Leute nach Ems, die sonst nie gekommen wären.“ Die Idee sei „weltklasse“ und das Kneipenfestival in Montabaur beweise, dass das Konzept funktioniere und es nur besser und besser werden kann. „Eine Win-win-Situation für Menschen aus der Region und für die Gastronomen“, glaubt Wieseler, während die Gäste im Wilhelms grade lautstark eine Zugabe von der Band Indianageflüster verlangen. „Der Oktober ist der schlimmste Monat für Kneipen und Restaurants, da muss man kreativ werden. So ein Kneipenfestival ist für das Image der Stadt extrem wichtig – die Früchte trägt man noch lange danach.“ Wer den Abend nicht als Zugewinn sehe, mache etwas falsch, resümiert der Gastronom. David Metzmacher

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