40.000
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Kasdorf

Kasdorfer Straßenausbau: Sonnenfeld soll im Sommer fertig sein

Cordula Sailer

Noch herrscht der Ausnahmezustand im Sonnenfeld in Kasdorf. Doch im Laufe des Sommers soll die Straße genauso schön gepflastert werden, wie die Straße Im Grund. Dort ging der Ausbau bereits im Vorjahr vonstatten. Ausschlaggebend für die Sanierungsarbeiten war eine Kanalbefahrung der Verbandsgemeinde-Werke. „Die hatte zum Ergebnis, dass der Kanal erneuert werden muss“, erklärt Ortsbürgermeister Timo Bremser.

Die Befahrung liegt nun schon einige Jahre zurück. Doch damals habe die Gemeinde über fast keine Rücklagen verfügt. Im Zuge der Kanalarbeiten also gleich die Straßenoberfläche neu zu machen, war ad hoc schwer realisierbar. Daher hatte Kasdorf mehrere Anträge für eine Förderung aus dem Investitionsstock gestellt. „Und der sechste ist 2016 positiv beschieden worden“, erzählt Bremser. 40.000 Euro erhält die Ortsgemeinde für den Ausbau der beiden Straßen Im Grund und Sonnenfeld. Ende 2016 konnte schon mit ersten Arbeiten für Im Grund begonnen werden. Hier wurde der Ausbau im vergangenen Jahr fertiggestellt.

In der Kasdorfer Straße Sonnenfeld herrscht seit mehreren Monaten Ausnahmezustand für die Anwohner. Doch in den Sommermonaten sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Neben neuen Kanal- und Wasserleitungen wird die Straßenoberfläche neu gemacht.
In der Kasdorfer Straße Sonnenfeld herrscht seit mehreren Monaten Ausnahmezustand für die Anwohner. Doch in den Sommermonaten sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Neben neuen Kanal- und Wasserleitungen wird die Straßenoberfläche neu gemacht.
Foto: Cordula Sailer

Seit September 2017 ist das bauausführende Unternehmen im Sonnenfeld zugange. „Bis kurz vor Weihnachten wurde gearbeitet, dann hatten wir eine Winterpause bis Ende März“, erklärt Timo Bremser. Der Kanal ist gemacht, nun sind die Hausanschlüsse fürs Trinkwasser an der Reihe. Als nächstes stehen die Stromanschlüsse auf dem Programm, erläutert der Ortschef. Denn die Stromversorgung für die Häuser werde komplett unter die Erde verlegt; die Straßenbeleuchtung über die Dachständer soll verschwinden. Neue Straßenlaternen mit LED-Beleuchtung werden installiert. Für die Straßenoberfläche sollen im Sonnenfeld die gleichen hellgrauen Pflastersteine verwendet werden wie bereits für Im Grund. So möchte die Gemeinde nah an der ursprünglichen Optik mit Kopfsteinpflaster bleiben.

„Kopfsteinpflaster wäre vom Preis her zu teuer gewesen“, erklärt Bremser. „Und die Menge, die wir hier entnommen haben, hätte auch nicht gereicht, um die Straße komplett damit zu pflastern.“ Denn die zuvor verlegten Steine seien sehr weich, viele hätten Schaden beim Ausbau genommen. Zudem sei das Pflaster nicht bis zum Ende der Straße verlegt gewesen. „Das einzige, wofür wir das Kopfsteinpflaster noch nehmen, ist für die Natursteinrinne“, sagt der Ortschef. Diese entsteht links und rechts der Straße als Abfluss. In der Straße Im Grund hat die Gemeinde bereits ein Zwei-Komponenten-Epoxidharz als Fugenmaterial in den Entwässerungsrinnen getestet. Es soll verhindern, dass Unkraut in den Rinnen sprießt. Bisher, so Bremser, scheint es zu funktionieren.

Genauso helles Pflaster wie 2017 in der Straße Im Grund verlegt wurde, soll auch im Sonnenfeld angebracht werden.
Genauso helles Pflaster wie 2017 in der Straße Im Grund verlegt wurde, soll auch im Sonnenfeld angebracht werden.
Foto: Cordula Sailer

Die Kosten für den Straßenausbau im Sonnenfeld und der Straße Im Grund (jeweils etwa 150 Meter) liegen für die Ortsgemeinde bei gut 343.800 Euro – abzüglich der Förderung aus dem Investitionsstock. Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED fallen etwa 33.000 Euro an. Die Anlieger werden am Ausbau über Durchschnittssätze beteiligt. „Es wird 50:50 angenommen für den Fall, dass das ganze Dorf ausgebaut werden würde“, erklärt Bremser, „dann wird das Ganze anteilig auf die Straßen heruntergerechnet“. Nach diesem Berechnungsmodell zahle die Gemeinde für die aktuellen Ausbauarbeiten einen höheren Anteil als die Anlieger.

Die Kosten für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen in Höhe von rund 284.400 Euro übernehmen die Verbandsgemeinde-Werke. Damit nicht mehr so viel Wasser aus den angrenzenden Wiesen ins Sonnenfeld läuft, soll auf gemeindeeigenem Grund zudem ein Graben angelegt werden. Über ihn soll das Oberflächenwasser in den nahe gelegenen Bach geleitet werden.

Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

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