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Nassau

Junge Leute entwickeln Ideen für Scheuern: Große Resonanz auf SPD-Stammtisch

Wie bereits zur Dorfmoderation waren junge Scheuerner Bürger der Einladung von Manuel Liguori zum Stammtisch der SPD im Hotel „Lahnromantik“ gefolgt. Reihum äußerten sie ihre Wünsche an die Kommunalpolitik. Dabei zeigte sich viel Potenzial für die Verbesserung der Lebenssituation und der Attraktivität des Ortsteils.

Die Alte Schule ist nach Ansicht vieler Einwohner von Bergnassau-Scheuern eine wichtige Einrichtung für ein aktives Dorfleben.  Foto: Carlo Rosenkranz
Die Alte Schule ist nach Ansicht vieler Einwohner von Bergnassau-Scheuern eine wichtige Einrichtung für ein aktives Dorfleben.
Foto: Carlo Rosenkranz

Konkrete Anliegen waren unter anderem Spielflächen für Kleinkinder, die Instandsetzung des Bolzplatzes, eine bessere Beschilderung der Wanderwege, Infotafeln am Philosophenweg, mehr Blumen im öffentlichen Bereich, die Instandhaltung des Sauerbrunnens und vieles mehr. Von den zahlreichen Kulturveranstaltungen in der Stadt könnte die ein oder andere in Scheuern angeboten werden, wurde vorgeschlagen. Dazu soll es Kontakte zu den Kulturvereinen geben, um dies anzuregen.

Scheuerns Wehrleiter Stefan Schäfer machte deutlich, dass das gesellschaftliche Leben, welches früher von mehreren Vereinen getragen wurde, allein auf den Schultern der Feuerwehr liegt. Zwar stehe die Feuerwehr gern für den Ortsteil Scheuern ein, aber ihre Aufgabe sei ja eigentlich eine andere. Auch fehle es oft, so Schäfer, an Anerkennung und Unterstützung von außen.

Immer wieder drehte sich die Diskussion um die prekäre Situation der Alten Schule und des Umfelds. Dem Verkauf der Alten Schule solle Einhalt geboten werden, sie sei für das Dorfleben von besonderer Bedeutung, ein Entwicklungskonzept als Bürgerhaus müsse mit der Idee eines Dorfplatzes verbunden werden, die Alte Schule und ihr Umfeld seien der natürlich gewachsene Ortsmittelpunkt, war einhellige Meinung.

Jan Bär, bald Neubürger in Scheuern, der die Dorfentwicklung in Dausenau als Ratsmitglied mitgestaltet hat, wusste von den positiven Erfahrungen in der Nachbargemeinde Nassaus zu berichten. In Dausenau werde das kulturelle Erbe, von dem auch in Scheuern viel vorhanden ist, gepflegt. So könnte ein kleines Heimatmuseum in das Konzept für die Alte Schule eingeplant werden. Auch auf die positive Gestaltungswirkung des Dorfplatzes in der Nachbargemeinde Dienethal wurde aufmerksam gemacht. Manuel Liguori, Mitglied des Stadtrats, zog als Fazit aus der regen Diskussion, dass sich im Rahmen der Dorfmoderation die Gelegenheit biete, Nägel mit Köpfen zu machen. Er und das ebenfalls anwesende Stadtratsmitglied Holger Zorn versprachen entsprechende Unterstützung im Stadtrat.

Breiten Raum nahmen Überlegungen ein, wie die Entwicklung positiv vorangebracht werden kann und welche Möglichkeiten die Scheuerner Bürger selbst haben. Eine Interessengemeinschaft Dorfentwicklung, ein Förderverein „Alte Schule“, ein Dorfplatzkonzert und Benefitveranstaltungen sowie eventuell eine Spendensammlung für den Bolzplatz waren einige der geäußerten Gedanken. Wie der Ortsteil Scheuern mehr Gehör in der Kommunalpolitik finden kann, wurde ebenfalls ausgiebig diskutiert. Als nächstes soll zu einer Ortsbegehung eingeladen werden. Dazu wird man prominente Vertreter des Landkreises und des Landes ansprechen und um Unterstützung bitten.

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